Essig

Vermutlich kennt jeder, der in den 1990ern groß geworden ist, diesen blöden Diätwitz: „Ich mach‘ ne Essig-Diät. – Ach ja?! – Ja. Ess‘ ich oder ess ich nicht.“ Zumindest ist mir dieser ultimative Schenkelklopfer heute in die Nase äh mal wieder ins Hirn gestiegen, als ich die Nase im Tafelessig mit 5 % Säure hatte. Und das kam so:

Man könnte ja behaupten, dass das Problem schon seit einem Jahr besteht. Allerdings war nach dem damaligen Großreinemache und Wegschmeißen Ruhe. Bis vor Kurzem immer mal wieder eine einzelne Lebensmittelmotte durch Küche bzw. Wohnzimmer flog.

Ich durchsuchte alle relevanten Schränke, fand aber nichts Verdächtiges. Und ich wollte nicht schon wieder alles wegschmeißen.

Dann klebte – kurz bevor ich sie probiert hatte – eine einzelne Made unter der Decke. Ich saugte sie weg und untersuchte wieder die Schränke. Schmiss ein paar Sachen weg.

Ein paar Tage später fand ich Gespinste in einer doppelt gesicherten und vergessenen Tupperdose, in der wir irgendwann mal Schweizer Nussstängli mitgenommen hatten. Ich guckte mir die Mutterpackung an und entsorgte sie semiprophylaktisch. Und es war erstmal wieder Ruhe.

Doch es tauchte wieder eine Motte auf. Ich sortierte also den Naschischrank und warf rigeros Süßkram weg. Ich hoffte, endlich dem Viechzeug beigekommen zu sein. Aber da lachte mich gestern eine Motte von der Innenseite des Vorratsschranks an. Also entsorgte ich auch aus diesem alles, in dem sich auch nur irgendwie Viecher verstecken könnten. Saugte und wischte den Schrank aus.

Es ließ mir keine Ruhe. Ich ging heute nochmal alles durch. Da fiel mein Blick auf die vorgebohrten Schrankbodenlöcher (und die Schränke vom Möbelschweden haben derer viele) und ich entdeckte in einigen Gespinsten. Aussaugen funktionierte nicht. „Da muss Essig rein“, war mein Gedanke. Nach einigem Rumgedenke fiel mir ein, dass wir ja noch vom Geburtstag Spritzen und hochprozentigen Essig da hatten. Beides zusammen funktionierte prima, um 260 Schrankbödenlöcher zu behandeln.

Jetzt bitte ein paar Daumen, dass nun endlich Ruhe ist an der Mottenfront.

Ein Gedanke zu „Essig

  1. Dieses Vorgehen mit den Bohrlöchern hatte ich vor Jahren auch einmal, Hilft wirklich, nach diesem Procedere war bei uns Ruhe. Ich wüsche ebensolche

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s