Lesung

Hörbücher sind ja ein Grauß für mich. Jemandem dabei zuzuhören, wenn er ein Buch vorliest, macht mich wahnsinnig.

Keine Ahnung also, wieso ich mir total spontan ein Ticket für die Sarah-Kuttner-Lesung in Frankfurt besorgte. Aber warum auch nicht mal was Neues probieren.

Ich weiß gar nicht mehr, ob ich die Leseprobe zum Buch „180° Mehr“ schon vorher ausgelesen hatte.

Heute hatte ich schon Befürchtung, ich könnte nicht hingehen. Musste ich doch heute zum Zahnarzt. Aber es entwickelte sich gut. Und ich bekam sogar noch einen Text fertig.

Als die Babysitterin da war, wollte ich „noch schnell“ mein Ticket ausdrucken. Hahaha, nicht der Zahn wollte mich abhalten, sondern der Drucker. Er wollte partout nicht drucken.

Schon sehr knapp dran beschloss ich, es darauf ankommen zu lassen, das Ticket per Handy vorzuzeigen. Ich sah mich schon diskutieren.

Das Carscharing-Auto hatte ich zum Glück reserviert, fand es prompt, aber fürchtete nach ein paar Metern, es würde mich im Stich lassen. Denn es piepste die ganze Fahrt über. Aber es brachte mich zum Literaturhaus. Und fuhr mit mir auch die unnötige Schleife, weil ich keinen Parkplatz fand.

Ich war etwas zu spät. Zum Glück musste ich nicht übers Ticket diskutieren. (Hätte ich das mal vorher gewusst.) Ich huschte in den Lesungssaal. Zum Glück hatte mir die Schwimmpartnerin von Frau Novemberregen einen Platz verteidigt.

Und dann ging es auch schon los. Sarah Kuttner erzählte, las, erzählte, las, beantwortete Fragen, signierte Bücher.

image

Es war ein kurzweiliger, lustiger und unterhaltsamer Abend. Und ich bin froh, hingegangenkommen zu sein. Denn nach der Leseprobe war ich unentschlossen, ob ich das Buch ganz lesen möchte. Ich fand die Hauptfigur so anstrengend. Aber die späteren Passagen, die Frau Kuttner vorlas, machten Lust auf mehr.

Ein Gedanke zu „Lesung

  1. Ich liebe ja – ganz anders als Du – Hörbücher. Ich habe so einige Sprecher, die ich sehr mag und gerne höre, andere wieder nicht. Aber ich höre eigentlich jeden Tag. Meist bedeutet das, dass ich pro Woche ein bis drei Bücher höre. Anders würde ich das nicht hinbekommen, da ich zum Lesen Ruhe brauche und das am liebsten abends im Bett. Da stört aber den Gatten das Licht. Also: Hörbuch.

    Tagsüber kann ich hervorragend dazu alles machen, was nicht meine völlige Konzentration erfordert – schreiben und lesen geht nicht 😀 Beim Rest (von der Bildbearbeitung bis zum putzen) geht alles. Für mich auch ein Vorteil gegenüber dem Selberlesen. Ich spare Zeit 😉

    Ganz tolle Sprecher schaffen es auch, dass ich abends einschlafe. Selbst bei den spannendsten Krimis. So wie sonst, wenn das Buch auf die Brust fällt, weil man beim Lesen eingeschlafen ist. Ganz ähnlich. Nur mit Licht aus und ohne Macke an der Nase von der Buchecke.

    Was ich gar nicht mag sind Autorenlesungen. In Hörbuchform manchmal schon (so fand ich das Sternschanze von Ildikó von Kürthy erstaunlicherweise sehr amüsant), aber als richtige Lesung, in der ein Teil des Buches vorgestellt wird, fehlt mir der Zugang. Ich mag es nicht, wenn ich danach mit diesem Gefühl nach Hause gehe, als hätte ich im Restaurant von jedem Gang nur mal naschen dürfen und nicht mal die Reste mitbekommen. Da kann der Autor noch so ein Feuerwerk der guten Laune oder ein Meister des Abgrunds sein. Geht nicht. Geht gar nicht.

    Ein Buch von Kuttner ist tatsächlich auch nichts, was ich mir kaufen würde. Ich mag keine Romane, in denen persönliche Schicksale, dramatische Lebenssituationen oder traurige Familiengeschichten vorkommen. Eigentlich mag ich überhaupt keine Romane, die sich mit Problemen beschäftigen. Es sei denn, sie sind blutig. Aber da ist das Genre dann eh ein anderes.

    Wie gesagt: Ildikó von Kürthy hat mich zum Lachen gebracht – bedeutet aber nicht, dass ich noch mehr davon lesen/hören würde. Dauerhaft lustig oder zu nah an meiner eigenen Sicht finde ich mühsam.

    Und so ist jeder so herrlich anders und ich musste tatsächlich meinen uralt-Kindle (übrigens ein Kindle 4) updaten, weil er sich sonst wohl selbst zerstört hätte. Ich wollte ja einen beim RMV-Gewinnspiel gewinnen – aber da hat mein Nachbar gewonnen.

    So ein Scheiß. Obwohl: der Kindle hat eh keine Vorlesefunktion 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s