So war das nicht geplant

Nein, ich grummel nicht mehr. Es nützt ja nichts. Aber geärgert habe ich mich heute morgen dann schon.

Gestern plante ich mit Else eine schöne, 26 km lange Route Richtung Nordosten von mir aus. Abends montierte ich dann endlich die Bärentatzen und die Cleats an die Schuhe.

Heute morgen, als das Kind aus dem Haus war, schlüpfte ich schnell in die Radklamotten, aß etwas, trank, packte mir Wasser, Schlüssel, Geld und rmv-Ticket ins Trikot, setzte Helm und Sonnenbrille auf und schnappte mir das Rad, das in der Wohnung übernachtet hatte.

Else, also das Handy, klemmte auf dem Vorbau und wies mir den Weg. Die ersten Meter war ich damit beschäftigt, mich wieder an die Klickpedale zu gewöhnen und zu fühlen, ob ich sie richtig eingestellt hatte.

Irgendwie fand ich es ja frisch auf dem Rad, schob es aber der Fahrt im Schatten zu und hoffte darauf, dass es noch wärmer würde.

Es tat gut, wieder auf dem Rad zu sein.

Nach gut 4 km ein blöder Zwischenfall: An einer engen Stelle bremste ich ab. Ich sondierte die Situation, ärgerte mich, dass ich nicht weitergefahren war. Ich stieg wieder auf und blieb prompt hängen und stürzte nach links, wo irgendein Steinpoller war. Der Schmerz kam umgehend. Das linke Bein war vom Rad gequetscht worden und das Schienbein tat ziemlich weh. Ich befreite mich und war kurz davor umzukehren. Zumal nach dem Schmerz auch ein Gestank am Rad und an mir auszumachen war. Ich war in irgendwas gestürzt.

Ich fuhr dennoch weiter und hoffte, dass sich der Schmerz wegstrampeln ließe.

Bei Kilometer 9 hielt ich kurz an, um mit ein paar Blättern das Rad und mich sauberer zu machen. Als ich weiterfuhr, fühlte sich das Lenken komisch an. Ich guckte, ob sich was in der Gabel oder im Rad verfangen hatte und sah dann: Das Vorderrad hatte einen Platten.


Ich war ja schon froh, dass ich nicht mitten im Wald war, sondern am Rande von Bischofsheim, wie mir Else verriet.

Da ich natürlich keinen Ersatzschlauch und erst recht kein Flickzeug (ich habe nämlich keins) mit hatte, befragte ich das Internet nach dem nächsten Fahrradladen. Keinen Kilometer weit sollte einer sein. Mit knirschenden Cleats schob ich das Rad dorthin.

Doch zu früh gefreut: Urlaub. Der nächste Radladen zu weit weg, also noch einen weiteren Kilometer die Cleats rundlaufen zum nächsten Bahnhof.


Nein, meine Laune war nicht sonderlich gut und es war gut, dass ich alleine mit mir und der Laune war. Bis nach Hause musste ich zwei Mal umsteigen und noch ein gutes Stück schieben, was meiner Laune nicht zuträglich war.

Und als ich duschen wollte, sah ich erstmals das Ausmaß des Sturzes.

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Aber das Fahren mit den Klickies ist schon toll. Ich freue mich auf die nächste Tour.

4 Gedanken zu „So war das nicht geplant

  1. Noch so eine ohne Flickzeug. Aber ich habe erst seit ein paar Wochen wieder ein Fahrrad, bei mir kann es also noch kommen. Ich wünsche gute Besserung (in punkto Sturzfolgen, nicht in punkto Flickzeug, letzteres wäre wohl ein bisschen übergriffig, oder?)

  2. Pingback: Geschafft | Groß-Stadt-Ansichten

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