Liebes Tagebuch am Fünften (Juni)

Auch diesen Monat fragt Frau Brüllen wieder: WMDEDGT?

0h00 Ich bin noch wach. Sollte aber bald ins Bett. Heute haben der mini-monsieur und ich einen gemeinsamen Termin beim HNO. Aber ich bleibe mal wieder an den nächtlichen privaten Nachrichten hängen.

0h30 Gezappt.

0h45 Festgestellt, dass ich die Küche doch noch nicht aufgeräumt habe. Naja, eule ich sie halt jetzt sauber.

1h05 Nachts essen ist vielleicht nicht gut für die Hüfte, aber frisches Graubrot mit Vruchtenhagel…

3h30 Nachdem mich meine innere Unruhe nicht hat schlafen lassen, habe ich bis jetzt gerade gelesen. Ich bin müde, aber komme nicht zur Ruhe. Zum besseren Entspannen suche ich mir ein ASMR raus.

8h00 Der mini-monsieur und ich werden wach. Also er so richtig und ich fühle mich wie überfahren bzw. als hätte ich eigentlich gar nicht geschlafen.

9h30 Bis jetzt habe ich gedöst, mit dem mini-monsieur gekuschelt, gekämpft und wieder gedöst. Aber jetzt muss ich raus. In 70 Minuten haben das Kind und ich einen HNO-Termin.

10h35 Fertig zur Abfahrt. Blöderweise vergesse ich den Apfel und somit mein Frühstück. Als wir nach einer kurzen Tour mit dem Rad um

10h45 beim Arzt ankommen, ist mir sehr flau im Magen. Wir melden uns an. Weil wir noch warten müssen, gehen wir ins Café ums Eck. Es dauert ewig, bis wir bedient werden.

11h25 Wieder beim Doc, müssen wir immer noch warten.

11h55 Endlich sind wir dran. Erst der mini-monsieur. Wie befürchtet vermutet hat er Polypen, die für sein Alter zu groß sind. Der Arzt rät zur OP.
Ich bekomme wieder Kortisonspray verschrieben. Und der Arzt schmiert mir eine widerliche Paste in die Nase.

12h15 Raus aus der Arztpraxis weint der mini-monsieur erstmal. Er möchte nicht operiert werden.

12h35 Wir sind wieder zu Hause, wo auch schon die Freundin wartet. Wir klären mit dem Papa, wann er voraussichtlich den Sohn holen kommt und gehen dann erstmal essen. Der mini-monsieur ist so aufgeregt, dass er nichts essen möchte. Er hibbelt und kann nicht stille sitzen.

13h50 Die Stunde, die der Vater postuliert hat, ist schon vorbei. Der mini-monsieur wird – zurecht – immer unruhiger. Wir zahlen und gehen los.

14h05 Der Vater nähert sich unserem Standort.

14h15 Immer noch hibbelt das Kind an meiner Hand.

14h20 Endlich! Der mini-monsieur stürmt auf den Papa zu und freut sich sehr. Die Freundin und ich gehen hinterher. Wir klären ein paar Dinge und lassen die zwei allein.

14h35 Wir sitzen im Eiscafé, als das Handy klingelt: Es werden für den heißen Nachmittag noch Badehose und Handtuch benötigt. Sie kommen dazu. Ich hatte schon deutlich entspanntere Momente in meinem Leben. Nachdem wir unser Eis aufgegessen haben, gehen wir zusammen bei uns vorbei. Ich statte das Kind aus und dann ziehen sie von dannen. Die Freundin und ich quatschen noch einen Moment, gehen dann kurz zum Schneider.

15h05 Ich verabschiede die Freundin und gehe zur U-Bahn. In neun Tagen hat der mini-monsieur Geburtstag. Und da er gerade so begeistert beim Schlagzeugunterreicht dabei ist, hatte ich beschlossen, dass ich ihm noch was zum Üben schenke. Sein Drum-Lehrer hat mir einen Laden am Bahnhof empfohlen. Tja, als ich den Nebenausgang am Bahnhof nehme, macht sich direkt bemerkbar, dass das Bahhofsviertel nicht „gesäubert“ wurde, sondern dass lediglich alles aus der Kaiserstraße in die Neben- und Parallelstraßen gedrängt worden ist. Selbst am hellerlichten Tag fühle ich mich sehr unwohl.
Der Laden ist wirklich ein Geheimtipp. Gerade der Part, in dem Schlagzeuge und Zubehör verkauft werden, ist ziemlich versteckt und ich hätte ihn allein sicherlich nicht gefunden. Ich werde gut beraten und erstehe erstes Equipment für die Drummerkarriere des mini-monsieurs.

16h15 Ich sitze in der U-Bahn Richtung Bockenheim, genaugenommen Richtung „Zalando Outlet“. Ich brauche für die Hochzeit am nächsten Samstag noch ein Abendkleid (und Schuhe und ne Handtasche).
Es ist zum Glück recht weitläufig und auch nicht übermäßig voll. Ich brauche einen Moment, bis ich mich orientiert habe.

17h25 Ich verlasse den Laden nach fünf komischen Abendkleidern mit einem Paar Schuhe und einer Clutch den Laden und begebe mich auf den Rückweg.

17h55 Zu Hause ist die Abendkleidleiferung angekommen. Ich bin von der Hitze ziemlich k.o., probiere die Kleider aber trotzdem, fotografiere mich darin und stelle sie in der WhatsApp-Gruppe der Hochzeitshühner zur Diskussion.

19h05 Eigentlich war ausgemacht, dass der mini-monsieur um 19h00 zurückkommt bzw. wenn es länger wird, dass ich informiert werden…

19h40 Es klingelt. Der mini-monsieur möchte mit seinem Papa noch etwas essen. Was soll ich da sagen?

21h20 Bis jetzt habe ich ein bisschen rumgedümpelt und meinem Strohmuttersein gefröhnt. War kurz noch ne Geburtstagskarte für den Neffen besorgen. Habe die Reste der Grie Soß gegessen.
Doch jetzt klingelt es und der mini-monsieur kommt glücklich strahlend von seinem halben Tag mit dem Papa. Jetzt ist er noch schnell sich abduschen.

21h50 Noch schnell den Balkongarten gießen.

22h15 Das Kind ist im Bett. Ich widme mich „Let’s Dance“ und dabei esse Melone mit Messer und Gabel. Gleich werde ich noch die Karte für den Neffen schreiben und mein Zeichnung für die #30tagesketchnotechallenge anfertigen.

Gute Nacht!

Ein Gedanke zu „Liebes Tagebuch am Fünften (Juni)

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