Dienstleister

Dienstleister zu sein ist elementarer Bestandteil meines Jobs. Durch die Selbstständigkeit bin ich sogar Dienstleisterin von Dienstleister. Ich finde das nicht schlimm. Ich habe mich immer bewusst gegen eine Karriere auf Kundenseite entschieden.

Wer in meinem Bereich arbeitet, sollte sehr stressresistent und auch in der Lage sein, vieles nicht so wichtig und vor allem nicht persönlich zu nehmen.

Was ich mir aber gar nicht erst angewöhnt habe über all die Jahre, ist, dem Kunden gegenüber den Bückling zu machen. Ich habe kein Problem damit Feuerwehr zu spielen, schnell zu liefern und dafür – gerade jetzt in der Selbstständigkeit – auch mal nachts zu arbeiten. Ich erwarte keine überschwänglichen Lobeshymnen für solche Aktionen, aber es sollte gesehen werden.

Was allerdings viele Kunden bei allem Engagement nicht vergessen dürfen (und es ab und zu tun), ist, dass da Menschen „auf der anderen Seite“ sind, die mit viel Wissen und Leidenschaft das Beste für ihre Kunden erreichen wollen. Dass diese Menschen „normale“ Menschen sind, die Schlaf brauchen, die Nerven haben, die auch – man höre und staune – auch einfach ein Leben haben.

Und wenn der Kunde dann den Dienstleister als Fußabtreter „missbraucht“ und sich an kleinsten Kleinigkeiten aufhängt und zu allem Überfluss auch noch Inkompetenz und Unwissen präsentiert, dann weise ich auch mal höflich, aber sehr bestimmt darauf hin, dass es Grenzen gibt.

Jetzt geht’s wieder.

2 Gedanken zu „Dienstleister

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