Licht aus

Egal, wo und wie ich gewohnt habe, ich habe immer sehr wenig für Strom gezahlt. Selbst mit Kind und erhöhtem Waschaufkommen haben wir zu Dritt so viel bezahlt wie ein Zwei-Personen-Haushalt.

Und ich würde noch nicht mal sagen, dass ich ein extremer Stromsparfuchs bin. Zum Advent läuft der Backofen quasi durchgehend. Ich koche und backe generell viel. Ich arbeite auch nachts und brauche da natürlich Licht. Normalerweise läuft dabei auch Musik oder der Fernseher. Auch die Waschmaschine läuft oft.

Allerdings nutze ich schon seit jeher Energiesparlampen, Fernseher und andere Standbay-Geräte sind an ausschaltbaren Mulitsteckern und werden abends vom Strom abgekoppelt und Lichter, die nicht benötigt werden, werden mehr oder weniger konsequent ausgemacht.

Daher war ich vor gut einem Jahr ziemlich geschockt, als die Stromabrechnung kam und ich eine Nachzahlung von knapp 600 Euro zu leisten hatte. Gut, das bezog sich auf 14 Monate, aber die Statistik zeigte mir, dass unser Verbrauch dem einer vielverbrauchenden vierköpfigen Familie entsprach. Und dass, wo wir ja fünf dieser 14 Monate nur zu zweit gewohnt haben. Zur Nachzahlung kam noch eine Abschlagserhöhung um 59 Prozent. Örgs.

Schnell war klar, wer dafür verantwortlich war: die Deckenspots, die Wohnzimmer, Flur, Bad, Gäste-WC und das mittlerweile Kinderzimmer beleuchten. Da steckten nämlich Halogenstrahler drin.

Ich machte mich dran, die suzessive auszutauschen gegen LED-Leuchtmittel. Den Anfang machte das Wohnzimmer: fünf Spots in zwei Schaltkreisen. Der Schaltkreis mit den drei Lampen funktionierte einwandfrei mit den LEDs; der mit den zwei ging nach einer gewissen Zeit immer wieder aus*. Nicht sonderlich praktisch, aber nicht so nervig, dass ich bereit war, die ollen Stromfresser wieder einzusetzen**.

Als nächstes war der Flur dran: vier Spots. Die nach kurzer Zeit anfingen zu flackern*. Was natürlich einen guten Nebeneffekt hatte, dass das Licht immer schnell gelöscht wurde.

Dann passierte lange Zeit nichts, bis ich endlich noch weitere LEDs besorgte. Erstmal im da noch recht neuen Zimmer vom midi-monsieur: sechs Spots verteilt auf zwei Schaltkreise. Der Test ergab, dass die eine Reihe sofort wieder ausging und die andere flackerte. Nicht gut. Aber wieder alles auf Halogen? Ich tauschte jeweils einen Spot zurück. Und siehe da: Alles lief leuchtete stabil.

Im Bad tauschte ich nur zwei der vier Spots (in einem Schlatkreis), da die LEDs anderes Licht machen und es am Spiegel zu düster geworden wäre.

„Aber wenn ein Halogenspot im Schaltkreis im diesen stabilisiert, dann versuche ich das mal im Wohnzimmer und im Flur“, dachte ich und stieg auf die Leiter. Und tadaaa: Alles leuchtet, wie es soll.

Und obwohl der Austausch der letzten Halogenspots noch gar nicht so lang her ist, hat es sich schon ausgezahlt: Die Stromabrechnung für 2015 bescherte mir eine Nachzahlung von knapp 100 Euro und eine Senkung des Abschlags um 15 Prozent. Unser Verbrauch lag auf dem Niveau eines vielverbrauchenden Drei-Personen-Haushalts.

Dann bin ich mal gespannt, wie sich das für 2016 zu Buche schlägt.

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*Ich weiß, dass es was mit dem Transformator für die Halogenspots, Spannung und so zu tun hat, aber Stromsparen hat Vorrang.

** Was mir meine tolle Stehlampe bescherte. Denn eines Tages war eine Freundin da. Und als wir beim Essen mal wieder im Dunkeln saßen, diskutierten wir über das Lichtkonzept in meinem Wohnzimmer und ich erzählte ihr, dass ich eine Stehlampe suchen würde. Aber dass es nicht so einfach ist, eine zu finden. Ich beschrieb ihr, was ich suchte und sie erzählte mir, dass just einen Abend vorher eine gemeinsame Freundin ihr genauso eine Lampe angeboten hat. Lange Rede, kurzer Sinn: Am nächsten Tag stand die Lampe bei mir.

Ein Gedanke zu „Licht aus

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