Spenden erbeten

Vielleicht ist das ja eine Idee für die eine oder den anderen unter Euch:

Schulengel-Logo-GIFMit Schulengel kann man beim Online-Einkauf gleichzeitig spenden – für eine ausgewählte Einrichtung, z.B. Schule, Verein, Kindergarten etc. Das Prinzip ist ziemlich einfach:

  1. Anstelle den Online-Shop der Wahl direkt anzusteuern, geht man auf die Website von Schulengel, dann
  2. wählt man die zu unterstützende Einrichtung aus,
  3. wählt den Online-Shop der Wahl aus und
  4. kauft ein.

Es sind einige große Online-Shops (Amazon, Ebay, JAKO-O, Otto, Expedia u.v.a.) bei Schulengel zu finden, die die Spende finanzieren. Den User kostet das ganze nichts und auch die Einkäufe kosten nicht mehr. Man muss sich auch nicht zwingend registrieren, um zu spenden.

Und wer jetzt ad hoc keine Einrichtung in der Liste hat, die sie/er „bespenden“ will, der darf gerne für die Kita, in der meine Mutter arbeitet, spenden. Direktlink

Holland-Gedanken

Es hätte mir ruhig wer sagen können, dass Stroop Rübenkraut/ -saft ist. Ich war bis gestern Abend der festen Überzeugung, es sei profaner Karamellsirup und wunderte mich, warum es auch zu herzhaften Pannenkoeken gereicht wird.

Wer sich über die Regelungswut der Deutschen aufregt, sollte mal in den Dünen Noord-Hollands gucken, wie dort fein säuberlich Fahrradfahrer, Mountainbiker, Fußgänger, und Reiter von einander getrennt werden. Autofahrer kommen quasi nicht vor.

Da die Niederländer ja so gut Deutsch können, habe ich es gerade mal geschafft „Dank u well“ zu lernen. Das finde ich sehr ärgerlich.

Das gute Deutsch führte auch dazu, dass ich meist meine Fragen mit „Darf ich Deutsch sprechen?“ eingeleitet habe und es gar nicht erst auf Englisch probiert habe.

Ich habe immer noch kein Kibbeling probiert und Frikandel auch noch nicht. Dafür Krokett und Bitterballen, was ja gewissermaßen das Gleiche ist – abgesehen von der Form. Zusammen mit zwei Portionen Frietjes ist dann aber auch mein Bedarf an Frittiertem für die nächsten Monate wieder gedeckt.

Ich finde „unsere“ Gegend – also aan Zee – wirklich perfekt für einen Kurz- oder auch mal mittellangen Urlaub. Aber es hat kein Sehnsuchtspotential wie die Bretagne für mich.

Bergen aan Zee ist deutlich schöner als Egmond aan Zee. Allein die Egmonder Bettenburgen, die man von Bergen aus sehen kann, schrecken ab. Und im Urlaub brauche ich keine übermäßige Infrastruktur in Form einer Einkaufsstraße.

Das wirklich Schöne am Radfahren durch die Düne ist ja, neben der Natur und den nicht vorhandenen Autos, dass die Steigungen selten wirklich so lang sind, dass sie anstrengend werden. Stattdessen gibt es ein entspanntes Auf-und-Ab – „Achterbahn“, wie der midi-monsieur es nennt.

Die erhaschten Blicke auf die Mountainbikestrecken und der Geschwindigkeitsrausch vom Kind beim Bergrunterfahren lassen die Idee festigen, dass er zum 8. Geburtstag ein kleines mittelgroßes Mountainbike bekommt.

Wäsche, Schuhe für zwei Personen für fünf Tage sowie Kulturbeutel und meine Kamera mit Ersatzobjektiv und Stativ (das ich nicht benutzt habe) passen in einen mittelgroßen Koffer.

Warum ich allerdings keine Sandalen mitgenommen habe bei einem Urlaub am Strand, kann ich nicht mehr nachvollziehen.

Und dafür, dass ich die Radhose wieder ausgepackt habe, könnte ich mich auch in den Hintern beißen. Naja, freut sich der Wolf über Zinksalbe.

Ich habe mir soeben die Feiertage 2017 rausgesucht und brüte darüber, für welches lange Wochenende ich jetzt schon mal buche.

Aan Zee – Tag 4

Das Kind hat sich heute selbst übertroffen:2016-05-29-17.49.52.png.pngKlar habe ich ihn hier und da mal geschoben (mit der Hand am Rücken) oder er hat sich festgehalten, damit ich ihn ziehe. Aber er hatte  – bis auf die letzten 3 km zum Tulpenland bei Gegenwind (und der hatte auch an meiner Laune gefressen) – nicht einmal genölt, sondern hatte viel Spaß bei der „Achterbahnfahrt“ („aber ohne Überkopfdrehen“) durch die Dünen. Denn zum Glück ging es einen großen Teil durch die Dünen hin und einen noch größeren Teil durch die Dünen zurück. (Klick aufs erste Bild starte die Diashow.)

Unterwegs begegnete uns ein bisschen Viechzeug … (Klick aufs erste Bild starte die Diashow.)

… bis wir an unserem Ausflugsziel, dem Tulpenland („Aber ganz Holland ist doch Tulpenland“, wunderte sich die Bedienung am Abend im Restaurant.) ankamen. Ich meine: Holland ohne Tulpen; wo kommen wir denn da hin?!
Und es war dort wirklich nett gemacht. Das Kind bekam eine kleine Ralley: Er sollte an verschiedenen lehrreichen Stationen Buchstaben suchen und aus diesen ergab sich dann einzelne Lösungsworte und zum Schluss ein Gesamt-Lösungswort. Das hielt ihn gut bei der Stange. (Klick aufs erste Bild starte die Diashow.)

Krönender Abschluss war der kleine Kattcar-Parcour, in dem er so viel Spaß hatte, dass er danach noch mit mir Blumen gucken war. (Klick aufs erste Bild starte die Diashow.)

Ach ja und Tulpen haben wir natürlich auch gesehen. (Klick aufs erste Bild starte die Diashow.)

Aan Zee – Tag 3

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Aan Zee – Tag 2

Der Tag fing mit einer kleinen Panik an: Ich fand die Fahrradschlüssel nicht. Sie waren weder in der einen Tasche noch im Rucksack. Grummel stieg in mir hoch, während ich duschte und mich fertig machte, dass ich wohl vermutlich die Schlüssel beim Autobeladen zu Hause vergessen haben musste. Ob ich sie auf den Tische gelegt hatte? Oder waren sie in dem schwarzen Hoodie geblieben, den ich an hatte? Ich ärgerte mich über mich, weil ich das Gefühl hatte, den Verbleib der Schlüssel nicht ordentlich überprüft hatte. Und darüber, dass wir wohl die Räder völlig umsonst mitgeschleppt hatte, denn die hatte ich – weil für mich klar war, dass sie bei unserer Zwischenübernachtung im Auto bleiben würden – nach dem erfolgreichen und platzsparenden Einladen miteinander verschlossen. Ohne Schlüssel, keine Räder.

Mit meiner nicht besonders rosigen Laune und einem für meine Laune etwas zu quasseligen midi-monsieur klammerte ich mich vor dem Frühstück an die letzte Möglichkeit: Die Schlüssel sind im Auto. Üblicherweise schmeiße ich Schlüssel in die Mittelkonsole – Getränke-Löcher oder Klappfach. Aber da waren sie nicht. Ich guckte auf dem Rücksitz unter den Jacken. Nix. Letzte Option: Beifahrertürfach. Und jippiiee, da waren sie, unter einer Wasserflasche. Tag bzw. Urlaub gerettet.

Also nutzten wir das gute Wetter und die noch besseren Radelbedingungen und fuhren nach Egmond aan Zee – und zurück.

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Schöne Strecke, der midi-monsieur hatte viel huiii-Spaß und wenig zu nörgeln – außer, dass die doofe Mama in einer Tour stehen blieb, um Fotos zu machen. (Klick aufs erste Bild öffnet Diashow.)

Aan Zee – Tag 1

Dieses Internet kann ja was – z.B. tolle Menschen beherbergen. Ohne das Internet und Twitter im Besonderen wären wir vermutlich „in eins durch“ aan Zee gefahren. Die tolle Tante Emma und ihren Mann und ihren Keks hätten wir dann nicht kennengelernt. Aber zum Glück gibt es ja das Internet.

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Nach einem kurzen Bauernhofbesuch und einem guten späten Frühstück starteten wir für die zweite Hälfte unserer Fahrt. Hätte mir nicht wer sagen können, dass die Niederlande eine einzige Baustelle derzeit sind?!

Aber wir sind doch noch angekommen und wurden von bestem Sonnenschein empfangen. Also schnell die Sachen aufs Zimmer und ab an den Strand.

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Es wehte gut und so war es nicht allzu warm. Barfuß gehen ging aber trotzdem – vor allem auf Massagesand.

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Hoffentlich bleibt es so die nächsten Tage.

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Sentimental

Wer mich kennt, weiß, dass ich eher so gar nicht sentimental bin. Aber …

… hachhach, heute vor 18 Jahren hatte ich ein Blind Date (naja, eher so halbblind, wenn überhaupt), das in eine Nacht-und-Nebel-Aktion überging, bei der ich Hals über Kopf 250 km mit zu ihm gefahren bin, nachdem er kurz zuvor 250 km zu mir gefahren war. Aber er musste arbeiten und ich „nur“ studieren.

… hachhachhach und wenn wir uns nicht getrennt hätten und geschieden wären, würden wir heute 15. Hochzeitstag feiern.

(Und nein, ich trauere nichts hinterher. Es war alles gut, als es war. Es ist alles so gut, wie es ist. Und wenn ich nicht um meinen besonderen Leser wüsste, dann hätte ich vermutlich gar nicht daran gedacht und darüber schreiben würde ich erst recht nicht.
Edit: Lustig ist allerdings, dass ich heute einen Großteil der Strecke von vor 18 Jahre gefahren bin. Allerdings nicht bei Nacht und Nebel, sondern zu allerbester Stauzeit.)

Verdient

Schon vor meinem letzten Urlaub hatte ich einen totalen Stresstag. Vielleicht muss das so sein, damit ich wirklich das Gefühl habe, dass Urlaub jetzt genau das einzig Richtige ist. Der midi-monsieur hat nicht nur den Brückentag frei, sondern auch den Montag danach. Das schreit ja danach, mal zusammen eine kleine Auszeit zu genießen. Wo wir doch im Sommer wohl nur bedingt dazu kommen werden. Und weil es uns letztes Jahr so gut gefallen hat in Bergen aan Zee, fahren wir da wieder hin.

Mit den Rädern, mit einer leeren To-Do-Liste und mit ganz viel Lust auf Sand, Wind und Meer. Und mit zwei Mangos geht es morgen mit einem Übernachtungszwischenstopp bei der lieben Tante Emma los.

Ich freue mich sehr: auf die alltagsfreie Zeit mit meinem Kind, auf Tante Emma und ihre Familie, auf Fisch, auf Pannenkoeken, aufs Radeln durch die Düne, auf Den-Kopf-frei-Pusten.

Keine Zeit, keine Zeit

Der Abend ging lang; es wird Sommer. Es war 21h45 als der midi-monsieur nach dem Vorlesen endlich im Bett war und ich endlich meine To-Do-Liste abarbeiten konnte: Wäsche abhängen und falten, Anziehsachen vom midi-monsieur für morgen raussuchen, seine Aikido-Sachen parat legen, Bad putzen, Wohnzimmer vom Arbeitswust befreien, Businesskasper-Dress raussuchen, die Wäsche nachschleudern, Müll rausbringen, Spülmaschine ausräumen, Spülmaschine einräumen, Unterlagen drucken, Tasche für morgen packen, Wäsche aufhängen, Maschine für morgen programmieren, schlafen gehen und um 5h15 morgen aufstehen, um 6h00 kommt die Babysitterin für den Frühdienst, denn um 6h50 muss ich im Zug sitzen.

Spargel-Curry

Nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen veganes Essen, aber ich habe was gegen diese fundamentalistische, missionarische Haltung der Veganer. Und besonders affig finde ich diese drölf Millionen Ersatzprodukte wie Analogkäse oder die aussehen wie Fleisch und so benannt werden („Veganer Fleischwurstring“).

Wie auch immer: Heute habe ich vegan gekocht. Versehentlich. Naja, eher ungeplant. Lecker war’s. Und einfach ging’s:

Zutaten
– Spargel (in meinem Fall 320 g)
– Champignons (in meinem Fall 6 mittelgroße)
– TK-Erbsen (in meinem Fall einen tiefen Teller voll)
– Kokosmilch (in meinem Fall 1 Dose)
– Kartoffeln (meine restlichen)

Zubereitung
1. Kartoffeln schälen, klein schneiden und kochen (aufpassen)
2. Spargel schälen und in Stücke schneiden (ca. 3 cm)
3. Pilze scheiden (mundgerechte Stücke)
4. Spargel in einer Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten, etwas schmurgeln lassen
5. Pilze zugeben
6. Kokosmilch zugeben
7. auf Null drehen
8. mit gelbem Curry, Salz und etwas Zucker würzen
9. TK-Erbsen zugeben
10. zusammen mit den Kartoffeln servieren

img_20160522_192233.jpgDas war richtig, richtig gut!