Dumm gelaufen

Heute war ich beim Friseur und weil ich davor nichts frühstücken wollte, hatte ich nur ein Brötchen, das ich mir auf dem Weg zu ebendiesem zusammen mit einem Kaffee geholt hatte. Insgesamt saß ich dreieinviertel Stunden beim Friseur und war recht ausgehungert, als ich dann wieder zu Hause war. Allerdings habe ich mich zu Hause erst noch um dies und das gekümmert, bis ich mir endlich überlegte, dass ich mir doch mal was besorgen sollte.

Ich besorgte mir etwas Brot. Und ja, auf dem Weg zurück – gerade mal 200 Meter – guckte ich auf mein Handy. Ich machte eine Schritt vom Bordstein und fand mich umgehend mit großen Schmerzen am linken Knie und vor allen Dingen rechten Knöchel zwischen Bordstein und einem parkenden Auto liegend wieder. Zunächst sehr kläglich wimmernd und nachdem ich mich etwas gesammelt hatte und auf dem Bordstein saß auch heulend. Ja, die Schmerzen waren groß.

Eine Passantin kam auf mich zu und noch eine. Beide waren sehr hilfsbereit: standen mir bei, als ich versuchte aufzustehen und die eine brachte mich bis zur Haustür. Ich humpelte sehr leidend in die Wohnung und beschaute mir erstmal das Drama.

Die Schmerzen waren nicht lustig. Ich suchte mir was zu kühlen und legte mich aufs Sofa und schälte mich etwas umständlich im Liegen aus der kaputten Jeans. Das Knie sah nicht sonderlich gut aus. Der Fuß schien aber nicht wirklich angeschwollen zu sein. Aber er tat sehr weh.

Nachdem ich endlich was gegessen hatte, hüpfhumpelte ich durch die Wohnung auf der Suche nach Dingen, mit denen ich mich verarzten konnte.

Also musste ein fester Verband für den rechten Fuß reichen. Für die doch recht große Schürfwunde am linken Knie musste ich mir aus zwei Pflasterstreifen ein großes Pflaster basteln. Nee, das war alles nicht so klasse und der Fuß fand hochlegen auch nicht so lustig. Außerdem warteten drei Körbe Wäsche aufs Aufhängen. Da Laufen jetzt aber auch nicht ging, kam ich auf die Idee, dass ich ja den rollenden Bürostuhl nehmen könnte. Zum Glück wohnen wir Parterre, sodass ich keinen mit dem Gerolle auf dem Laminat nerven konnte. Und so rollte ich den rechten Fuß hochhaltend und mit dem linken Fuß abstoßend durch die Wohnung und konnte die Wäsche aufhängen.

Als ich gerade fertig war, kam auch schon das Karaoke-Taxi. Denn heute war Karaoke und da ich nicht mit den Fuß singe, sprach ja nicht viel dagegen.

Und was soll ich sagen: Ich habe beim Singen brav den Fuß hochgelegt und die Bass-Vibrationen scheinen Elektro-Therapie-Wirkung zu haben. Dem Fuß geht es nicht gut, aber besser als noch vor sechs Stunden.

2 Gedanken zu „Dumm gelaufen

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