Die Leisereitung*

FrüherTM, also in meinem Fall vor Kind, gab es regelmäßig Hühnerwochenende, also Wochenenden unter uns Mädels. Ich überlege, wann das angefangen hat. Wenn ich es richtig rekapituliere, dann fing es mit dem ersten – und lange einzigem – Jungesellinnenabschied an. Danach fuhren wir mindestens einmal im Jahr zusammen zur Freundin in die Schweiz. Dann war ich irgendwann schwanger, hatte danach ein Baby und halt auch den eifersüchtigen Franzosen.

So kam es, dass ich erst nach der Trennung wieder dabei war. Mittlerweile hatten sich die Modalitäten geändert: Städtetrips. 2014 waren wir zusammen in Kopenhagen. Letztes Jahr gab es keinen expliziten Städtetrip, aber wir hatten ja einen Junggesellinnenabschied (in der Schweiz) und haben uns aufgrund der Hochzeit auch mehrfach gesehen.

Für dieses Jahr kam irgendwann die Idee auf, zusammen nach Paris zu fahren. Und irgendwie bin ich da mal wieder in was reingerutscht: Früh im Jahr drängte ich auf Terminfindung, da ich alleinerziehend mit Kind am unflexibelsten bin ggf. am meisten organisieren müsste. Danach trieb ich die Hühner an, dass wir uns möglichst zeitnah für eine Unterkunft entscheiden und weil ich Paris am besten (ich sag nur einäugiger König) kenne, durchforstete ich airbnb in den von mir empfohlenen Vierteln. Wir einigten uns auf eine nach Fotos und Bewertungen wohl ziemlich hoffentlich tolle Wohnung. Weil ich Dita von Teese auf Instagram folge und eine interessante Doku übers Crazy Horse gesehen hatte, schlug ich vor, eben dort einen Abend zu verbringen. Vorschlag wurde angenommen, Tickets sind reserviert. Letztens habe ich auch Vorab-Tickets für einen abendlichen Besuch des Eiffelturms gebucht. Und wie es sich für eine gute Reiseleitung gehört, habe ich für vier von uns fünf auch bereits die Bahnreisen gebucht. Und weil wir so schön früh dran sind, bekamen wir günstige Erste-Klasse-Tickets sowohl für die Hin- als auch die Rückreise. (Ich empfehle allen, die mal in die Hauptstadt der Grande Nation reisen wollen, auch immer bei der französischen Bahn zu gucken.)

Da nun alles Grundlegende organisiert ist, geht es nun in die Feinjustierung:

Wer hat noch ultimative Paris-(Geheim)Tipps? Restaurant-Empfehlungen?

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* Jajaja, ich bin mir für kein schlechtes und vor allen Dingen uraltes Wortspiel zu schade.

7 Gedanken zu „Die Leisereitung*

  1. Na, geheim ist das nicht, aber man kann sehr schön Tee trinken bei Mariage frères im Marais. Oh, und mein Lieblingsspaziergang: vom Institut du Monde Arabe an der Seine Richtung Notre Dame. Und: früher (schrecklich lange her), da gab es diesen Bus, der von Montmartre nach Süden eigentlich an sehr vielen schönen Ecken vorbei fährt (Nummer weiß ich nicht mehr, kann ich suchen). Da kommt man vorbei am Louvre, den Grands Boulevards, dem Hôtel de ville und durchquert das Quartier Latin bis Denfert Rochereau. Sehr beeindruckend fand ich auch China Town. Da war ich aber mit Einheimischen und habe keine Ahnung mehr, wie wir da hingekommen sind… Viel Spaß!

  2. Falls jemand unbedingt die handyhochhaltenden Massen vor der Glasscheibe der Mona Lisa sehen möchte und die Schlangen zu lang sind: Der Pyramide den Rücken zudrehen, rechts und links vom Triumphbogen gehen Treppen hinab zur „Carrousel du Louvre“-Mall mit Übergang ins Museum. (Bei der Schlussszene von „Da Vinci Code“ unter der Pyramide stelle ich mir jedes Mal kichernd die verzweifelten Versuche des armen Kameramenschen vor, nicht den Apple-Store oder Printemps mit zu erwischen.)

  3. Pingback: Vorfreude | Groß-Stadt-Ansichten

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