Buck’lige (Wahl-)Verwandtschaft

Wenn ich nicht ich wäre, könnte ich an meiner Sozialverträglichkeit oder zumindest Familientauglichkeit zweifeln.
Aber ich lasse es, weil es mir damit besser geht, wenn ich …

… die Vernetzungsanfrage meines großen Bruders (ohne weitere Worte, nach > 7 Jahren ohne Kontakt) auf so einem dieser Business-Netzwerke einfach wegklicke.

… dem Ex-Schwiegertiger eine klare Ansage auf ihr schwammiges Geeier bzgl. Kontakt zu ihrem Enkel mache: Ruf einfach an! Entweder sind wir da oder wir rufen zurück. Kein „Wenn Du einen Abend mal nicht zu beschäftigt bist, würden wir uns freuen, mit dem midi-monsieur sprechen zu können“.

… die Post des kleinen Bruders (genau genommen die Danksagungskarte der Nichte für die Einschulungsgeschenke) einfach beiseite lege und mich nicht über die schnell noch auf den Umschlag gekritzelten „Viele Grüße“ ohne Namen und nix aufrege.

… mich auf die Zeit ohne Mitbewohnerin freue, weil ich abends meine Ruhe will, weil ich mich nicht mehr unmittelbar sorgen will (ich werde mir trotzdem Sorgen machen), weil ich dann endlich mehr Platz für mich habe (indem ich die Zimmer tausche).

2 Gedanken zu „Buck’lige (Wahl-)Verwandtschaft

  1. 1. Kann ich verstehen.
    (Sowohl das mit dem Wegklicken, als auch das mit dem Sorgen machen.)

    2. Klingt nach Auszug.
    (Und das klingt nach einem Gespräch.)

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