Das Internetz vergisst nichts

Frau Novemberregen dröselte anhand ihrer Amazon-Bestellhistorie ihr Leben auf. Das fand ich sehr spannend. Und da dachte ich: Das mach ich auch mal.

Meine erste Bestellung fand Ende 1999 statt. Das Jahr, in dem ich mit dem Biochemie-Studium anfing. Entsprechend habe ich zwei Bücher zur physikalischen Chemie bestellt.

2000: 4 Bestellungen, davon enthielten zwei wiederum Bücher für Studium (organische Chemie und Genetik), einmal das Philadelphia-Tortenbuch (das habe ich nicht mehr, aber damals war das der totale Hype… als bräuchte man dafür ein Buch ^^) und einmal habe ich drei CDs bestellt, von denen zwei wohl für den Ex waren und eine (Bravo Hits 28) für vermutlich mich, aber die habe ich nicht mehr.

2001: 5 Bestellung, darunter waren zwei Geschenke, ein Buch über den Bhuddismus (für mich, hab ich aber nicht mehr), der Bandits-Soundtrack (hab ich noch), ein Buch fürs Studium (DER Lodish). Sehr interessant: Spanisch-für-Anfänger-Lehr- und -arbeitsbuch. Und ich habe keine Ahnung, warum ich das bestellt habe. Vermutlich habe ich tatsächlich versucht, das Uni-Angebot zum Sprachenlernen zu nutzen und mich für einen Spanisch-Kurs eingeschrieben. Anders kann ich es mir nicht erklären.

2002: 4 Bestellung. Zwei mit jeweils zwei Büchern fürs Studium, einmal drei CDs (Toten Hosen, eine davon habe ich noch, zwei davon sind Scheidungskinder) und eine DVD (The Virgin Suicides)

2003: wieder 4 Bestellungen; einmal drei Bücher als Geschenk für meine Mutter; eine Single-CD und noch eine Toten-Hosen-CD (anhand der Titel kann ich rückschließen, dass ich wohl in dem Jahr diverse Mix-Tapes (also Musikkassetten), die ich konservieren wollte, digitalisiert habe); eine weitere CD, von der ich nur vermuten kann, das sie ein Geschenk war, denn der Titel sagt mir nichts; zwei DVDs, die ich beide noch habe (und ich könnte tatsächlich mal wieder „Jenseits der Stille gucken“)

2004: Es wird mehr (6 Bestellungen) und ziemlich bunt. Ich sehe, dass sich mein Studium dem Ende zuneigte und ich Zeit für Neues hatte. Denn unter den Bestellungen waren Sprachen-Selbstlernmaterialien für Französisch (Anfänger) und Englisch (Auffrischen). Dazu ein Cevennen-Wanderführer (der vermutlich auch ein Scheidungskind ist, denn ich habe ihn nicht). Die meisten Bestellungen waren anscheinend für Weihnachten und 2004 war das Jahr der DVD-Geschenke, denn von den bestellten zwölf habe ich nur wenige bei mir und kann mich auch nicht erinnern, die anderen je besessen zu haben.

2005: 7 Bestellungen, darunter 5 CDs (alle für mich), Kinderbücher als Geschenke für die Nichten, zwei DVDs für mich und eine als Geschenk. Es ist auch zu erkennen, dass es das Jahr ist, in dem ich angefangen habe, in der PR zu arbeiten: zwei Bücher zum Thema sowie ein Photoshop-Kompendium.

2006: 5 Bestellungen, recht langweilig. 2 CDs, 3 Bücher, diverse Bücher als Geschenke und einen Geschenkgutschein für eine damalige Kollegin. Interessant: zum ersten Mal ein Steuererklärungsprogramm (die Jahre davor hatte ich aber auch schon digitale Unterstützung in Form einer Sicherung des Programms meines Vaters auf meinem Rechner).

2007: Sprunghafter Anstieg der Bestellungen (13) und sehr aufschlussreich, vor allem wenn man weiß, dass das das Jahr war, in dem ich mich von meinem damaligen Mann getrennt und später (!!!) den Kv kennengelernt habe. 10 Musik-CDs, die ich alle noch habe, diverses Material zum Französisch-Selbstlernen (diesmal hat es ja geklappt), Bücher für mich (PR, böse Pharmaindustrie, Belletristik), Weihnachtsgeschenke, zweimal das gleiche Buch (einmal für mich (hab ich auch noch), einmal wohl als Geschenk), Steuererklärungsprogramm, Rilke-CDs und das Buch „Wer bin ich? 777 indiskrete Fragen“ (ich hatte da so eine vermeintlich tiefsinnige Phase).

2008: Nur zwei Bestellungen. Es ist zu erkennen, dass es da Jahr ist, in dem der Kv mit dem Hund bei mir einzog. Zum einen haben ich nämlich einen Frankfurt-Rhein-Main-Atlas bestellt und zu anderen zwei Bücher über Hundeerziehung (hat nur so mäßig gefruchtet).

2009: Tadaaa, der mini-monsieur ist da. Entsprechend sind drei meiner vier Bestellungen geprägt: Kinderbücher, Kinderlieder-CD, die Babybett-Matratze (die ich eigentlich offline kaufen wollte, aber es partout nicht ging), ein Buch über Kinderkrankheiten (das ich immer noch habe und – wenn man die Glaubuli-Absätze ignoriert – wirklich gut ist) und eine kleine Kompaktanlage (quasi fürs Kind, da meine Anlage etwas speziell ist).

2010: 9 Bestellungen. Kinderkram, Kinderkram, Kinderkram, zwei Homöopathie-Bücher (ob ich sowas verschenkt habe?! vermutlich postnatale Hormone/ Amnesie), Geschenke (v.a. Mangas für die Nichten), einen Drucker und mal wieder ein Steuererklärungsprogramm. Und eine DVD „Fit mit Baby“, die ich wohl hochmotiviert für mich bestellt habe…

2011: Viele der 10 Bestellungen waren Geschenke. Ansonsten Kinderkram (Bücher, Spielzeug fürs Kind – vieles auch Geschenke). Für mich waren 6 Bücher, eine CD, ein Set Gegenlichtblende mit UV-Filter für meine Kamera und – tadaa – das Steuererklärungsprogramm. Interessant ist das Nokia 1616. Der Bestellzeitpunkt lässt nicht auf ein Geschenk schließen. Ich habe das aber auch nie benutzt.

2012: Die bisher meisten Bestellungen (14). Einige Geschenke. Viele Bücher fürs Kind, darunter auch Kinderbücher zum Thema „Umzug“, denn in diesem Jahr sind wir nach HH umgezogen. Schnullerentwöhnung und Entwindelung waren wohl auch Themen.
Aha, den Geburtstagskerzenkranz habe ich wohl doch nicht schon zum ersten Geburtstag des midi-monsieurs gehabt, den habe ich erst 2012 bestellt. Ansonsten habe ich mir einen Laptop (herrje, das schmerzt jetzt… Die Leiche liegt hier auch noch rum) und im Namen meiner Eltern mein Geburtstagsgeschenk (Telezoom-Objektiv mit Gegenlichtblende und Köcher) bestellt.

2013: 12 Bestellungen. Man sieht, dass wir wieder zurück nach Ffm gezogen sind, denn es gab die Wandaufhängung für den Fernseher und ein neues Wischsystem-Set (beides noch in Gebrauch). Am Anfang des Jahres war das Kind auch trocken geworden – zwei Molton-Auflagen zeugen davon. Ansonsten gab es 5 CDs für mich, ein paar Geschenke für andere. Die restlichen Bestellungen waren fürs Kind: Boxsack und Tauchset, Bücher und diverses Zubehör für die Ritter-Drachen-Party.

2014: Nach 29 Bestellungen sind der Versender und ich quasi per Du. Es ist das Jahr, in dem ich auf Kur war (Wanderkarte von Bodenmais, die beiden „berühmten“ Bücher und eine CD für Progressive Muskelentspannung) und mich vom Kv getrennt habe (Kinderbücher über Trennungen). Interessanterweise haben wir uns davor noch teure Geschenke gemacht: Unterwasser-Kamera für ihn und er mir wohl meinen Blitz, worauf die Bestellung der Akkus schließen lässt. Für mich gab es zwangsweise einen neuen Laptop (s. 2012) und entsprechende Software (Office und Photoshop Elements). Auch habe ich noch zwei weitere Moltonauflagen bestellt (so schlimm war das doch gar nicht mit dem Kind).
Ich habe wohl auch den Smart-TV (endlich) ans Internet angeschlossen und den Prime-Service installiert, denn ich habe rein digital die komplette Box „Es war einmal das Leben“ fürs Kind gekauft.
Weil der midi-monsieur zum ersten Mal auf einer Demo mit war, habe ich im Vorfeld ein bisschen kindgerechte Literatur zum Thema Demokratie/ Politik besorgt. Vieles von dem, was ich für den Geburtstag von Kind brauchte, habe ich auch bestellt: Geschenke, aber auch ein Tipi.
Nach der Trennung habe ich meine Musik etwas umgestellt und mir 10 neue CDs (erstmals einige nur als MP3) gegönnt. Und wie das so ist nach Trennungen: Man will was für sich tun und so, also gab es Hanteln und eine Sport-DVD (die aber meine Knie nicht so witzig fanden). Ansonsten noch Geschenke für diesen und jenen.

2015: 39 Bestellungen – wow. Der Saugroboter (im Namen meiner Eltern), eine neue Kompaktanlage (ich dachte erst für mich, weil die Anlage muckte, aber dann bekam sie das Kind, weil seine nicht mehr CDs abspielte), eine neue elektrische Zahnbürste, ein neues Telefon, ein neuer Drucker, Klemmlichter fürs Rad, eine neue Küchenmaschine, ein Pizzastahl (im Namen meiner Eltern), Rotweinkelche (weil ich für das Weihnachtsdinner nicht genug hatte). Ich habe auch endlich die Halos gegen LEDs ausgetauscht. Dreimal habe ich bunte Farbe für die Haare und noch 6 CDs gekauft.
Die restlichen Bestellungen waren entweder Geschenke fürs Kind oder andere, oder für die zwei Großevents des Jahres: Experimente-Geburtstag (u.a. die „bösen“ Chemikalien) und Einschulung.

2016: Bislang 15 Bestellungen, davon viele für den Geburtstag vom midi-monsieur, ein bisschen Musik, „Bücher“ für den Kindle, Haarfarbe, Babyfüße und einen Gemüsenudelschneider.

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