Reden hilft

Gestern kam eine Textkorrektur, die mich so perplex machte, dass ich nicht impulsiv darauf reagieren wollte und sollte. Verschlimmbesserung ist da noch ein Euphemismus. Ich war tatsächlich erschüttert und fassungslos.

Ich schlief drüber und es war klar: Ich muss das klären. Ich überlegte, wie ich wirklich möglichst diplomatisch, aber dennoch deutlich meinen Unmutverständnis darlegen kann.

So wie es ausschaut, habe ich einen guten Weg gefunden. Und zudem die Erkenntnis: Das geschriebene Wort zählt nicht immer. Bei diesem speziellen Kunden wohl eher selten. Selbst Freigaben werden ja gerne mal zurückgezogen.

Vorfreude

In diesem Haushalt wird sich gerade auf verschiedene Dinge vorgefreut:
… Schulferien
… zu Oma und Opa fahren
… die neue Mitbewohnerin
… Karaoke
… Frankreich
Paris
… kindfreie Zeit
… Führungen durch Frankfurt, über den Friedhof und durch Offenbach
… Einladungen
… Party
… Freizeit
Stoffel
… das Kind wieder haben
… Sommer
… Strand und Meer
… Lagerfeuer im Zoo

Lernen, lernen, lernen

Ich habe der lieben Nike einen Stock vor die Tür gelegt. Und das Bloggesetz will, dass sie auch eins hinlegt. Und weil ich ihre Fragen so interessant fand, habe ich mal das Stöckchen aufgesammelt:

1. Non scholae sed vitae oder andersherum discimus?
Es gibt Dinge, die lernt man nur für die Schule. Manche Dinge lernt man gar nicht in der Schule – ich z.B. Chemie und habe trotzdem Biochemie studiert. Die ganzen Grundlagen lernt man durchaus fürs Leben. Das ist auch gerade das Mantra für den midi-monsieur: Du lernst das alles NUR für Dich. Damit DU schreiben, lesen und rechnen kannst. Das Wissen aus Sachkunde bleibt glücklicherweise eh hängen.

2. Wenn Du versuchst Dich zu erinnern, war Deine Schulzeit zumutbar oder eher eine Zumutung?
Ich bin gerne in die Schule gegangen. Gut, Englisch-Unterricht war eine Zumutung. Und als ich älter war, habe ich großzügig über zumutbar und Zumutung entschieden und war halt mal da und halt mal nicht. Das hatte zur Folge, dass ich vor nicht allzu langer Zeit geträumt habe, dass mir aufgrund meiner Fehlstunden das Abi nachträglich entzogen worden ist. Aber soooo schlimm war ich dann doch nicht. Die LKs habe ich nie geschwänzt.

3. Wer war Dein*e Lieblingslehrer*in und wieso?
Von der Grundschule an alle meine Mathelehrer. Zum einen weil ich Mathe gerne gemacht habe und zum anderen weil kein einziger dabei war, der uns Mädchen vermittelt hat, dass Mädchen kein Mathe könnten. Dazu noch meine Lateinlehrer.
Insgesamt habe ich v.a. die Lehrer gemocht, die uns NICHT mit dieser unsäglichen Kumpelmasche begegnet sind. Von den Kumpellehrern hatte ich drei. Das ging gar nicht. Die konnte ich nicht ernst nehmen.

4. Und was war Dein Lieblingsfach?
Mathe, Mathe, Mathe. In der Grundschule auch Deutsch und Sachunterricht. Auch Biologie. Später (ab Klasse 9/10) dann auch Latein und Informatik. Je nach Lehrer eigentlich auch Geschichte.

5. Sind wir uns einig darin, dass Hausaufgaben einfach mal DAS ALLERSCHLIMMSTE waren? Hast Du Deine trotzdem gemacht? Hätte ich meine machen sollen?
Mit den Hausaufgaben habe ich es so gehalten wie mit dem Hingehen. Durchaus nach dem Lustprinzip. Mathe habe ich immer gemacht. Das war meine Währung fürs Abschreiben anderer Aufgaben. Was ich sehr wenig gemacht habe: Vokabeln lernen.
Ich persönlich finde Hausaufgaben gar nicht so schlimm. Gerade jetzt mit dem Perspektivenwechsel durch den midi-monsieur. Irgendwie muss sich das erlernte vertiefen, festsetzen. Das geht nun mal nur durch Übung, Wiederholung und Selbsterarbeitung. Hätten wir eine echte Ganztagsschule, hätten die Aufgaben allerdings nichts mehr zu Hause zu suchen.

6. Was war das „schlimmste“ was Du in der Schule je angestellt hast?
Ich habe mal in der Unterstufe einen Tadel bekommen, weil ich angeblich das Schulgelände verlassen hatte. Was aber nicht stimmte. Und ich das auch meinen Eltern erklären konnte und sie daraufhin sehr entspannt darauf reagierten.
Ich habe mal einen Lehrer „Schlamper“ genannt, weil er wiederholt vergessen hatte ins Klassenbuch zu schreiben, als ich Klassenbuchdienst hatte.
Was ICH nicht schlimm fand, sondern gerechtfertigt: Ich habe mal einem Lehrer auf die Finger gehauen, weil er in der 5. oder 6. Klasse an meinen Zöpfen rumgefingert hat.
Und ich habe mal einen Mitschülerin in den Arm gebissen, weil ich mich so über sie aufgeregt hatte.

7. Hast Du so außerschulisches Zeug gemacht? Sport? Chor? Ein Instrument? Ab wann? Wie war das so?
Turnen, Blökflöte, Ballett, Chor, Geige, Kunstkurse, diverse Sport-AGs (v.a. Volleyball), Trainerin Handball-Minis, Bielefelder Kinderchor, Jugendgruppe, Tanzkurs, ehrenamtliche Mitarbeit bei der Kinder- und Jugendarbeit in unserer Gemeinde (inkl. Gruppenleiter, diverser Gruppenleiter-Seminare, Jugendfreizeithelfer).
Ich habe zum Teil schon in der Kindergartenzeit (Turnen und Blökflöte) damit angefangen. Dann kam was dazu, dafür ging anderes. Bis zum Ende meiner Schulzeit war ich im Chor und ehrenamtlich tätig.
Das habe ich alles mehr oder weniger gerne gemacht. Manches halt nicht so lange durchgehalten.

8. Bin ich zu nostalgisch oder ist der Wegfall der Schreibschrift als Nonplusultra wirklich der Anfang vom Ende?
DAS ist meine Frage: Aaalso *fuchtelt mit dem Krückstock*, als wir damalsTM Schreibschrift lernen sollten, waren wir die erste Stufe an unserer Schule, die die vereinfachte Ausgangsschrift lernen sollte. Eine grauenhafte, total unrunde und unflüssige Schrift. Ich kannte die „schöne“ Schreibschrift von meiner Mutter, die eine tolle Handschrift hat, und wollte auch (wenigstens ansatzweise) so schön schreiben können wie sie. Also habe ich meinem Lehrer gesagt, dass ich die „neue“ Schrift nicht lernen wolle sondern die „alte“. Daraufhin sollte ich zu einer bestimmten ersten Stunde kommen, in der unsere türkischen Mitschüler Deutschergänzungsunterricht hatten, und mich dazusetzen und er (der Lehrer) würde mir dann Übungsblätter für die alte Schrift geben. Allerdings hatte er nicht bedacht, dass ich in dieser ersten Stunde eigentlich Religion hatte. Und während ich fleißig schöne runde und geschwungene Schreibschriftbuchstaben übte, sammelte ich die erste unentschuldigte Fehlstunde meines Lebens (danach ging’s bergab, s. 2). Ich habe trotzdem die alte Schreibschrift weiter geübt. Das einzige, was ich aus der vereinfachten Ausgangsschrift übernommen habe, ist das kleine z.
Der midi-monsieur lernt nur noch eine Grundschrift – allerdings nicht auf einfach oder unliniertem Papier. Ich sehe das pragmatisch: Es ist halt so. Sollte er Schreibschrift lernen wollen, gibt es da sicherlich Mittel und Wege. Ich habe es ja auch gelernt.

9. Fünf praktische Fähigkeiten, die wir dem Muckel und dem Lütten noch vermitteln sollten, bevor sie erwachsen werden? (Außer Schreibschrift…)
– warten können (in der Gruppe, aber auch Geduld mit sich selbst)
– die richtige Benutzung eines Radiergummis (im besten Fall gar nicht)
– sich den nicht den Spaß an der Sache (durch Personen und oder Umstände) verderben lassen
– Fahrrad fahren
– Grundlagen der Haushaltsführung
Keine Fähigkeiten, aber wichtig: dass ihr als Eltern immer hinter ihnen steht; dass sie werden können, was sie wollen.

10. Was lernst Du gerade?
Dass der Tag nur 24 Stunden hat. Wenn es anders wäre, hätte ich nämlich schon längst mit meinem Schwedisch-Selbstlern-Buch angefangen oder mich für Pädagogik eingeschrieben. Allerdings ist beides noch nicht vom Tisch.

11. Und was kannst Du Abgefahrenes, was ich auch können sollte (hab Erbarmen und sag jetzt nicht „Kommaregeln“)?
Hihi, Kommaregeln kann ich tatsächlich recht gut. Muss ich aber auch von Berufs wegen. Ich finde, ich kann nichts „Abgefahrenes“, obwohl sicherlich viele Biochemie so empfinden. Aber das kann ich ja keinem aufdrängen.
In Bezug auf Lernen und Kinder scheint es derzeit „abgefahren“ zu sein, seinem Kind Selbstständigkeit zuzutrauen. Es machen lassen. Ihm einen Wohnungsschlüssel anvertrauen. Ihn allein einkaufen schicken.

Dieses Stöckchen bleibt nun hier liegen. Wer die Fragen so toll findet wie ich, kann es gerne mitnehmen.

Backfisch

Es fing Anfang Mai an. Ich „erblühte“. Also insbesondere meine Stirn. An die Pigmentflecken (naja, eher den einen Pigmentflatschen) hatte ich mich ja gewöhnt. Warum auch immer finde ich sie nicht schlimm. Aber dass ich auf meine alten Tage auf einmal eine veritable Akne entwickelte, fand ich gar nicht lustig. So pickelig war ich nie als Teenager. Sehr störend und unangenehm. Und backfischjung fühlte  ich mich damit auch nicht.

Was war los? Ich hatte doch nichts geändert: Morgens reinigte ich mein Gesicht mit einem Wasch-Peeling, reinigte ggf mit Gesichtswasser nach, Augenroller, Tagescreme. Make-Up ist ja schon seit Jahren sehr minimalistisch: Concealer, Puder, Augenbrauen, Wimperntusche. Ich schminkte mich (noch) weniger, reinigte noch pingeliger die Haut, benutzte täglich Gesichtswasser, besorgte mir dafür extra Clera*il, tauschte den Puderquast (was ich eh regelmäßig mache) und benutzte gelegentlich abends Zinksalbe statt Nachtcreme. Es wurde besser. Etwas. Besonders über Nacht. Ich hatte schon die doofen Hormone in Verdacht. Wollte zum Hautarzt. Doch bei mindestens vier Monaten Wartezeit nicht sonderlich effektiv und als Notfall fühlte ich mich mit meinen Tattoo in Blindenschrift dann doch nicht.

Was hatte (s)ich geändert? Kurz bevor es anfing, musste ich mir neue Gesichtspflege (Waschgel, Cremes) besorgen. Die Cremes waren die gleichen wie zu vor, nur dass die Tagescreme nun LSF30 statt 15 hatte. Und ich hatte neues Waschzeug: für morgens eines mit Peeling und für abends eins ohne. Beide von einer anderen als der bisherigen Marke.

Und weil es abends ja immer besser wurde, wusch ich mich nur noch mit dem Nicht-Peeling-Zeug. Tadaa! Mittlerweile bin ich wieder pickelfrei – quasi prebackfisch glatte Haut.

(So eine heftige Hautreaktion hatte ich bislang noch nie auf irgendwelche Pflegeprodukte.)

Es allen recht machen

Das kann man mir vermutlich nicht nachsagen, dass ich versuche, es allen recht zu machen. Wobei ich es Menschen, die ich mag, wirklich gerne recht mache. Ich weiß auch, wann es auf beruflicher Ebene geboten ist, es recht zu machen, denn die Diskussion zu suchen.

Aber ich habe es aufgegeben, in großen Gruppen einen absoluten Konsens herbeiführen zu wollen. Selbst in kleinen Gruppen habe ich selten Lust, auf alle Animositäten einzugehen.

Und so war es klar, dass sich nach dem Klassentreff heute zwar 12 Familien/ Eltern positiv äußerten, aber diese einen …
… nicht mit der Platzwahl (fürs Picknick) zufrieden waren
… es unmöglich fanden, dass die Lehrerin lieber bei ihrem kranken Kind sein wollte als zu uns zu kommen
… sich hinter meinem Rücken beschwerten, dass ich im Vorfeld „Verhaltensregeln“ aufgestellt hatte
… sich nicht einbrachten und
… grußlos gingen

… beim nächsten Termindoodle sicherlich nicht Prio1 haben werden.

Wilde Jungs

Seit ich den midi-monsieur heute von seinem Französisch-Unterricht abgeholt habe, habe ich diesen 1980er-Jahre-Ohrwurm von DuranDuran. Was an sich nicht schlimm ist; bin ich doch ein Kind der 1980er. Schlimm bzw. zum Aufregen ist allerdings der Auslöser.

Die Lehrerin, eine – allem Anschein nach französische – Mutter mit ihrer Tochter, der midi-monsieur und ich standen zusammen. Es ging um die Fortsetzung des Kurses nach den Ferien. Wer den weiter dabei sei, fragte die Kursleiterin. Die andere Mutter druckste zunächst etwas rum. Ja, eigentlich würde es ihrer Tochter ja Spaß machen. Aber, und sie guckte dabei zu meinem Kind, ob es nicht möglich sei, wenn sich genug Kinder anmelden würden, eine zwei Gruppen einzurichten. Eine für die Jungs und eine für die Mädchen. So viele Anmeldungen gebe es für gewöhnlich nicht, antwortete die Lehrerin und fragte, was denn das Problem sei. Ihrer Tochter sei es zu oft wild und sie würde nicht richtig lernen können. Ich dachte, ich hör nicht recht und bevor ich antworten konnte, denn der Blick ging erneut zum midi-monsieur, entgegnete die Lehrerin: Dass es ja in der Gruppe darum ginge, Französisch deutlich spielerischer als in der Schule zu vertiefen. Und dass die Gruppe sehr gut zusammen arbeiten würde. Und dass es da sicherlich Kinder gibt, die extrovertierter als andere seien – ihr Blick ging vom midi-monsieur zu dem Mädchen -, aber das diese Kinder auch viel zum „Unterricht“ beitrügen, weil sie einfach auf Französisch reden und dadurch die anderen animieren würden – wieder ging ihr Blick vom midi-monsieur zu dem Mädchen. Und wenn es wirklich ein Problem mit einem Kind gäbe, weil es stört und „zu wild“ sei, dann würde sie auch mit den Eltern reden. Aber das wäre in dieser Gruppe nicht nötig.

Es trat eine kurze beredete Stille ein und ich war kurz davor nachzutretensetzen, dass sie ihr Kind vielleicht weniger püppig erziehen sollte und dass sie im Leben voraussichtlich auf noch wilder Kerle stoßen wird als den midi-monsieur. Aber letztlich waren die Ausführungen der Lehrerin mehr als ausreichend, um das Thema zu beenden.

Melone

Seit ein paar Wochen sieht man mich regelmäßig im Supermarkt Wassermelonen abklopfen. Die „Gelehrten“ streiten sich, ob man damit wirklich raushören kann, ob die Melone gut ist oder nicht. Aber es ist nun mal mein Tick und bislang hatte ich kein Pech damit.

Es fing damit an, dass sich der midi-monsieur, als gerade die ersten Wassermelonen zu sehen war, welche wünschte. Und seitdem haben wir eigentlich jeden Tag Wassermelone da. Aber nur Wassermelone, denn sonst mag ich nur Cantaloupe-Melonen, aber die sind selten gut und dann zu teuer. Und das praktische an Melonen ist ja, dass sie dafür sorgen, dass noch zusätzlich Flüssigkeit ins Kind und in mich kommt.

Doch wie schneidet man Melonen?! Als Kind bekamen wir Schnitze aus der ganzen Melonen geschnitten, die wir ausknabberten. Das endete immer ziemlich klebrig und zugetropft. Irgendwann später trennte ich bei diesen Schnitzen das Fruchtfleisch von der Schale und schnitt das Rote dann in Stücke. Das war aber fürs Kind eher suboptimal. Also schnitt ich schmalere Schnitze und die dann wiederum mit der Schale in Stücke. So hatte das Kind was zum Anfassen. Da ich derzeit oft Mini-Melonen habe, schneide ich diese in Scheiben ab und viertele die Scheiben.

So kann man die Melone auch gut in optimale, „mundgerechte“ Stücke schneiden. So wie man sie braucht, wenn man Melonen-Schafskäse-Salat machen will. Das ist nämlich neben Melone pur auch sehrsehr lecker. Angeblich soll man Wassermelone ja auch grillen können.

Anders

Ich liege auf meinem Sofa. Irgendwas stimmt nicht. Oder besser ausgedrückt: Irgendwas ist anders. Ich liege und schaue mich um. Kissen wie immer. Gut, der Überwurf ist etwas knüddelig. Hmm, nein, das ist es nicht. Es ist subtiler. Es ist nicht unangenehm, aber es irritiert mich.

Ich setze mich auf. Jetzt ist es wieder anders. Wieder normaler. Mehr wie immer. Ich stehe auf, hole etwas, lege mich wieder hin.

Da ist es wieder dieses Anders. Doch was?!

Dann fällt es mir auf: Es riecht anders da, wo mein Kopf liegt. Aber warum?! Ich schnuppere. Es ist nicht unangenehm. Recht herb. Fast wie ein Männerparfüm.

Ich habe den Geruch in der Nase und überlege, woher er kommt. Mein Parfüm ist es nicht. Der midi-monsieur nutzt auch keins. Und der Kv riecht anders.

Ich kenne den Geruch, aber vertraut ist er nicht wirklich. Und dann geht es mir auf: Die Babysitterin muss an dieser Stelle auf dem Sofa gesessen haben.

Das Internetz vergisst nichts

Frau Novemberregen dröselte anhand ihrer Amazon-Bestellhistorie ihr Leben auf. Das fand ich sehr spannend. Und da dachte ich: Das mach ich auch mal.

Meine erste Bestellung fand Ende 1999 statt. Das Jahr, in dem ich mit dem Biochemie-Studium anfing. Entsprechend habe ich zwei Bücher zur physikalischen Chemie bestellt.

2000: 4 Bestellungen, davon enthielten zwei wiederum Bücher für Studium (organische Chemie und Genetik), einmal das Philadelphia-Tortenbuch (das habe ich nicht mehr, aber damals war das der totale Hype… als bräuchte man dafür ein Buch ^^) und einmal habe ich drei CDs bestellt, von denen zwei wohl für den Ex waren und eine (Bravo Hits 28) für vermutlich mich, aber die habe ich nicht mehr.

2001: 5 Bestellung, darunter waren zwei Geschenke, ein Buch über den Bhuddismus (für mich, hab ich aber nicht mehr), der Bandits-Soundtrack (hab ich noch), ein Buch fürs Studium (DER Lodish). Sehr interessant: Spanisch-für-Anfänger-Lehr- und -arbeitsbuch. Und ich habe keine Ahnung, warum ich das bestellt habe. Vermutlich habe ich tatsächlich versucht, das Uni-Angebot zum Sprachenlernen zu nutzen und mich für einen Spanisch-Kurs eingeschrieben. Anders kann ich es mir nicht erklären.

2002: 4 Bestellung. Zwei mit jeweils zwei Büchern fürs Studium, einmal drei CDs (Toten Hosen, eine davon habe ich noch, zwei davon sind Scheidungskinder) und eine DVD (The Virgin Suicides)

2003: wieder 4 Bestellungen; einmal drei Bücher als Geschenk für meine Mutter; eine Single-CD und noch eine Toten-Hosen-CD (anhand der Titel kann ich rückschließen, dass ich wohl in dem Jahr diverse Mix-Tapes (also Musikkassetten), die ich konservieren wollte, digitalisiert habe); eine weitere CD, von der ich nur vermuten kann, das sie ein Geschenk war, denn der Titel sagt mir nichts; zwei DVDs, die ich beide noch habe (und ich könnte tatsächlich mal wieder „Jenseits der Stille gucken“)

2004: Es wird mehr (6 Bestellungen) und ziemlich bunt. Ich sehe, dass sich mein Studium dem Ende zuneigte und ich Zeit für Neues hatte. Denn unter den Bestellungen waren Sprachen-Selbstlernmaterialien für Französisch (Anfänger) und Englisch (Auffrischen). Dazu ein Cevennen-Wanderführer (der vermutlich auch ein Scheidungskind ist, denn ich habe ihn nicht). Die meisten Bestellungen waren anscheinend für Weihnachten und 2004 war das Jahr der DVD-Geschenke, denn von den bestellten zwölf habe ich nur wenige bei mir und kann mich auch nicht erinnern, die anderen je besessen zu haben.

2005: 7 Bestellungen, darunter 5 CDs (alle für mich), Kinderbücher als Geschenke für die Nichten, zwei DVDs für mich und eine als Geschenk. Es ist auch zu erkennen, dass es das Jahr ist, in dem ich angefangen habe, in der PR zu arbeiten: zwei Bücher zum Thema sowie ein Photoshop-Kompendium.

2006: 5 Bestellungen, recht langweilig. 2 CDs, 3 Bücher, diverse Bücher als Geschenke und einen Geschenkgutschein für eine damalige Kollegin. Interessant: zum ersten Mal ein Steuererklärungsprogramm (die Jahre davor hatte ich aber auch schon digitale Unterstützung in Form einer Sicherung des Programms meines Vaters auf meinem Rechner).

2007: Sprunghafter Anstieg der Bestellungen (13) und sehr aufschlussreich, vor allem wenn man weiß, dass das das Jahr war, in dem ich mich von meinem damaligen Mann getrennt und später (!!!) den Kv kennengelernt habe. 10 Musik-CDs, die ich alle noch habe, diverses Material zum Französisch-Selbstlernen (diesmal hat es ja geklappt), Bücher für mich (PR, böse Pharmaindustrie, Belletristik), Weihnachtsgeschenke, zweimal das gleiche Buch (einmal für mich (hab ich auch noch), einmal wohl als Geschenk), Steuererklärungsprogramm, Rilke-CDs und das Buch „Wer bin ich? 777 indiskrete Fragen“ (ich hatte da so eine vermeintlich tiefsinnige Phase).

2008: Nur zwei Bestellungen. Es ist zu erkennen, dass es da Jahr ist, in dem der Kv mit dem Hund bei mir einzog. Zum einen haben ich nämlich einen Frankfurt-Rhein-Main-Atlas bestellt und zu anderen zwei Bücher über Hundeerziehung (hat nur so mäßig gefruchtet).

2009: Tadaaa, der mini-monsieur ist da. Entsprechend sind drei meiner vier Bestellungen geprägt: Kinderbücher, Kinderlieder-CD, die Babybett-Matratze (die ich eigentlich offline kaufen wollte, aber es partout nicht ging), ein Buch über Kinderkrankheiten (das ich immer noch habe und – wenn man die Glaubuli-Absätze ignoriert – wirklich gut ist) und eine kleine Kompaktanlage (quasi fürs Kind, da meine Anlage etwas speziell ist).

2010: 9 Bestellungen. Kinderkram, Kinderkram, Kinderkram, zwei Homöopathie-Bücher (ob ich sowas verschenkt habe?! vermutlich postnatale Hormone/ Amnesie), Geschenke (v.a. Mangas für die Nichten), einen Drucker und mal wieder ein Steuererklärungsprogramm. Und eine DVD „Fit mit Baby“, die ich wohl hochmotiviert für mich bestellt habe…

2011: Viele der 10 Bestellungen waren Geschenke. Ansonsten Kinderkram (Bücher, Spielzeug fürs Kind – vieles auch Geschenke). Für mich waren 6 Bücher, eine CD, ein Set Gegenlichtblende mit UV-Filter für meine Kamera und – tadaa – das Steuererklärungsprogramm. Interessant ist das Nokia 1616. Der Bestellzeitpunkt lässt nicht auf ein Geschenk schließen. Ich habe das aber auch nie benutzt.

2012: Die bisher meisten Bestellungen (14). Einige Geschenke. Viele Bücher fürs Kind, darunter auch Kinderbücher zum Thema „Umzug“, denn in diesem Jahr sind wir nach HH umgezogen. Schnullerentwöhnung und Entwindelung waren wohl auch Themen.
Aha, den Geburtstagskerzenkranz habe ich wohl doch nicht schon zum ersten Geburtstag des midi-monsieurs gehabt, den habe ich erst 2012 bestellt. Ansonsten habe ich mir einen Laptop (herrje, das schmerzt jetzt… Die Leiche liegt hier auch noch rum) und im Namen meiner Eltern mein Geburtstagsgeschenk (Telezoom-Objektiv mit Gegenlichtblende und Köcher) bestellt.

2013: 12 Bestellungen. Man sieht, dass wir wieder zurück nach Ffm gezogen sind, denn es gab die Wandaufhängung für den Fernseher und ein neues Wischsystem-Set (beides noch in Gebrauch). Am Anfang des Jahres war das Kind auch trocken geworden – zwei Molton-Auflagen zeugen davon. Ansonsten gab es 5 CDs für mich, ein paar Geschenke für andere. Die restlichen Bestellungen waren fürs Kind: Boxsack und Tauchset, Bücher und diverses Zubehör für die Ritter-Drachen-Party.

2014: Nach 29 Bestellungen sind der Versender und ich quasi per Du. Es ist das Jahr, in dem ich auf Kur war (Wanderkarte von Bodenmais, die beiden „berühmten“ Bücher und eine CD für Progressive Muskelentspannung) und mich vom Kv getrennt habe (Kinderbücher über Trennungen). Interessanterweise haben wir uns davor noch teure Geschenke gemacht: Unterwasser-Kamera für ihn und er mir wohl meinen Blitz, worauf die Bestellung der Akkus schließen lässt. Für mich gab es zwangsweise einen neuen Laptop (s. 2012) und entsprechende Software (Office und Photoshop Elements). Auch habe ich noch zwei weitere Moltonauflagen bestellt (so schlimm war das doch gar nicht mit dem Kind).
Ich habe wohl auch den Smart-TV (endlich) ans Internet angeschlossen und den Prime-Service installiert, denn ich habe rein digital die komplette Box „Es war einmal das Leben“ fürs Kind gekauft.
Weil der midi-monsieur zum ersten Mal auf einer Demo mit war, habe ich im Vorfeld ein bisschen kindgerechte Literatur zum Thema Demokratie/ Politik besorgt. Vieles von dem, was ich für den Geburtstag von Kind brauchte, habe ich auch bestellt: Geschenke, aber auch ein Tipi.
Nach der Trennung habe ich meine Musik etwas umgestellt und mir 10 neue CDs (erstmals einige nur als MP3) gegönnt. Und wie das so ist nach Trennungen: Man will was für sich tun und so, also gab es Hanteln und eine Sport-DVD (die aber meine Knie nicht so witzig fanden). Ansonsten noch Geschenke für diesen und jenen.

2015: 39 Bestellungen – wow. Der Saugroboter (im Namen meiner Eltern), eine neue Kompaktanlage (ich dachte erst für mich, weil die Anlage muckte, aber dann bekam sie das Kind, weil seine nicht mehr CDs abspielte), eine neue elektrische Zahnbürste, ein neues Telefon, ein neuer Drucker, Klemmlichter fürs Rad, eine neue Küchenmaschine, ein Pizzastahl (im Namen meiner Eltern), Rotweinkelche (weil ich für das Weihnachtsdinner nicht genug hatte). Ich habe auch endlich die Halos gegen LEDs ausgetauscht. Dreimal habe ich bunte Farbe für die Haare und noch 6 CDs gekauft.
Die restlichen Bestellungen waren entweder Geschenke fürs Kind oder andere, oder für die zwei Großevents des Jahres: Experimente-Geburtstag (u.a. die „bösen“ Chemikalien) und Einschulung.

2016: Bislang 15 Bestellungen, davon viele für den Geburtstag vom midi-monsieur, ein bisschen Musik, „Bücher“ für den Kindle, Haarfarbe, Babyfüße und einen Gemüsenudelschneider.

Vorgaben

Gerade versuche ich als Elternbeirätin einen Termin für ein Klassentreffen vor den Ferien zu finden. Und wie das so ist mit 20 Schüler*innen gibt es potentiell 40 Terminmeinungen. Ich erstellte einen Doodle, in den sich natürlich nicht alle eintrugen, dafür andere etwa achtmal ihren Eintrag änderten. Und das Resultat waren zwei Termine, die mit gleicher Stimmenzahl präferiert wurden. Wobei ich parallel Nachtichten bekam à la „Der Termin am x. geht auf gar keinen Fall. Ich bitte das zu berücksichtigen.“ Joah, alle bekommen wir eh nicht unter einen Hut. Zumindest nicht so „kurzfristig“ – ist ja auch alles relativ. Ich legte den früheren Termin dann fest.

Nun ist das Wetter ja immer noch nicht so wirklich sommerlich. Es soll zwar schöner werden, doch wann genau, weiß man ja nicht. Und wir wollen uns ja zu einem Picknick treffen. Also überlegte ich, ob wir nicht doch den späteren Termin nehmen und befragte die Eltern noch einmal zu diesen beiden Terminen. Resultat das gleiche. Also bleibt es bei dem früheren Termin.

Mit dem großen „Problem“, dass wir seit heute wissen, dass Deutschland an dem Tag bereits um 18h00 spielt. Ich bin ja mal gespannt, ob immer noch alle, die diesen Tag bevorzugt haben, kommen.

Das nächste Mal mache ich vielleicht einfach eine Vorgabe. Dieser blöde basisdemokratische Mitentscheidungsmist taugt doch nichts.