Holland-Gedanken

Es hätte mir ruhig wer sagen können, dass Stroop Rübenkraut/ -saft ist. Ich war bis gestern Abend der festen Überzeugung, es sei profaner Karamellsirup und wunderte mich, warum es auch zu herzhaften Pannenkoeken gereicht wird.

Wer sich über die Regelungswut der Deutschen aufregt, sollte mal in den Dünen Noord-Hollands gucken, wie dort fein säuberlich Fahrradfahrer, Mountainbiker, Fußgänger, und Reiter von einander getrennt werden. Autofahrer kommen quasi nicht vor.

Da die Niederländer ja so gut Deutsch können, habe ich es gerade mal geschafft „Dank u well“ zu lernen. Das finde ich sehr ärgerlich.

Das gute Deutsch führte auch dazu, dass ich meist meine Fragen mit „Darf ich Deutsch sprechen?“ eingeleitet habe und es gar nicht erst auf Englisch probiert habe.

Ich habe immer noch kein Kibbeling probiert und Frikandel auch noch nicht. Dafür Krokett und Bitterballen, was ja gewissermaßen das Gleiche ist – abgesehen von der Form. Zusammen mit zwei Portionen Frietjes ist dann aber auch mein Bedarf an Frittiertem für die nächsten Monate wieder gedeckt.

Ich finde „unsere“ Gegend – also aan Zee – wirklich perfekt für einen Kurz- oder auch mal mittellangen Urlaub. Aber es hat kein Sehnsuchtspotential wie die Bretagne für mich.

Bergen aan Zee ist deutlich schöner als Egmond aan Zee. Allein die Egmonder Bettenburgen, die man von Bergen aus sehen kann, schrecken ab. Und im Urlaub brauche ich keine übermäßige Infrastruktur in Form einer Einkaufsstraße.

Das wirklich Schöne am Radfahren durch die Düne ist ja, neben der Natur und den nicht vorhandenen Autos, dass die Steigungen selten wirklich so lang sind, dass sie anstrengend werden. Stattdessen gibt es ein entspanntes Auf-und-Ab – „Achterbahn“, wie der midi-monsieur es nennt.

Die erhaschten Blicke auf die Mountainbikestrecken und der Geschwindigkeitsrausch vom Kind beim Bergrunterfahren lassen die Idee festigen, dass er zum 8. Geburtstag ein kleines mittelgroßes Mountainbike bekommt.

Wäsche, Schuhe für zwei Personen für fünf Tage sowie Kulturbeutel und meine Kamera mit Ersatzobjektiv und Stativ (das ich nicht benutzt habe) passen in einen mittelgroßen Koffer.

Warum ich allerdings keine Sandalen mitgenommen habe bei einem Urlaub am Strand, kann ich nicht mehr nachvollziehen.

Und dafür, dass ich die Radhose wieder ausgepackt habe, könnte ich mich auch in den Hintern beißen. Naja, freut sich der Wolf über Zinksalbe.

Ich habe mir soeben die Feiertage 2017 rausgesucht und brüte darüber, für welches lange Wochenende ich jetzt schon mal buche.

Ein Gedanke zu „Holland-Gedanken

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