Darf ich das?

Mit Blick auf meine heutige SocialMedia-Timeline frage ich mich gerade ein bisschen, ob ich heute auch über seichte Themen bloggen darf. Und ich weiß, dass das Folgende wie eine Rechtfertigung klingt, aber:

Ich versuche schon seit Tagen, ausfindig zu machen, wo in oder um Frankfurt (am Main) herum das nächste Flüchtlingsheim ist. Denn ich hätte ein paar Sachspenden. Klar könnte ich zumindest vom Sofa Hotelbett aus Geld spenden. Aber ehrlich gesagt kann ich das erst nächsten Monat, wenn die ersten Rechnungen der Freiberuflichkeit Früchte getragen haben.

Wer also einen heißen Tipp hat, wo ich in Frankfurt (am Main) oder Umgebung Sachspenden (Klamotten und Spielzeug) für Flüchtlinge abgeben kann, melde sich bitte!

Nachtrag: Nachdem ich noch einmal recherchiert habe, sieht es so aus, als gäbe es derzeit in Frankfurt nur eine Flüchtlingsunterkunft für Männer (und irgendwo noch eine für unbegleitete Minderjährige, aber die dann doch auch erst ab 16 Jahren). Hmpf. Das ist nicht so befriedigend.

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Ansonsten befinde ich mich im Moment des Schreibens seit neun Stunden in Hamburg. Das erste Mal seit dem Umzug nach Frankfurt. Und nicht vorrangig zu meinem Privatvergnügen, sondern zum Arbeiten.

Und als besonderen Fun Fact: Ich arbeite für die „alte“ Agentur. Freiberuflich. Das hat durchaus was Lustiges. Und ich kann eine gewisse Genugtuung auch nicht verheimlichen, so rutschte mir im Gespräch auch raus, dass sie das Ganze ja auch hätten einfacher haben können. Nun ist es so und auch so viel besser für mich. Also werde ich die kommenden drei Tage in der Hansestadt verbringen, damit ich eingarbeitet und gebrieft werden kann.

Und weil ich gerade ohne Kind bin, bin ich einfach schon einen Tag früher nach Hamburg gefahren. Ansonsten hätte ich auch morgen um 5:55 Uhr in den Zug steigen müssen, um „pünktlich“ da zu sein. Um vom heutigen Tag was zu haben, musste ich für einen Sonntag schon früh aufstehen, aber so konnte ich wenigstens Freunde treffen bei Sonnenschein im Planten un Blomen. Freunde, die ich seit unserem Umzug nicht mehr gesehen habe.

Danach bin ich noch bei der Exkollegin vorbei, die mittlerweile ein Baby hat und für ebendieses seit der Geburts (im Mai!) ein Geschenk bei uns rumstand. Wenn ich also schon mal in Hamburg bin, dann kann ich es wenigstens persönlich loswerden.

Auf der einen Seite ist es schon komisch, in Hamburg zu sein. Nach fast 23 Monaten das erste Mal wieder. Es fühlt sich auf der anderen Seite aber auch sehr vertraut an. Und je näher ich heute Hamburg kam, desto mehr stieg meine Vorfreude. Ich mag die Stadt, den Norden. Hamburg ist eine schöne Stadt – keine Frage. Und es ist schön, sie für ein paar Tage als Single erleben zu dürfen. Aber sie ist für mich, so wie ich derzeit aufgestellt* bin, keine Stadt zum Leben.

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* Ich brauche kurze Wege. Alles andere macht mich wahnsinnig. Ich möchte was von der Stadt haben, in der ich leben – nicht nur den Namen. Außerdem ist Hamburg nicht möglich als Familie mit nur einem Verdiener. Und als Alleinerziehende noch viel wenig.

4 Gedanken zu „Darf ich das?

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