Rhythmen

Ich weiß, dass ich nicht viel ändern kann, aber es muss mal raus:

Als notorische Nachteule bin ich auch bei den Schlafenszeiten des midi-monsieurs nicht superstrikt. Bis 21h00 – bevorzurgt aber 20h15 – sollte er zwar schon im Bett sein, aber wenn es dann doch mal später wird, ist das jetzt auch kein Drama. Allerdings lasse ich es nicht zur regulären Ausnahme werden. Immerhin muss er ja drei Mal die Woche zur ersten und zweimal zur Zweiten fit und munter sein.

In den Ferien oder auch am Wochenende ist das noch mal was anderes. Allerdings ist da auch klar, dass er eigentlich gar nicht so lange durchhält. Manchmal versucht er sich krampfhaft wachzuhalten, aber ist dann nach einem kurzen Schimpfanfall doch dankbar, wenn ich ihn zu seinem Schlafglück zwinge.

Darüber hinaus finde ich nicht nur für mich, sondern auch für ihn, dass es besser ist, wenn er alleine in seinem Bett schläft. Naja, zumindest einschläft, denn das nächtliche Wandern kann ich derzeit nicht unterbinden (weil ich es im Normalfall nicht mitbekomme und auch keine Lust habe, morgens, zwei Stunden vor Weckerklingeln, Diskussionen über seine Rückkehr ins eigene Bett zu führen). Tief in seinem Herzen weiß er auch, dass das eigene Bett jetzt nicht der schlimmste Schlafort ist, aber objektiv betrachtet ist er halt auch erst sechs Jahre alt und gerade in einer ziemlichen Umbruchphase. Da braucht auch ein Schulkind etwas mehr Mamawärme. Und so ist unsere Einigung, dass er unter der Woche in seinem Bett schläft und freitags sowie samstags bei mir schlafen darf.

So weit so gut. Eigentlich ein System, das für alle in Ordnung ist.

Doch der midi-monsieur ist ja nicht nur bei mir. Und auch wenn er nur in den Ferien beim Vater ist und es von daher manches nicht so dramatisch ist, frage ich mich, warum die Schlafrhythmen und -gewohnheiten so kolportiert werden müssen.

Dazu kommt noch, dass die zwei wohl jede Nacht in einem Bett schlafen. Das Kind hat da sicherlich nichts gegen, aber die Initiative geht da nicht (nur) von ihm aus.

Und sicherlich hat die liebe drehumdiebolzeningenieur(in) Recht, dass beim Kv und mir das nicht gleich gehandhabt werden muss. Doch ich erinnere mich noch zu gut an Diskussionen mit dem Kv zu eben diesen beiden Punkten, als wir noch als Familie zusammenwohnten. Da hieß es immer: Ein Kind – und sei es noch so klein – gehört in sein eigenes Bett und am besten auch eigenes Zimmer. UND: Der Abend gehört den Eltern.

Und gerade das macht es nicht einfacher, die „Kämpfe“ mit dem midi-monsieur anschließened zu ertragen und der vermeintliche „bad cop“ zu sein, wenn ich darauf bestehe, dass er in seinem Bett einschläft. Zu normalen Zeiten.

13 Nächte war der midi-monsieur nicht bei mir; 13 Nächte hat es gebraucht, dass er wieder ohne Diskussionen in seinem Bett einschläft.

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