17

Siebzehn Nächte war der mini-monsieur nun nicht bei mir. Das letzte Mal, dass ich so lange von meinem Kind getrennt war, ist nun auch fast ein Jahr her. Und so mulmig mir auch im Vorfeld war, so sehr konnte ich es während der Zeit ausblenden und mich nicht wuschig machen. Und ich sag es mal, wie es war: Ich habe es sehr genossen, Zeit für mich zu haben. Meine Zeit total frei (der Freiberuflichkeit sei Dank) gestalten zu können, ist eine Qualität und ein Luxus, die ich bis dato total vergessen hatte. Abends spontan zu entscheiden, dass ich doch noch mal rausgehe, habe ich das letzte Mal wohl 2007 gemacht. Da verlernt man es fast, diese Freiheit zu genießen. Und ich traue mich fast nicht, es zuzugeben, aber ich habe den mini-monsieur nicht sehr vermisst. Ich habe immer wieder an ihn gedacht, habe mich aber am Riemen gerissen und nur zweimal angerufen. Die Verläufe dieser Telefonate („Hallo Mama! Ich wollte nur hallo sagen. Können wir wieder auflegen?“) gaben mir das Gefühl, dass er seine Zeit ohne mich genauso genießt, wie ich die Zeit ohne ihn. Das war gut und auch nötig für alle Beteiligten.

Nun müssen wir irgendwie Alltag reinkriegen. Gerade mit Blick auf den baldigen Schulanfang und das damit verbundene und mit Grauen erwartete frühen Aufstehen.

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