Liebes Tagebuch am Fünften (Juli)

Während die einen schon Urlaub haben, müssen andere schwer schuften. Das hält uns „alle“ aber nicht davon ab, Frau Brüllen ihre allmonatliche Frage „WMDEDGT?“ zu beantworten.

0h00 Die Mitbewohnerin ist schon brav im Bett. Ich bin – wie üblich – noch wach. Während der Spätnachrichten fällt mir dann doch noch ein, wie ich den einen Text umstricken kann und setze es in die Tat um.

1h15 Ich gehe ins Bett. Ich lese noch ein bisschen das Internet leer und lese dann doch noch Harry Potter weiter (bin ich eigentlich die einzige, die Band 5 so richtig doof findet?)

?h?? Das Kind kommt zu mir ins Bett.

?h?? Ich werde wach und muss erstmal durch die Wohnung wandern. Ich gucke krampfhaft auf KEINE Uhr.

7h45 Ich werde vor dem Wecker wach. Hmhm. Aber fit fühle ich mich nicht. Das Kind zieht sich in Windeseile um. Ich mache sein Frühstücksbrot, er befüllt seine Wasserflasche. Er hat es eilig, will vor der zweiten Stunde noch zur Frühbetreuung. Dann fällt mir allerdings ein, dass ich ihm noch eine Entschuldigung für gestern schreiben muss.

8h10 Die Mitbewohnerin schnappt sich ein Madeleine und verabschiedet sich.

8h15 Entschuldigung geschrieben, gedruckt. Arzt-Attest kopiert. Bereite zwei Sichthüllen für den midi-monsieur zum Mitnehmen mit – eine für die Schule, eine für den Hort.

8h20 Das Kind zieht los und wir vereinbaren, dass er sich überlegen kann, ob er nach der Schule nach Hause gehen möchte oder in den Hort (nicht dass er sich da gleich wieder reinfiziert). Ich lege mich noch einmal kurz hin, mache meine E-Mail-ig-Twitter-Runde.

9h35 Der Spät-Wecker klingelt. Ich muss wohl eingeschlafen sein. Jetzt aber langsam wach werden.

11h25 Das war sehr langsames Wachwerden 😉 Ich bin irgendwie – völlig unverständlich – eingeschlafen. Jetzt aber wirklich raus aus dem Bett. Ich gucke schnell, ob die wichtige, total dringende e-Mails aufgelaufen sind. Tee machen.

12h00 Es klingelt. Das Tor geht auf, ich höre Stimmen. Auch die vom midi-monsieur. Häh?! Der hat doch bis zur Fünften. Nein, die Stunde ist ausgefallen. Auch gut. Er setzt sich umgehend an seine Hausaufgaben. Danach räumen wir zusammen sein Zimmer auf. Er isst einen kleinen Happen und ich mache mich weiter an meinen Text von heute Nacht.

14h15 Es gibt Mais, Baby. Am Kolben.

14h50 Obwohl er gleich Aikido-Training hat, liegt mir der midi-monsieur in den Ohren, er brauche seinen Boxsack. Dann hänge ich ihn eben schnell auf.

15h25 bis 15h40 Während ich arbeite, fragt das Kind minütlich, ob er nicht los kann zum Training.

15h40 Er flitzt los und ich kann endlich meine Gedanken in Ruhe zu Ende denken und aufschreiben.

16h25 Kurz duschen.

16h45 Bevor ich mein Kind im Dojo abhole, muss ich noch die beiden Schwestern von der Kita nebenan abholen.

17h05 Jetzt bin ich vorrübergehend Drei-Kind-Mama. Zu Hause gibt’s erstmal Eis für alle. Dann verziehen sich die drei ins Kinderzimmer und ich kann den Text finalisieren.

18h20 Die Kinderzimmertür ist zu, aber solange ich keinen heulen höre, über ich mich in Aussitzen. So konnte ich wenigstens den Text fertig machen und verschicken.

18h25 Die Kinder wollen zusammen Abendbrot essen. Also koche ich schnell Nudeln und Soße.

18h50 Leider funktioniert die Kommunikation mit den Eltern nicht, sodass der Vater der beiden Mädels kommt, bevor wir gegessen haben. Also stelle ich noch einen Teller für ihn auf den Tisch und dann wird gegessen.

19h20 Der midi-monsieur und ich sind wieder allein. Er will kika gucken, ich räume die Küche auf.

19h55 Der Kv ruft an, aber logo ist noch nicht zu Ende.

20h00 Erneuter Anruf vom Kv. Eigentlich will er skypen, aber der midi-monsieur will nicht. Es ist ein etwas anstrengender Dialog und ich überlege, ob ich intervenieren muss. Aber das Kind bleibt bei seiner Meinung; vertröstet seinen Vater mit „aber in zwei Wochen siehst Du mich doch in Echt“. Ich merke, wie es dem Erwachsenen gegen den Strich geht, sich dem Willen seines Kindes unterordnen zu müssen. Aber dies ist ein Nein, das man akzeptieren muss.

20h20 Telefonat ist beendet. Der midi-monsieur macht sich bettfertig, spielt in seinem Zimmer, putzt Zähne. Dann können wir endlich vorlesen.

21h20 Das Kind ist im Bett. Ich kümmere mich um die Wäsche, gucke etwas Fernsehen. So wird der Abend auch noch weitergehen: Wäsche. Und vielleicht recherchiere ich danach nochmal was. Oder gehe früh (hahaha) ins Bett.

Ein Gedanke zu „Liebes Tagebuch am Fünften (Juli)

  1. Will nur schnell sagen, dass auch ich den 5. Harry Potter extrem langweilig finde. Vielleicht ist einfach nur die Übersetzung doof? Eigentlich ist die Handlung ja gar nicht langweilig. Aber so langweilig zu lesen eben.

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