Music was my first love

… eigentlich nicht wirklich. Ich schrieb es erst gestern jemandem: Ich bin ein Wort- und Bildmensch. Wörter, Texte, Gedanken hinschreiben ist meins. Dazu auch noch Bilder. Im Normalfall mit so wenig Menschen wie möglich. Ich finde Personenaufnahmen meistens platt – eindimensional, obwohl sie zweidimensional sind. Mit schlechten Fotos kann man viel kaputt machen. Mit schlechten Wörtern übrigens auch.

Viele Menschen sagen ja immer schwärmerisch, dass sie ohne Musik nicht leben könnten. Das will ich gar nicht lächerlich machen oder gar in Abrede stellen. Ich mag Musik, aber ich würde v.a. ohne Wörter/ Sprache und Bilder eher leiden. Was vermutlich daran liegt, dass ich IMMER höre. Mein Gehör ist der Sinn, den ich nicht abschalten kann. Ich schiebe es ja manchmal auf meine Kurzsichtigkeit, dass sich dadurch mein Gehör besonders ausgebildet hat. Aber ich vermute eher, dass es ein Erbleiden ist. Der midi-monsieur hat das auch. So wie mir wird es ihm schnell zu laut, zu geräuschig. Daher kommt es wohl auch, dass wir beide nur bedingt Hörspiele/ -bücher mögen – also ich gar nicht und das Kind sehr dosiert.

Ich fahre auch viel nach Gehör, wenn ich mit dem Rad unterwegs bin. Das klingt zwar nach Kamikaze, hat mich aber schon mehrfach vor Schlimmerem bewahrt. Daher will es mir auch nicht in den Kopf rein, wie Fußgänger oder noch verschärfter Pokemon-Go-Spieler so absorbiert sein können, dass sie Geräusche (heranfahrendes Rad, Klingel, rufe) in ihrem Umfeld nicht wahrnehmen. (Aber bevor hier rumgemeckert wird: Ich akzeptiere durchaus, dass andere Menschen anders funktionieren. Und das ist auch kein Pokemon-Go-Bashing.)

Und obwohl ich es auf den ersten Blick nicht so mit Musik habe, kann ich eine durchaus große CD-Sammlung mein Eigen nennen. Und auch auf meinem smarten Phone ist immer Musik, die ich auf längeren Strecken (im ÖPNV, neverever auf dem Rad) gerne bunt gemischt im Shuffle-Modus höre. Radio höre ich aus Ermangelung eines geeigneten Empfangsgeräts (der Fernseher kann das zwar, aber um wirklich zu hören, bräuchte ich mal ne Soundbar) so gut wie nie zu Hause. Eigentlich nur, wenn ich Auto fahren.

Dazu kommt noch, dass ich einen recht eigenen Musikgeschmack habe. Ich bin mit „Kleine Taschenlampe brennt“ groß geworden und dann später mit den Ramones sozialisiert worden. Meine erste CD war 101 von Depeche Mode (Affiliate-Link). Seitdem bin ich verloren im NDW/80er-Ska-Punk-Bermudadreieck. Gut, während der Pubertät kam noch New Wave/ Gothic und EBM dazu (wobei sich das musikgeschichtlich z.T. aus der 80er- und Punkmusik ableitet) und dann kam ein kurze Phase mit sehr viel Mainstream. Ich habe auch kein Problem mit meinen Freundinnen tanzen zu gehen – solange es kein Techno ist. So in der freien Wildbahn bin ich gewissermaßen omniaudient, zu Hause oder wenn ich wählen kann, bin ich gerne in meinem musikalischen Bermudadreieck.

(Liest eigentlich noch wer mit? Ich komme erst jetzt zum Punkt.)

Heute hörte ich ein Lied in der Werbung. Und weil ich dachte, dass mir eine Freundin mal von der Sängerin ein paar Sicherungskopien gemacht hat, suchte ich in den gebrannten CDs (die aus Gründen nicht zwischen den Originalen einsortiert sind). Dabei stieß ich auf meine Jugend auf ein paar Schätzchen.

Hachhach… Aber der größte Schatz war der Rohling, auf dem in meiner krakeligen Handschrift „Tag am Meer“ steht. Ich habe die Mischung FÜR jemanden erstellt. Langlang ist’s her – im November 10 Jahre. (Lustigerweise hatte ich erst gestern Kontakt mit dieser Person.) Ich hatte noch eine dunkle Ahnung, was drauf ist, aber musste es erstmal durchhören. Und ich kann nur sagen: WIE GEIL! Und damit ihr auch was davon habt, kommt hier die Playlist:

  1. Tag am Meer – Fanta 4
  2. Enola Gay – OMD
  3. Warum werde ich nicht satt? – Die Toten Hosen (sorry, schlechtes Video)
  4. Dead or alive – The Busters
  5. Ain’t no sunshine – 4 to the Bar
  6. A day before tomorrow – Brainstorm
  7. For real – Athena
  8. Take on me – a-ha (mein alltime favorite video)
  9. Four to the floor – Starsailor
  10. Dieses Leben – Juli
  11. A rush and a push – The Smiths
  12. Leuchtturm – Nena
  13. Model – Kraftwerk
  14. End of the world – R.E.M.
  15. Take good care of my baby – Dick Brave
  16. Twentysomething – Jamie Cullum
  17. Rock steady – Zoë
  18. Guten Tag – Wir sind Helden
  19. Träume mit mir – Grauzone
  20. Photographic – Depeche Mode
  21. Return – Deine Lakaien

Das höre ich jetzt in der Dauerschleife. Und vielleicht verfüge ich, dass das meine Beerdingungsmusik sein soll.

2 Gedanken zu „Music was my first love

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s