11 von 12 an 13

Gestern, am Zwölften schenkte mir Frau Brüllen ein Stöckchen zum Geburtstag verlinkte mich Frau Brüllen mit elf Fragen, die ich heute, am Dreizehnten, dann mal beantworte. Und wenn ich damit fertig bin, darfkannsollmuss ich mir auch elf Fragen ausdenken und elf Blogger verlinken. (Der letzte Punkt treibt mich jetzt schon um. Ich muss mal meine Blogroll erweitern, weil ich mich dünkt, dass die Schnittmenge der Menschen, die meinen Blog lesen, und derer, die ich lese, recht klein ist bzw. werde ich das Gefühl nicht los, dass viele meiner LeserInnen keinen Blog haben.)

Aber jetzt erstmal die Fragen, also meine Antworten:

1. Wovor hast Du Dich als Kind am meisten gefürchtet?
Vor Kellern. Und eine zeitlang vor Dunkelheit. Ansonsten war ich ein – aus Sicht meiner Mutter zu – furchtloses Kind.

2. Und jetzt?
Es gibt Phasen, in denen kann ich nicht im Dunkeln einschlafen. Ich weiß zwar, dass das total irrational ist, und manchmal „zwinge“ ich mich zum Einschlafen ohne Licht, aber wache dann morgens mit Licht an auf.
Keller sind mir immer noch nicht geheuer, aber da springe ich meist über meinen Schatten. Zumindest tagsüber ist das mittlerweile kein Problem mehr. Zumal ich es ja nicht auf wen anders abwälzen kann, wenn was aus dem Keller gebraucht wird.
Ansonsten habe ich nicht wirklich Angst/ Furcht. Ich würde es hier und da gesunden Respekt nennen, z.B. vor Höhen, Spinnen, Straßenverkehr mit Kind.

3. Worüber hast Du das letzte Mal aus vollem Halse gelacht?
Oh, da kann ich mich gar nicht bewusst erinnern. Aber am meisten lache ich aus vollem Halse über Situationskomik. Da ergibt sich eigentlich immer was mit dem midi-monsieur, der entweder unfreiwillig komisch ist – durch einen Verhörer oder Versprecher – oder aber mittlerweile auch ziemich gut weiß, wie er sich lustig inszenieren kann.
Treffen mit meinen Eltern garantieren eigentlich auch immer Lacher aus vollem Halse (was habe ich während des Bretagne-Urlaubs gelacht).
Und ich muss auch immer wieder über den einen oder anderen Tweet/ Twitterdiskussion herzhaft lachen, z.B. darüber.

4. Wenn Du den Rest Deines Lebens nur noch ein Gericht essen dürftest, was wäre das?
Das fragt die Frau, die selbst immer total spannende Gerichte ausprobiert?!
Das ist echt schwierig. Ich habe mal gesagt: „Ein Leben ohne Grie Soß ist möglich, aber tendenziell sinnlos.“ Und mir würde sie echt fehlen. Aber ausschließlich?
Kartoffeln gehen ja eigentlich immer. Also bei mir. Aber das wäre vielleicht zu einseitig.
Nur noch ein Gericht, puh, das ist echt schwer. Ich glaube, für den Rest meines Lebens könnte ich vermutlich am besten mit und von Hühnersuppe leben.

5. Wenn Du Dein früheres Ich besuchen könntest und ihm einen Rat geben, in welchem Lebensabschnitt würdest Du Dich besuchen und was würdest Du sagen?
Tja, tja, tja. Es ist ja so, dass ich nicht dazu neige, in die Vergangenheit zu gucken und zu lamentieren: „Aaach, hätte ich doch …“ Ich kann es ja eh nicht ändern. Ich kann höchstens daraus lernen. Ich beschrieb das schon mal (#10). Dazu kommt mein nahezu grenzenloser Optimismus, der mir regelmäßig flüstert zuschreit, dass das alles schon gut ist oder gut wird oder zumindest nicht so dramatisch ist, und mein Pragmatismus, der dafür sorgt, dass ich Dinge (früher oder später) auch einfach angehe, wenn sie mich zu sehr nerven, belasten, stressen.
Aber je länger ich nachdenke, fallen mir vielleicht zwei Situationen ein, in denen mein jetztiges Ich meinem früheren Ich „auf den Kopf hauen“ würde: Über die erste (Dezember 2006) werde ich Stillschweigen wahren und sie vermutlich mit ins Grab nehmen. Aber ich hätte zu mir gesagt: „Lass das! Denk gar nicht darüber nach! Das wird Dir für IMMER nachhängen.“
In der zweiten im Dezember 2008, ich war gerade im dritten Monat schwanger (weiter unten Frage 10, privat 2) würde ich meinem damaligen Ich sagen: „Lass ihn gehen. Du schaffst das auch alleine mit dem Kind. Du brauchst diesen Kerl nicht. Der tut Dir nicht gut. Ignorier diese Scheiß-Hormone, die machen Dich eh total bescheuert. So bist Du gar nicht.“

6. Was meinst Du, würde Dein früheres Ich diesen Rat befolgen?
*hüstel* Mir wird ja eine gewisse Beratungsresistenz nachgesagt. Bei der ersten Situation könnte es aber sein, dass ich auf mich gehört hätte. Bei der zweiten bin ich mir leider ziemlich sicher, dass ich es nicht hätte hören wollenkönnen (Hormone verstopfen ja so einiges: Gehörgang, Gehirnwindungen…).

7. Gummibärchen oder Schokolade?
Schokolade.

8. Baden oder Duschen?
Duschen. So ist für mich das Nichtvorhandensein einer Badewanne in einer Wohnung auch nie ein Ausschlusskriterium gewesen. Im Gegenteil: In der Hamburger Wohnung haben wir ja das Bad neu gemacht und die Badewanne durch eine Dusche ersetzt.

9. Chips oder Flips oder Nüsse?
Ich bin tendenziell eher süß. Aber wenn dann Chips.

10. Was war die bisher weitreichendste Entscheidung Deines Lebens?
Gefühlt sind da eine Menge Entscheidungen. Aber mal ganz genau betrachtet, reichen sie natürlich nicht weit, sondern nur ganz lokal in mein kleines Leben rein. Aber da die wenigsten von uns Entscheidungen treffen, die weit in die Welt und Leben vieler anderer reichen, muss ich mal überlegen. Gibt es *die* eine weitreichenste Entscheidung?!
Beruflich: Sicherlich war es eine Schlüsselentscheidung zu sagen, dass ich meine akademische Laufbahn mit dem Diplom beende und stattdessen PR mache.
Privat gibt es drei Entscheidungen: 1) Die Trennung von meinem Ex-Mann, weil das unheimlich viel mit dem Gefüge meiner Kernfamilie gemacht hat und dazu geführt hat, dass Konstellationen aufgebrochen und neu geordnet wurden. 2) Dass ich damals bei ersten dramatischen Streit mit dem Kv ebendiesen nicht habe ziehen lassen. Die folgenden fünfeinhalb Jahre waren davon sicherlich geprägt. 3) Die Trennung vom Kv war einfach nur nötig, aber hat(te) natürlich nicht nur Auswirkungen auf mein Leben, sondern auch auf das vom midi-monsieur.

11. Welches fandest Du die schwierigste Frage?
Frage 4. So einseitig kann selbst ich mich nicht ernähren 😉

Aber nix gegen die Fragen, der schwierigste Teil kommt jetzt: Fragen ausdenken. Und noch schwieriger: elf Blogger benennen.

Die Fragen:

  1. Kochen: Rezeptsklave oder Improvisationstalent?
  2. Fernsehen oder streamen?
  3. Was beschäftigt Dich zur Zeit am meisten? Positiv und negativ!
  4. Was wünschst Du Dir von 2016?
  5. Hast Du schon mal irgendwelche Dorgen konsumiert? Würdest Du es wieder tun?
  6. Piercing, Tattoo oder anderen permanenten Körperschmuck?
  7. Was macht die Vorstellung mit Dir, Deinen jetztigen Job bis zur Rente zu machen?
  8. Frühstückst Du süß oder herzhaft oder und?
  9. Welche Jahreszeit hast Du am liebsten?
  10. Welche wichtige Person der Geschichte würdest Du gerne mal treffen? Und warum?
  11. Magst Du Blogstöckchen?

Bloggerinnen:

  1. Frau Tschakka
  2. Violinista
  3. Souffleurlos
  4. Frische Brise
  5. Die mit dem Reisehut
  6. Gordana
  7. Xeniana
  8. Frau von Tdrahllov

So, mehr fallen mir jetzt nicht ein: Aber ich freue mich sehr, wenn sich noch wer von meinen Leserinnen das Stöckchen schnappt (und kurz kommentiert). Also greift zu!

11 Gedanken zu „11 von 12 an 13

  1. Pingback: souffleurlos » Blog Archive » 11 Fragen

  2. Hallo,
    🙂 ich antworte mal als stille Leserin MIT Blog.

    1.Kochen: Rezeptsklave oder Improvisationstalent?
    Ich brauche ein Gerüst, an dem ich entlang improvisieren kann.

    2.Fernsehen oder streamen?
    Zunehmend streamen.

    3.Was beschäftigt Dich zur Zeit am meisten? Positiv und negativ!
    Die Einwanderungspolitik und das gesamte Geschehen drum herum.

    4.Was wünschst Du Dir von 2016?
    Gesundheit. Wie immer. Und vor allem anderen.
    5.Hast Du schon mal irgendwelche Drogen konsumiert? Würdest Du es wieder tun?
    Ja. Und nein. Es sei denn, man rechnet Rotwein zu Drogen – dann bin ich schlimme Wiederholungstäterin.

    6.Piercing, Tattoo oder anderen permanenten Körperschmuck?
    Zugewachsene Ohrlöcher?

    7.Was macht die Vorstellung mit Dir, Deinen jetzigen Job bis zur Rente zu machen?
    Die Frage stellt sich zum Glück nicht. Ansonsten bin ich sehr leidenschaftslose Aussitzerin.

    8.Frühstückst Du süß oder herzhaft oder und?
    Derzeit vor allem gesund. Haferflocken mit Obst.

    9.Welche Jahreszeit hast Du am liebsten?
    Spätherbst.

    10.Welche wichtige Person der Geschichte würdest Du gerne mal treffen? Und warum?
    Da kann ich keine Einzelperson benennen, aber aus schierer Neugier auf die Lebensumstände würde ich liebend gerne eine Zeitreise machen.

    11.Magst Du Blogstöckchen?
    Naja, ich kriege keine, weil mein Blog semi-privat ist, aber ich nehme sie mir meist ganz gerne.

  3. Halle,

    Wenn ich (Mitleserin -noch?- ohne Blog) so nett gefragt werde… nun denn:

    1. Kochen: Rezeptsklave oder Improvisationstalent?
    Kommt drauf an. Wenn die erwünschte Beschaffenheit es erfordert (Biskuit, Mayo) dann streng nach Rezept, sonst eher frei Schnauze/Vorräte. Aber so als Inspiration schätze ich sie sehr.

    2. Fernsehen oder streamen?
    Mehr streamen. Der Alltagskompatibilität halber.

    3. Was beschäftigt Dich zur Zeit am meisten? Positiv und negativ!
    Privates. Positiv: Zukunftsplanung (noch mal Uni), Negativ: Wie die Sache mit dem Kindsvater so weitergeht.

    4. Was wünschst Du Dir von 2016?
    Kraft, mich wieder mehr fokussieren.

    5. Hast Du schon mal irgendwelche Dorgen konsumiert? Würdest Du es wieder tun?
    So ein Glas Wein hat schon was, aber sonst nicht, nein.

    6. Piercing, Tattoo oder anderen permanenten Körperschmuck?
    Ohrlöcher, denke aber über ein Tattoo nach.

    7. Was macht die Vorstellung mit Dir, Deinen jetztigen Job bis zur Rente zu machen?
    Fluchtinstinkte werden wach (siehe oben)

    8. Frühstückst Du süß oder herzhaft oder und?
    und.

    9. Welche Jahreszeit hast Du am liebsten?
    Altweibersommer, so ganz kurz, ehe es richtig Herbst wird. Noch schönes Wetter, aber schon dieses leicht Melancholische; alles riecht schon anders und: die Gleichzeitigkeit von SommSommer- und Herbstgemüse…

    10. Welche wichtige Person der Geschichte würdest Du gerne mal treffen? Und warum?
    oh, da fallen mir einige ein… ibn Rushd wäre einer. Ansonsten fände ich bestimmteOrte zu bestimmten Zeiten sehr spannend. Bagdad i. 12. Jh., Beirut und Kairo in den 1920ern, überhaupt die 20er,…

    11. Magst Du Blogstöckchen?
    Les ich gerne, ja.

    Alles Gute noch nachträglich, übrigens !

    Käthchen

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