Hilfe gegen Sorgen

Auch wenn ich Anne nicht kenne (weder persönlich noch aus alten Blogzeiten), möchte ich hier einen Spendenaufruf teilen:
(Klick aufs Bild)

Ich teile das gerne aus mehreren Gründen: 1) Es gibt Menschen, die ich kenne und/ oder die ich gerne mag, denen das sehr am Herzen liegt. 2) Ich mag diese Idee: Jede*r gibt was sie*er kann, und aus der Summe der Kleinigkeiten wird etwas Großes. Das ist die wirklich schöne Seite an diesem Internet. 3) Als ebenfalls Selbstständige kann ich die Existenzängste, die die Familie nun bedrücken, nachvollziehen.

Ich wünsche Anne (und ihrer Familie) unbekannterweise alles erdenklich Gute, die benötigte Kraft, ausreichend Ruhe und eine erfolgreiche Therapie.

Drei Lieben

Heute war so ein schöner Tag. Wunderbar entspannt, tollstes Wetter, ein gut gelauntes Kind und ich habe alles zusammen genutzt und dabei meine drei großen Lieben verbunden:

  • der midi-monsieur – natürlich und für immer Platz 1
  • Fahrrad (fahren)
  • Frankfurt

Wir – also der midi-monsieur und ich – sind zusammen eine wunderschöne Runde mit dem Rad durch den Frankfurter Grüngürtel gefahren. Und nicht nur ich war schwer begeistert von dem Wetter, den Herbstfarben und Frankfurt. Auch das Kind hachzte mit mir um die Wette.

Sooooo schön!

2016-10-30-18.59.16.jpg.jpg 2016-10-30-18.59.52.jpg.jpg 2016-10-30-19.00.40.jpg.jpg 2016-10-30-19.01.56.jpg.jpgUnd weil ich heute perfekt organisiert war, hatte ich vor der Tour eine Lasagne vorbereitet, die wir nach der Tour nur noch schnell in den Backofen schieben musste.

2016-10-30-19.02.48.jpg.jpgBester Tagesabschluss für so einen schönen Tag!

Kilometergeld 4

Heute nochmal ein paar Kilometer hinter uns gebracht:

  • 5 km Auto
  • 400 km Zug
  • 5 km U-Bahn, weil

Und dann ein paar Meterchen durchs Viertel, um das Kind zur Halloween-Party zu bringen, um einzukaufen, um zur Halloween-Party dazu zu stoßen und um nach 22h00 erst nach Hause zu gehen.

Morgen dann noch ein letzter Ferientag und dann geht der Alltag wieder los.

Kilometergeld 3

Keine genaue Ahnung, wie viele Kilometer wir heute zurückgelegt haben. Erst ein paar mit Bus und Tram zu unserem Internet-Blind-Date mit der sehr sympathischen @weiderella (aber waschechte Frankfurter können nur sympathisch sein). Dann ein paar Kilometer zu Fuß am See und ein paar mit dem Bus zurück zur Freundin.

Danach ein paar mehr mit dem Auto ins Zürcher Hinterland: Auf Anraten der internetten Wahlzürcherin fuhren wir zur Jucker-Farm. Wo wir ein paar ungezählte Kilometer zu Fuß durch drei Öpfligarte aka. Apfellabyrinthe gelaufen sind. Das Kind dabei mehr als wir, weil er immer wieder vorlief, um zu gucken, ob der Weg weiterführt.

Das war ein schöner Tag. Sehr.

Kilometergeld 2

Der midi-monsieur und ich sind heute mindestes 10 km durch Zürich gelaufen. Davon gut 3 km am Zürichsee. Das war bei dem Wetter besonders schön.

Ausblick zum Frühstück

Hach, hach …

Wunderschöner Herbst

Der kleine Mann und das Meer, äh, der See

Tinguley

Kalbsbratwurst mit Bürli

Frauenmünster und Sankt Peter und Limmat und Boote und blauer Himmel

 Gute Nacht.

Kindfrei 12

Würde ich morgen nicht mit dem midi-monsieur zu einer Freundin nach Zürich fahren, gäbe es auch noch kindfrei 13, 14 und 15. Und das fände ich vielleicht ganz gut. So ist heute Schluss mit dem Strohmutterdasein.

Der heutige Tag wäre so wohl auch mit Kind gelaufen. Halt ein normaler Alltag. Ich muss ja auch nicht immer oop Jück gehen. Wobei ich die Ausbeute für die 12 Tage durchaus gut finde: zwei Konzerte, eine Party, ein Ausflug nach Nürnberg, zwei Radtouren, eine Wanderung, einige interessante Begegnungen. Alles Dinge, die ich mit Kind nicht oder nur schlecht machen kann.

Ja, ich gebe zu, dass mir das ein bisschen fehlen wird. Vor allem Dinge spontan entscheiden und dann auch umsetzen zu können. Das ist wohl der große Vorteil am Singlesein: Sich mit niemandem abstimmen zu müssen.

Hach ja, dieses Singlesein. Wenn ich weiter daüber nachdenke – und das habe ich in den vergangenen Tagen ein paar Mal -, weiß ich nicht, was ich will: Ich bin ambivalent. Immer wieder ploppt der Gedanke, naja, eher das Gefühl auf, dass es vielleicht doch nett wäre, wen an meiner Seite zu haben. Aber gleichzeitig kommen viele Gedanken: Das passt nicht. Nicht in mein Leben. Wie soll ich das noch organisieren?! Was ist mit dem midi-monsieur? Bin ich bereit, meine wiedergewonnenen Freiheiten mit wem zu teilen? Was bringt mir das? Ich will keine Abstriche machen. Ich will keine Kompromisse machen müssen, über die ich mich hinterher ärgere. Aber einen, der einfach „mitläuft“, will ich auch nicht. Mal abgesehen davon, dass ich ja gar nicht weiß, was ich will, gibt es das, was ich will eh nicht in einer Person. Unmöglich? Schwierig?

Es ist mindestens schwierig. Ich bin schwierig. Aber immerhin kenne ich mich schon lang genug, um damit umzugehen. Und so kann ich mich ganz gut aushalten, wenn ich den Luxus habe, allein sein zu dürfen.

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Kindfrei 11

Gaaanz profaner Alltag. Nur dass ich nicht früh aufstehen musste, damit das Kind pünktlich zur Schule kommt. Ja, das genieße ich durchaus, dass hier gerade keiner hetzen muss.

Aber kaum war ich wach und der Tee gekocht, habe ich angefangen zu arbeiten. Sammlung von Kleinprojekten. Ganz entspannt so zwei Tage, bevor ich drei Tage Urlaub machen werde. Gut, ein größeres Projekt will noch bearbeitet werden, aber das ist irgendwie wieder so ein Nachtprojekt, für das ich mich in einen dunklen, leisen Flow schreiben muss. Das geht nicht, wenn das Telefon klingeln kann. Und am Telefon hing ich heute mehrfach. Ein Telefonat davon bedeutet ein neues zusätzliche Projekt. Das ist fein.

Irgendwann überkam mich ein Waffelgelüst. Und ich habe ja MEIN Rezept. Aber das ist für eine Person etwas viel und außerdem hatte ich nicht alle Zutaten da. Kurzerhand das bestehende modifiziert:

125 g Dinkelvollkornmehl
50 g Zucker
50 g geschmolzene Butter
75 g Creme Fraiche
1    Ei
1    Schuss Wasser

Das reicht für 2 (bis 2,5) Waffeln. Und die Waffeln waren perfekt: knusprig, nicht zu fettig. Nomnomnom.

img_7911_wEtwas blauer Himmel, weil es so trüb ist heute.

Kindfrei 10

Hmhm, heute ging mir das Alleinsein auf den Geist. Aber Gesellschaft wollte ich eigentlich auch nicht. Eigentlich hätte ich mich an den Schreibtisch setzen könnensollenmüssen. Uneigentlich hatte ich dazu keine Lust. Ich ging mir ganz schön selbst auf den Geist. Und weil ich nicht Rad fahren wollte und nicht unter Leute, beschloss ich spazieren zu gehen. Das Wetter war gut und ich nahm die Kamera mit.

Doch, das war eine gute Entscheidung. Während ich die 10 km latschte und vor mich hinknipste, summte (jaha, das Lied hatte ich im Kopf – nicht in der Version) ich vor mich hin und dachte: Ach, heute mach ich mal den Frederick …

… und sammle Farben für den Winter

Kindfrei 9

Ich hatte gestern einen Fahrradbeschluss gefasst: von Mainz nach Nierstein. Nach einigem Hin- und Her mit Else legte ich die Hinfahrt durch die Weinberge und die Rückfahrt am Rhein fest.

Heute wurde ich um 9h00 wach, döste aber noch ein bisschen, las und stand erst um 10h30 auf. Der Blick nach draußen war nicht sonderlich aufmunternd. Wenn das Wetter am Rhein auch so ist, kann ich die Tour vergessen. 😕 Ich befragte meinen Mainz-Kontakt nach der aktuellen Wetterlage vor Ort, recherchierte im Internet. Irgendwie durchwachsen, aber tendenziell trocken.

Um 12h30 fuhr ich los zum Bahnhof. Es fisselte etwas. Naja, von Westen soll es besser werden. In Mainz war es auch ziemlich bedeckt, aber jetzt zurück?!

Und wenn ich erstmal fahre, ist es mir auch egal, wenn es anfängt zu regnen.

Ich startete und ziemlich schnell beschloss ich, dass es eine gute Idee ist, die Regenhose überzuziehen.

Da hinten ist Licht, Sonne…


Kurz nach diesem Bild fing es sehr fies an zu regnen. Und ich überlegte kurz umzudrehen. Aber ich war ja mit Frau Mutti verabredet.


Und da hatte es schon aufgehört zu regnen. Die neue Jacke und die nicht neue Regenhose waren bestens. Für die Füße brauche ich dann wohl noch Gamaschen. Ich radelten über Feldwege durch die Wingerte. Es roch nach Trester. Und die Gegend war toll. Ich war mir wirklich dankbar, losgefahren zu sein.

Weil Frau Mutti mal vom Wartturm schwärmte und Else ihn mir bei der Routenplanung anzeigte, hatte ich die Route an ihm vorbei geplant.


Sehr hübsch. In der Tat. Dort setzte ich dann die etwas spezielle Bitte nach einem Paar trockenen Socken an Frau Mutti ab. (Nichts ist fieser als nasse Füße.)

Dann traf ich Frau Mutti im berühmten Niersteiner Café „Ernie & Illi“. Wir quatschten, tranken Kaffee und aßen Kuchen. Doch dann musste ich auch wieder zurück. Diesmal am Rhein lang.


Naja, zuerst ein bisschen durch die Wingerte.


Trocken kam ich in Mainz an und fuhr dann froh, gefahren zu sein, wieder nach Hause.

Ja, diese Menschen aus dem Internet sind nicht gefährlich. Es macht wirklich großen Spaß, sie kennenzulernen.