Zu klein fürs Gewicht

Heute musste ich mit dem mini-monsieur an einer folkloristischen Veranstaltung teilnehmen. Naja, ich musste ihn dahin begleiten und er musste agieren. Denn es war Schuleingangsuntersuchung.

Aber seien wir mal ehrlich: Wie sinnvoll ist diese Veranstaltung denn? Auch bzw. gerade mit Blick auf Inklusion. Und dass sie im Fall des mini-monsieurs erst zwei Monate vor der Einschulung stattfindet, lässt mich noch mehr an ihrer Bedeutung zweifeln. Aber gut: Da mussten schon Generationen durch, also auch mein Kind. (Vielleicht starte ich dazu eine Petition.)

Wir waren heute morgen tatsächlich zeitig fertig und als ich drüber nachdachte, wie wir denn von der U-Bahn aus zum städtischen Gesundheitsamt laufen müssen, meldete der mini-monsieur an, dass er mit dem Fahrrad fahren wolle. Auch gut. Ist auch schneller und direkter. Und so waren wir 20 Minuten von Termin da. Ich machte mich auf langes Warten gefasst, waren doch noch viele andere Kinder mit einem Sorgeberechtigten zu sehen. Allerdings war es im Wartezimmer ziemlich leer.

wpid-2015-06-30-15.33.36.jpg.jpegDer mini-monsieur wollte gerade (nach einer Minute im Wartebereich) ansetzen zu jammern, wie laaaaangweilig ihm sei, da wurden wir auch schon zur Voruntersuchung geholt:

Briefumschläge vervollständigen

wpid-2015-06-30-15.27.50.jpg.jpegKreuze nachzeichnen (man beachte die Entwicklung),

wpid-2015-06-30-15.30.24.jpg.jpegund einen stilisierten Baum (nix mit Apfelbäumen) nachmalen.

wpid-2015-06-30-15.32.02.jpg.jpegAch ja, einen Tisch gab es auch noch. Und nein, Malen ist nicht so seins. (und scharfe Fotos nicht so meins)

Dann gab es den obligaten Hörtest

wpid-2015-06-30-15.34.24.jpg.jpegund nach dem Sehtest mit den E Ǝ Ш und der grünen Schlange im roten Punktemeer durften wir dann wieder warten, bis uns die Ärztin abholte.

Der Ärztin sollte er erstmal sein Geburtstdatum erzählen. Dann Bauklötze zählen und von welcher Farbe es die meisten gibt.
Und da kam schon die nächste Aufgabe: Sprachtest. Sie hat ihm Bilder gezeigt und er sollte sagen, was er da sieht. Er benannte alles. Auch die „Kreppe“.

wpid-2015-06-30-15.26.45.jpg.jpegObwohl er auf Nachfragen einwandfrei „Treppe“ artikulierte, ließ es sich die Ärztin nicht nehmen, mir einen Vortrag darüber zu halten, wie ich mein Kind richtig korrigieren soll (nicht sagen, dass er was falsch gemacht hat, sondern das Wort noch einmal selbst richtig aussprechen). Vermutlich hielt sie mich für so grenzdebil, wie ich sie daraufhin auch anguckte. Als sie dann aber von Logopädie anfing, dachte ich, ich wäre im vollends falschen Film. Glücklicherweise gab es im weiteren Verlauf des Sprachtest (Phantasiewörter nachsagen, falsch ausgesprochene Wörter korrigieren) keine Unregelmäßgkeiten mehr.

Bei den Logik-Übungen sollte er einem vorgegebenen Bild aus einer Reihe Bildern das passende zuordnen.

wpid-2015-06-30-15.23.15.jpg.jpegUnd gleich beim ersten Bild machte sich bemerkbar, wie wichtig eindeutige Anweisungen sind. Zuerst fragte sie „nur“ nach dem passenden Bild aus der Reihe. Der mini-monsieur deutete auf zwei, die auch ich logisch fand. Darauf reagierte sie fast unwirsch und hakte nach: „Ja, aber welches ist das gleiche wie das erste?“ Das Kind zeigt die einzig richtige Reaktion: Er deutete dann aufs gleiche und „rotzte“ ihr „Na, das hier,“ entgegen.

Kurz vor Schluss sollte er noch hüpfen – zehnmal seitlich über eine Linie.

wpid-2015-06-30-15.19.46.jpg.jpegUnd dann wurde er abschließend vermessen. Der mini-monsieur ist (nach ihrer Messung) 126 cm lang und wiegt 29 kg. Blutdruck wurde auch bestimmt. Der war wohl okay, sonst hätte sie vermutlich etwas gesagt.

wpid-2015-06-30-15.21.11.jpg.jpegDas ihrer Meinung nach viel zu hohe Gewicht brachte mir allerdings die nächste Belehrung vor dem Kind ein. Ich will ja gar nicht abstreiten, dass der mini-monsieur gerade vielleicht etwas „speckiger“ ist, aber er ist wirklich weit entfernt von dick (und vermutlich steht er kurz vor dem nächsten Schuss in die Höhe. Davor geht er eigentlich immer etwas in die Breite). Außerdem ist er wirklich aktiv. Nun denn, sie hielt es wohl für eine Top-Idee VOR dem Kind darüber zu sprechen, worauf ich bei seiner Ernährung achten soll und dass er Sport treiben sollte („Ach, jetzt sehe ich, er macht Aikido“ – „Ja und Fahrrad fährt er auch – gerne und viel.“). Ich kochte innerlich: Ja, ich bin bei dem Thema empfindlich. Aber das Kind ist doch nicht doof und versteht das. So züchtet man Essstörungen.

Mal abgesehen davon, dass ich wirlich keine Fragen mehr hatte danach, war ich wirklich froh, dass wir dann gehen durften. Und zum Glück findet dieser Spuk nur einmal im Leben eines Kindes statt.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Ich gehöre ja tendenziell zu der Fraktion „Nicht quatschen. Machen“. Zumindest für Außenstehende sieht es oft so aus, als hätte mich jetzt gerade der Hafer gestochen. Dass dem vermeintlich unreflektiertem Aktionismus oft eine lange Denkphase vorausging, wissen nur die wenigsten, weil ich halt nicht so viel „quatsche“ – zumindest über sowas. Aber es ist besser bzw. der Kreis der Wissenden ist etwas größer geworden.

Letztens habe ich aber hier auf dem Blog gequatscht. Für meine Verhältnisse ziemlich viel. Also soviel, dass es mich irgendwie in Zugzwang gebracht hat. Irgendwas musste geschehen. Am besten gestern. Und irgendwie hatte das Universum ein Einsehen und hat mir ein paar Entscheidungen abgenommen (ich schrieb schon ein wenig darüber):

Wohnung: Eine Freundin wird bei uns einziehen. Damit müssen wir nicht umziehen (und Geld für einen Umzug ausgeben, das ich gar nicht habe).

Job: Die Kündigung ist jetzt nicht oberknalle, aber auch nicht wirklich schlimm. Und ich stecke so voller Tatendrang und Ideen, wie schon lange nicht mehr. Alles hat seine Zeit.

Äußeres: Ich habe es getan: Ich habe mir blaue Haarfarbe bestellt.

Sport: Es kann sich ja nun wirklich nicht alles auf einmal ergeben. Aber ich postuliere jetzt mal hier, dass ich die Sommermonate, wenn der mini-monsieur im Hort ist, vormittags nutzen werden und schwimmen gehe. (Nagelt mich drauf fest, bitte.)

Kopf: Durch die Kündigung werde ich mich in der nächsten Zeit mit vielen mir neuen Dingen beschäftigen müssen. Zum Beispiel mit einem Business-Plan. Und vielleicht mit einer patentrechtlichen Geschichte.

Und seitdem nun die Dinge so schön in Bewegung geraten sind, habe ich einen Ohrwurm, der auch gerne noch ein bisschen bleiben darf:

Wenn nicht jetzt, wann dann?
Wenn nicht hier, sag mir wo und wann?
Wenn nicht wir, wer sonst?
Es wird Zeit.
Komm wir nehmen das Glück in die Hand.
(Höhner)

Was nicht sein kann, das nicht sein darf

Meine größte Angst rund um den mini-monsieur ist, dass ihm was Schlimmes durch einen Fremden angetan wird (siehe Frage 5). Sie ist aktuell noch größer als früher. Denn der mini-monsieur macht seit einiger Zeit große Schritte Richtung Selbstständigkeit. Er will – und ich gestehe es ihm auch zu – eine deutlich längere Leine. Seit einer Weile sitze ich also äußerlich total ruhig z.B. auf dem Spielplatz rum, während ich innerlich versuche, einen Teil von mir abzuspalten, der dem Kind ungesehen hinterher kann mein Kind sich außerhalb meiner Sichtweite bewegt. Zum Glück habe ich keinen Flüchter, sodass das Kind immer wieder zur Basis zu mir kommt und sich vergewissert, dass ich noch da bin. Allerdings haben wir beide eine unterschiedliche Definition von „immer mal wieder“.

Aktuell ist Stoffel in Frankfurt. Abgesehen davon, dass das in „unserem“ Park stattfindet, ist es einfach eine so schöne Idee und Möglichkeit, den Sommer zu genießen. Heute waren wir auch da und der mini-monsieur guckte alleine Kindertheater, während ich auf unserer Decke in der Sonne entspannte. Später kamen Freunde dazu. Das Kind hüpfte hier rum und da rum, fand neue und bekannte Freunde und hatte Spaß. Irgendwann begleitete er den Kumpel zum Getränkestand und traf daneben auf ein paar Kindergartenfreundinnen und -freunde. Und während der Kumpel dort bliebe, kam der mini-monsieur kurz zurück, um sich seine Schuhe anzuziehen, damit er besser kicken konnte. Die Freundin und ich nutzten die Gelegenheit, in Ruhe zu schwätzen.

Auf einmal kam der mini-monsieur zu uns und meinte sehr ernst: „Mama, der Horst* sagt, Du sollst sofort zu ihm kommen.“ „Was ist denn passiert?“ „Du sollst kommen,“ antwortete er in einer Art, die keinen Widerspruch zuließ. Ich ging meinem Kind hinterher und fand den Kumpel mit einem mir fremden Mann diskutierend. Ich war verwirrt. Die Diskussion war nicht sehr freundlich. Der Kumpel wirkte aggressiv – eigentlich nicht das erste Attribut, das man ihm zuschreiben würde. So hatte ich ihn bislang nur einmal erlebt. Ich fragte, was passiert sei. „Er hat Fotos von den Kindern gemacht, als sie gespielt haben,“ erklärte er mir. Das sei doch nichts Schlimmes, mischte sich der Fremde ein. „Oh doch,“ antwortete ich „sie können doch nicht einfach Personen, insbesondere Kinder, fotografieren, mit denen sie nicht verwandt sind.“ Der Kumpel klärte mich auf, dass er die Polizei gerufen habe. Denn, nachdem er den Fremden aufgefordert hatte, die gemachten Bilder von den Kindern** zu löschen, hatte er gesehen, dass auf dessen Handy wohl noch weitere Kinderfotos waren. Mich schüttelte es – innerlich. Ich sagte der Freundin Bescheid, damit sie als Anwältin an der Seite ihres Mannes sein konnte, und blieb dann auf unserer Decke.

Von dort aus konnte ich sehen, als die Polizei kam. Dass sie lange mit dem Fremden sprachen. Dass der Kumpel und die Freundin noch einen Moment mit den Kindergarten-Eltern sprachen. Dass der mini-monsieur noch ein bisschen mit seinen Freundinnen und Freunden spielte. Dann kamen die drei zurück.

Der Fremde hat wohl einen Platzverweis bekommen. Aber wie wirkt der? Und wie lang? Das ist schon unheimlich. Das ist doch „unser“ Park. In dem „unser“ Spielplatz ist. Wann taucht der da wieder auf? Und wie kann ich mein Kind schützen? Das war ja kein tätlicher Angriff und die Kinder hatten es auch nicht so wirklich mitbekommen. Auch die Eltern nicht. Nur der Kumpel hatte es gesehen. Und der ich glücklicherweise mit einer wunderbaren Zivilcourage gesegnet. Aber wer hat denn sowas noch?

Selbst die anwesenden Eltern – insbesondere der Vater des betroffenen Mädchens – haben es wohl nicht geschafft, sich darüber aufzuregen. Vielleicht weil sie es nicht wahrhaben oder sich vorstellen wollten.

Aber Gefahren dieser Art lauern nunmal „überall“. Und ich denke daran, dass ich erst gestern diesen Artikel las und daraufhin direkt conva anschrieb, um zu fragen, ob ein solches Training auch bei uns (Kiga, Hort, Schule) machbar ist. Da kam ich mir noch leicht hysterisch vor.

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* Name geändert

** Welche Kinder er genau fotografiert hat, weiß ich nicht. Wohl eine kleine Freundin des mini-monsieurs, die so auf einem Stein saß, dass ihr unter das Kleidchen zu gucken (und zu fotografieren) war.

*** Dafür regte sich die Freundin umso mehr auf – vor allem über den Vater.

Danke

Ein liebes Dankeschön ❤ durch die halbe Republik geht an Sophie. Leider hat der Post-Streik verhindert, dass der Brief mit heißer Ware pünktlich kam. Aber möglicherweise voraussichtlich kann ich es dennoch verwenden.

Kleinkram

  • Die Kröte hat sich übrigens wieder berappelt. Für irgendwas musste der Erste-Hilfe-Kurs ja gut sein. Daher waren wir auch auf der Hochzeit. Es war eine tolle Party – nachdem das Essen vorbei war. Davor ging es ein bisschen drunter und drüber.
  • Der mini-monsieur muss voraussichtlich operiert werden: Die Rachenmandel aka Polypen sollen raus. Das wurde uns ja schon bei der zweiten OP prophezeit. Damals hatte ich ja noch Hoffnung, dass sich das verwächst. Aber dem ist wohl nicht so. Ich lasse das noch vom Kinderarzt gegenchecken.
  • Gestern nannte ich es „self fulfilling prophecy“, denn irgendwie habe ich es ja herbeigeschrieben: Kündigung. Aus Ermangelung an Kunden. In der Probezeit. („Bauernopfer“ nannte mich die Freundin, denn ich betreue derzeit unseren größten Kunden, bin aber die am leichtesten zu kündigen.)
    Ich habe es nicht wirklich – zumindest nicht so schnell – erwartet, da es außer dem Wegfall eines Kunden keine Anzeichen bzw. Ansagen gab. Aber es kam auch nicht völlig unverhofft. Die Finazdecke war mehr als dünn.
  • Aber da sich am Montag ergeben hat, dass eine Freundin von mir in das Gästezimmer ziehen will, habe ich nicht mehr so schlimmen ökonomischen Druck. Mit dieser Einnahme, ALG1 und leiderleiderleider ohne Mary Poppins wird es wohl einen Moment zu stemmen sein. (Denn, dass ich binnen sechs Wochen was Neues finde, halte selbst ich für utopisch.)
  • Aber mir kann gerade sowieso keiner was. Denn Mark Benecke höchstpersönlich hat meinen post zum Experimente-Geburtstag gelesen und mir „saugeil! i like!“ geschrieben.
  • Außerdem kann ich mich dann vielleicht endlich mal mehr meiner Idee widmen.
  • Und bei MotherHood hätte ich auch was zu tun.
  • Paula wurde leider nicht gefunden. Aber der mini-monsieur spricht nicht mehr so viel von ihr.
  • Die Einschulung rückt immer näher: Der Hortvertrag ist unterschrieben. (Jippie) Der mini-monsieur war auch schon zum ersten Mal da. Der Schulranzen ist auch da. Hotelzimmer für die Gäste aus der Ferne sind gebucht. Jetzt muss ich nur noch die Schultüte basteln.
  • In zehn Tagen habe ich mal wieder „Ausgang“: Mit Freundinnen geht es aufs ZAZ-Konzert nach Berlin.

Wie meine Karriere als Konzertpianistin von jetzt auf gleich zunichte war

Nicht, dass ich wirklich eine solche Karriere in Aussicht hatte, geschweige denn die Ambitionen dazu gehabt hätte, denn ich kann leider noch nicht mal Klavier spielen.

Aber nach Frau Brüllens Unfall bzw. dessen Folgen (zwei gebrochene Finger) muss ich die ganze Zeit daran denken, was damals, im August 2010, der Arzt in der Notaufnahme zu mir sagte, als ich mit einem ziemlich dicken rechten Ringfinger vorstellig geworden war.

Und dann muss ich daran denken, dass diese Situation auf eine gewisse Art eine Schlüsselszene meiner bekloppten obskuren gestörten Beziehung zum Vater des mini-monsieurs war:

Meine Elternzeit zu Hause war gerade gut 10 Wochen vorbei. Ich arbeitete 25 Stunden pro Woche. Allerdings hatte sich eine Woche zuvor der Kv einen (oder waren es zwei?) Zeh gebrochen, was in seinem Fall zu einer ziemlichen Einschränkung führte. Also ging ich vor der Arbeit, direkt wenn ich von ebendieser wieder da war und abends mit dem Hund raus. Dazu noch der mini-monsieur, der gerade erst 14 Monate war und seine Mobilität (laufen) entdeckte und den ich noch mindestens einmal täglich gestillt hatte.

Am entscheidenden Abend machte ich eine Runde mit dem Hund. Eine Freundin rief während dessen auf meinem Handy an. Ich telefonierte kurz mit ihr. Eigentlich haben wir nur ein paar Sätze darüber getauscht, wann sie kommen und was sie noch mitbringen wollten, da passierte es: Die überdrehte Töhle witterte Kilometer weit entfernt einen anderen Hund und schaltete den Turbo an. Mit der Leine am Halsband und der Leine irgendwie sehr unglücklich um meine Hand gewickelt. 30 kg Hund mit Terriereinmischung haben Kraft. Viel Kraft. Viel Kraft, die dann an mir bzw. genau genommen an meinem rechten Ringfinger, der sich in der Leine verheddert hatte, zog.

Bevor ich merkte, was mit meinem Finger wirklich passiert war, hörte ich schon den anderen Hundebesitzer meckern. Ich rannte hinter dem Hund her. Der Finger fing an zu puckern. Ich verabschiedete die Freundin am Handy, ließ mich vom anderen Hundebesitzer beschimpfen, ärgerte mich über unseren Hund, erklärte den Spaziergang für beendet, legte mir die Leine – wie ich es sonst immer tat – wie eine Schärpe über den Körper und spürte so langsam den Schmerz schlimmer werden. Ich wollte nur noch nach Hause: Kühlen.

Zu Hause angekommen ließ ich kaltes Wasser über den Finger laufen und zog mir im Adrenalin-Rausch den Ring vom Finger. Kurz drauf war der Finger etwa doppelt so dick wie normal. Ich gab dem Kindesvater einen kurzen Abriss darüber, was geschehen war: Spaziergang, fremder Hund, unserer losgestürmt, Finger in Leine, Finger kaputt.

Dann kamen die Freunde. Es war klar, dass das untersucht werden musste. Also blieb die Freundin bei meinen Männern und ihr Freund fuhr mich in die nächste Notaufnahme. Ich wurde geröntgt – klar. Dann betrachtete der erste Arzt das Schwarz-Weiß-Bild meines Fingers. Dann kam noch einer. Und noch einer. Gut 15 Minuten brüteten drei Weißkittel über meinem Röntgenbild, während das Puckern in meinem Finger schlimmer wurde, bis dann ein Arzt zu mir kam und die für mich legendäre Frage stellte: „Sie sind jetzt aber nicht zufällig Konzertpianistin?“ Ich war verwirrt, brauchten die jetzt zur besseren Diagnosestellung Rachmaninov? „Ähh, nein“, brachte ich gerade so raus. „Gut“, hörte ich, „denn sonst wäre Ihre Karriere jetzt wohl vorbei.“

Dann wurde mir mitgeteilt, dass ich einen sogenannten Spiralbruch hätte und dass ich mit einem solch komplizierten Bruch doch bitte in die Klinik mit der Handchirurgie fahren sollte, da wäre ich in besseren (haha) Händen. Der Kumpel war erfreulicherweise bereit, mich dahin zu fahren. Abends um 22h00.

Dort angekommen wurde sich schnell um mich gekümmert. Meine Schmerzen und die Schwellung waren mittlerweile gefühlt unermesslich und so fand ich die Idee, den Finger unbetäubt – hallo? geht’s noch – zu richten und zu schienen, ausgesprochen unakzeptabel. Ich bekam einen „Block“ gesetzt und wurde dann mit Gipsschiene und zwei blockierten Fingern (der Mittelfinger diente als Stütze) entlassen.

Gegen 23h30 waren wir wieder zu Hause. Der mini-monsieur schlief schon. Und während mich die Freundin sehr besorgt und mitfühlend begrüßte, war die Begrüßung des Kindesvater sehr unterkühlt. Aha, was hatte ich denn nun schon wieder ausgefressen?! Ich war fix und alle von dem Abend und wollte nur noch schlafen. Aber da waren diese Schwingungen in der Luft. Diese negativen Vibrationen wie ein heranrollendes Gewitter.

Die Freunde verabschiedeten sich. Ich ging Zähne putzen – mit links, sagte gute Nacht und legte mich zum mini-monsieur. Ich war fast eingeschlafen, da kam er noch einmal rein. „Ich will das nicht“, war mein Gedanke, „ich will schlafen.“ Doch wenn es ihn gepackt hatte, war er nicht aufzuhalten und so schleuderte er mir entgegen, dass ich ihn angelogen hätte. Mein Puls ging hoch. Ich drehte mich um und meinte nur: „Wenn Du meinst. Ich muss schlafen. Ich habe Schmerzen.“ Er ließ von mir ab es auf sich beruhen und trollte sich.

Am nächsten Tag musste ich es aber über mich ergehen lassen: Ich hätte ihn angelogen. Der Unfall wäre nur passiert, weil ich telefoniert hatte. Warum ich ihm das nicht gesagt hätte. Was ich zu verheimlichen hätte. Und so weit und so fort. Quintessenz: Ich war – in seinen Augen – halt selbst Schuld an dem gebrochenen Finger, daher brauchte ich auch kein Mitgefühl erwarten. Außerdem hatte ich ihn ja angelogen.

Diese Geschichte verfolgte uns noch bis zur Trennung. Wir hatten einen Termin bei einer Paartherapeutin: Ich kam von der Arbeit dahin und dachte auf dem Weg mit dem Fahrrad genau an diese unsägliche Situation, wie ätzend ich sein fehlendes Mitgefühl fand. Und – und das war schon ziemlich spooky – er erzählte dann genau diese Geschichte, weil sie seiner Meinung nach deutlich zeigt, was das große Problem zwischen uns war: meine Lügerei.

Der Ringfinger ist seit dem Unfall krumm und ich kann ihn auch nicht mehr wie die anderen Finger durchstrecken. Außerdem passen die Ringe nicht mehr drauf und etwas wetterfühlig ist er auch.

Und manchmal halt beschert er mir einen Flashback und mahnt mich, wie schief Beziehungen und Wahrnehmungen verlaufen können.

Waffeln

Wenn man meine Mutter fragt, würde sie wohl sagen, dass ich ein besonderes Verhältnis zu Waffeln habe. Naja, genau genommen zu Waffeleisen. Denn ich habe mindestens drei Waffeleisen der Famile auf dem Gewissen. Das zuletzt angeschaffte meiner Eltern habe ich daher auch noch nicht benutzt mal von Nahem gesehen.

Aber Waffeln sind toll. Und was wäre ein samstäglicher Marktbesuch ohne Waffel vom Fleischer und Kaffee vom Wacker?! Hin und wieder mache ich Waffeln auch selbst. Aber bislang war ich mit K E I N E M Rezept so wirklich zufrieden.
Das Rezept, das meinem Waffeleisen (und das ist tatsächlich noch heil) beilag, war irgendwie zu fettig. Allen weiteren, die ich dann so probiert habe, fehlte immer irgendwas: Fett, Ei, Milch, Mehl, Geschmack. Doch nun bin ich fündig UND kreativ geworden. Und damit ich es nicht wieder vergesse, schreibe ich es mal auf, MEIN Waffelrezept:

250 g Mehl
100 g Zucker
100 g Butter
100 g Quark
1 TL Backpulver
3 Eier
1 guter Schuss Mineralwasser (oder auch 2, vermutlich 100 mL)

Und das Gute: Ich musste das beschichtete Waffeleisen nur einmal zu Beginn einfetten.

Nicht ohne Schutzbrille

Yeah! Puhh! Jippiiieee! Geschafft! *seufz* – So habe ich mich gestern abend gefühlt, als nur noch der mini-monsieur, Mary Poppins und ich am Tisch saßen und Pizza aßen. Das war so gegen 20h00. Die Gäste vom mini-monsieur waren vor über einer Stunde gegangen. Gegangen nach sehr kurzweiligen und für die Kinder sehr spannenden vier Stunden.

Wer mit auf twitter oder ig folgt, weiß, dass ich bis zum Vortag noch gezittert hatte, ob ich wirklich alle Versuche durchführen kann. Waren für zwei der zehn vorgesehenen doch böseböse Chemikalien nötig. Die Apotheke – ja, ich war nur in einer, weil ich einfach keine Zeit hatte, diverse Apotheken im Viertel oder gar der Stadt abzuklappern – konnte mir nur einen Bruchteil der benötigten Chemikalien besorgen.

Aber ich hatte doch schon das benötigte Labormaterial besorgt. Das musste also irgendwie gehen.* Und nach meinem Hilferuf auf fb war ich meinem Plan wieder deutlich näher. Nur dass natürlich Mittwochnacht-Bestellungen bei Post-Streik eher suboptimal sind. Aber Freitag (!) war alles da, sodass ich nachts noch testete. Yeah!

Am Samstag waren nur noch ein paar kleine letzte Vorbereitungen – Törtchen, Melone, Eismasse, Spritzen aufziehen, Ammoniak verdünnen – zu machen und so waren wir eine Stunde vor Einladung bereit. Und während die Regenwolken über uns hinwegzogen und es auch immer wieder nass wurde, war ich sehr froh, einen Indoor-Geburtstag geplant zu haben.

IMG_5052_ba(Die Tischdecke ist übrigens ein Duschvorhang 😀 Und das Mikroskop ein Erbstück meines Ex-Schwiegeropas.)

Passendes Party-Geschirr gab es bei BlueBoxTree.

20150620_121149_Richtone(HDR)_baDie kleinen Forscher kamen ziemlich pünktlich. Da unter den Kindern zwei dabei waren, die noch nie beim mini-monsieur waren, habe ich sie erstmal spielen lassen.

IMG_5056_baVermutlich hätten sie auch einfach den ganzen Nachmittag getobt, aber als ich sie nach 20 Minuten fragte, ob sie Lust aufs erste Experiment hatten, hätten sie mich fast umgerannt. Und wie schon im letzten Jahr habe ich auch bewusst nicht mit Kuchen essen angefangen.
Bevor es losging, bekamen sie eine Laboreinweisung:

  • Mit behandschuhten Händen nicht sich oder wem anders ins Gesicht langen.
  • Ich bin Buck. Also alles hört auf mein Kommando.
  • Es wird nichts, mit dem wir experimentieren, in den Mund genommen.
  • Es geht den ganzen Nachmittag nicht um Wettbewerb, sondern ums Beobachten, Staunen, Mitmachen. Es kann keiner gewinnen!

Eifriges Nicken, kein Gerangel. Als alle sitzen, verteile ich Petrischalen und Pipetten für den Apfelversuch.

20150620_121914_Richtone(HDR)_baJedes Kind bekam einen andere Apfelsorte. Aus jedem wurden zwei Schnitze geschnitten, die sie dann in die Petrischale legen sollten. Ein Schnitz blieb unbehandelt, auf den anderen sollten sie Zitronensaft träufeln. Dann wurden sie hingestellt, um zu gucken, was im Laufe des Tages damit passiert.

20150620_150329_baDa es gerade nicht regnete, beschloss ich Experiment zwei und drei zu tauschen, da wir für das eine Sonne brauchten. Also erstmal Zauberpapier aka Cyanotypie (danke an Frau DrehumdieBolzenIngenieur für die Idee). Aus dem Auflagematerial (diverser Bastelkram und Playmobil-Figuren) haben sie erstmal ihre Motive zusammengestellt.

IMG_5062_baDann wurden im Halbdunkel die gekauften Photochemie-Blätter belegt und anschließend belichtet:

20150620_151642_baBeim Auswaschen im Wasser passierten wundersame Dinge: Aus hell wurde dunkel und umgekehrt.

IMG_5066_baUnd dann trocknen auf dem Balkon.

IMG_5068_baUnd während die blauen Bilder trockneten, waren wir auch schon bei Versuch 3. Einer der Versuche, für die ich die bösen Chemikalien brauchte: der Chemische Garten.

IMG_5073_baHier ging Sicherheit vor (und ein bisschen Muffensausen hatte ich schon). Also erstmal Handschuhe und Schutzbrille.

IMG_5070_ba_01Die Fast-Schulkinder waren aber sehr konzentriert bei der Sache. Es gab weder ein Hauen und Stechen mit den Pinzetten, noch haben sie mit den Metallsalz-Kristallen eine Schneeballschlacht begonnen. Stattdessen bestückte jedes Kind eifrig und gespannt sein Glas mit verdünntem Natronwasserglas mit jeweils einem der drei verschiedenen Kristalle. Erfreulicherweise passierte in ihren Gläsern schneller was, als in meinem am Vorabend beim Testen.

IMG_5075_ba IMG_5100_ba IMG_5103_baDann wollten sie erstmal das Kinderzimmer verwüsten spielen. Außerdem kam just Mary Poppins und so konnten wir in Ruhe das nächste Experiment vorbereiten.

Kurz bevor das Spiel zu kippen drohte wegen Unterzuckerung, fragte ich ins Kinderzimmer, ob sie denn Eis wollen. Einmal mehr war ich froh, dass es nur sechs Kinder waren, denn wie laut hätten wohl noch mehr Kinder „JAAAAA“ gebrüllt.

IMG-20150620-WA0014_ba🙂 Dass sie das Eis allerdings selbst machen sollten, hatten sie nicht erwartet. Aber brav rühren sie in der Schoko- und Vanillemasse**.

IMG_5077_baAls sich aber erwartungsgemäß nicht so viel tat, streute ich Spezial-Pulver (aka Salz) auf die Eiswürfel.

IMG_5081_baUnd siehe da, es wurde langsam fester. Sehr langsam und wir stellten das Eis beiseite und gingen zum Kuchenessen über. Aber einfach so geht das natürlich nicht bei einer Experimente-Feier. Es gab also Kuchen mit Effekt.

IMG_5105_baMit viel Spaß spritzen sie den gefärbten Zitronensaft in die Krater und staunten, was passierte.

IMG_5118_baUnd dann wurde erstmal gegessen. Neben den Muffins Vulkanen gab es noch Erdbeer-Törtchen, Erdbeeren pur und Melone. Mehr braucht es wirklich nicht.

Als alle gesättigt waren, ging der mini-monsieur seine Geschenke auspacken. Aber so richtig bei der Sache war er nicht. (Ganz ehrlich: Wenn die Kinder nicht schon so blöd drauf konditioniert wären, dann würde ich gerne sagen: „Nichts schenken. Das Kinderzimmer ist voll.“)

Daher rief ich zum nächsten Experiment: Chromatographie. Wir wollten also gucken, aus welchen Farben wohl die einzelnen Stiftfarben – gelb, orange, rot, blau, rosa, violett, grün, schwarz, silber und gold – bestehen.

IMG_5091_baUnd weil wir gerade so bei Stift und Papier waren, schob ich den Versuch mit der Zaubertinte*** hinterher. Mit der hellblauen Zaubertinte malten alle unsichbare Bilder auf ihr Blatt.

IMG_5092_ba Die in einer geheimnisvollen Kiste*** auf dem Balkon (so geheimnisvoll, dass es kein Bild davon gibt) entwickelt haben. Soweit es eben ging. Allerdings hat das nicht ganz so geklappt. Ich vermute mal, dass die Zaubertinte zu niedrig konzentriert war.

Als nächstes versuchten wir, Luftballons ohne Pusten aufzublasen. Das soll gehen?! Wir gingen auf den Balkon mit Erlenmeyerkolben, Trockenhefe, Backpulver, Natron, Essig, warmem Wasser und Zucker.

IMG-20150620-WA0012_baJetzt wissen die Kinder also, warum man Backpulver, Natron oder (Trocken-)Hefe beim Backen braucht. Und dass die Hefe etwas länger braucht, weil sie es gern kuschelig und süß mag, und dann (gewissermaßen) pupst.

Mittlerweile war es schon 17h30. Also noch eine Stunde bis zum Abholen. Nach Hunger sahen die Kinder nicht aus (also keine Pizza), also lieber noch ein letztes Experiment. Aus vorgeschnittenen Teilen und einer Filmdose fertigte sich jedes Kind eine Rakete an, die wir dann zum krönenden Abschluss und tatsächlich mit einem kleinen Knall haben fliegen lassen.

20150620_175943_baNach ein paar Starts zur allgemeinen Belustigung, gab es noch eine Runde Eis, das nun endlich gefroren war. Dann spielten die Kinder noch friedlich bis die ersten Eltern pünktlich kamen und versuchten, das richtige Kind mit den richtigen Schuhen wieder einzusammeln. Zum Abschied gab es noch die (leider) obligatorische**** Mitgebsel-TüteBox mit:

  • eine Lego-Forscherfigur
  • Ahoi-Brause
  • Seifenblasen*****
  • bisschen Süßkram
  • Cyanotypie-Bild
  • Zaubertinten-Bild
  • Chromatographie-Blatt
  • Spritze

Und dann war Ruhe. Nur ein strahlender mini-monsieur erinnerte daran, dass es wohl eine sehr spannende und spaßige Angelegenheit war. Und dass es genau richtig war, keine Wettbewerbsspiele gemacht zu haben. Es dauerte noch eine Weile, bis er endlich schlafen und ich mich danach meinem Bier widmen konnte.

Nächstes Jahr will er übrigens im kleinesten Kreis feiern. Denn er will nach Köln ins Maus-Museum. Und dazu sollen nur der Kumpel, der bald nach Köln zieht, und die (meine) Freundin, in die er schwer verliebt ist und die in Köln wohnt, eingeladen werden. Ich bin gespannt, was daraus wird 🙂

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* Ich hatte sogar den Verlag des Buches angeschrieben und bekam am nächsten Tag eine e-Mail vom Autor höschstpersönlich. Was sollte da noch schief gehen. (Affiliate-Link)

** Schoko = 200 mL (1 Be) Sahne + 9 gut gehäufte Löffel Kakao + 300 mL Milch
Vanille = 200 mL Sahne + 1 Be fertige Vanille-Soße mit Milch auf 500 mL auffüllen

 *** Zaubertinte = Kupfersulfat-Lösung; Zauberbox = Schuhkarton mit Schlitz und Ammoniaklösung drin

**** Das gleiche Kind wie im letzten Jahr hat auch dieses Mal schon wieder total danach gejiepert. Ich kann das nicht leiden.

***** Eigentlich war auch noch ein Seifenblasen-Versuch vorgesehen, aber auf den habe ich dann aus Zeitgründen verzichtet.

Aber so echt mit Knall

Schon im Januar hat der mini-monsieur festgelegt, dass das diesjährige Motto seines Geburtstags „Experimente“ sein soll. Und Experimente sind für ihn tatsächlich eher chemische Experimente. Da schlägt doch gleich das naturwisschenschaftliche Mutterherz höher. Allerdings wünscht er sich „Knall und Peng“. Hmmm, wenn’s in der Chemie knallt und pengt, ist ja im Normalfall etwas schief gegangen. Findet er jetzt nicht so knalle (hahaha), aber er vertraut mir, dass ich das schon irgendwie mache.

Ich habe ein Kinder-Experimente-Buch. Meine Mama hat noch mehr, die sie mir zur Verfügung stellt. Aber davon kann man ja nicht genug haben, also bestellte ich noch zwei weitere. Letzlich suchte ich vier Büchern und im web nach geeigneten Versuchen:

Im ersten Schritt habe ich 40 Post-its in den Büchern verteilt. Das ist eindeutig zu viel. Leider. Ich gehe sie noch einmal durch und komme auf 12. Mal schauen. Ich erstelle eine Zutatenliste und habe schließlich zehn Experimente, die ich wirklich gerne mit den Kids machen möchte. Ich tüftele ein bisschen, damit die Reihenfolge auch Sinn macht. wpid-img_20150607_175033.jpgIch lege eine neue Liste an, auf der ich genau notiere, welche Zutaten, Behälter, Materialien ich für welches Experiment benötige. Dann surfe ich stundenlang durchs Netz und freue mich über Erlenmeyerkolben, Pipetten, Messbecher und vielem mehr. Ich könnte das halbe Netz leerkaufen unter anderem auf diesen Seiten:

Ich bemühe mich, mich aufs Wesentliche zu beschränken. Aber so ein bisschen nach Labor soll es ja schon aussehen. wpid-img_20150602_134505.jpg wpid-img_20150602_134140.jpg Handschuhe gibt es selbstverständlich auch.

Nachdem endgültig geklärt ist, wen der mini-monsieur einladen will, habe ich die Einladungskarten gestaltet. Zum Glück habe ich (ja, ich! Das ist meins!) das Lego-Set. wpid-img_20150602_234246.jpgDabei kommt mir auch die Idee, welche Mitgebsel es geben soll. Ich wühle mich durch das Lego-Ersatzteil-Lager und bestelle Forscher-Körper, Hosen, Köpfe, Haare und Erlenmeyer-Kolben für alle. wpid-img_20150617_093858.jpgDaneben wird es noch Seifenblasen geben, weil es dazu auch einen Versuch geben wird und auch die gute alte, wirklich schwer erhältliche Ahoi-Brause wird eingesetzt. Drei Läden musste ich in Frankfurt abklappern, bis ich welche gefunden habe. wpid-img_20150615_142731.jpgWeitere Materialien habe ich in einem wunderbaren Schreibwaren-Laden gekauft. Dass es sowas noch gibt. *schwärm* Ich hätte den ganzen Tag dort bleiben können. Ich bekam alles, was noch auf meiner Liste stand dort – abgesehen von den Chemikalien. wpid-img_20150616_140246.jpgDie Chemikalien bereiten mir auch gerade sehr Kopfschmerzen. Ich stand heute eine dreiviertel Stunde in einer Apotheke und habe zuerst eine PTA wuschig gemacht (und sie mich: Auf der Liste stand „Parafilm“. Sie: „Das heißt auch Paraffin.“ „Nein, das ist nicht das gleiche.“ „Doch, das heißt nur anders.“ „Nein, ich meine diese Strechfolie zum Verschließen.“ o.O ).Dann hat sich die studierte Pharmazeutin um mich gekümmert. Aber viel konnte sie auch nicht für mich machen. Wenn ich die Chemikalien aber nicht bekomme, dann muss ich Versuch 2 und 8 streichen. Wobei 2 derzeit noch mehr auf der Kippe steht als 8, denn Kupfersulfat habe ich hier und Ammoniak würde mir die Apotheke bestellen. Dann mache ich vielleicht doch den Rotkohl-Versuch.

Und nachdem Mary Poppins heute meinte, dass sie doch kommen könne, kann ich am Samstag vielleicht doch ein paar Fotos machen. Dann gibt’s auch einen Text über die hoffentlich gelungene Party.

Edit: Nachdem ich nun auf fb einen Hilferuf abgesetzt habe, bekam ich den entscheidenden Hinweis*. Man glaubt es kaum: Die meisten fehlenden Chemikalien kann man bei amazon bestellen. Ich bin völlig baff.

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* Und einen tollen Kommentar (nicht von der gleichen Person): „Also es gibt auch viele Experimente, die ohne Chemikalien auskommen und daher besser für Kinder geeignet sind, wie alt ist denn der Sohn?

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° Amazon-Affiliate-Link

12 von 12

Da ich es mal wieder geschafft habe 12 Bilder am 12. – diesmal – Juni zu machen, reiche ich hiermit meine ig-Bildchen nach:

#1: Besuch steht ins Haus. Heute und morgen Übernachtungsgäste. Sonntag Geburtstagsgäste für den mini-monsieur. Also muss ich erstmal sauber machen. Zum Glück habe ich heute frei. Während Kevin das Wohnzimmer und die offene Küche saugt, kümmere ich mich um die restliche Wohnung

wpid-img_20150612_095102.jpg#2: Es verspricht heiß zu werden. Also mache ich meine Füße sandalentauglich.

wpid-img_20150612_101309.jpg#3: Es gibt so Tage, da geht so einiges ins Auge. Heute unter anderem die Mascarabürste. Aber dank des neuen Make-up-Entferners lässt es sich ganz einfach korrigieren.

wpid-img_20150612_102421.jpg#4: Morgen ist Hochzeit. Wir Freundinnen haben zusammen gelegt und es wird einen kleinen Koffer voller Geld für die Hochzeitsreise geben. Und damit der Koffer voll wird, gibt’s kleine Scheine.

wpid-img_20150612_114621.jpg#5: Da der morgige Tag komplett für die Hochzeit drauf gehen wird, ist heute gewissermaßen der Tag vor dem Geburtstag vom mini-monsieur. Also wurschtel ich das erste Mal in meinem Leben mit Fondant.

wpid-img_20150612_154850.jpg#6: Zwischen Kuchen und der wohlverdienten Abkühlung liegen ein paar ereignisreiche Stunden. Dankbar stecke ich meine Füße rein und der mini-monsieur sich komplett.

wpid-img_20150612_155327.jpg#7: Alle schon heute anwesenden Hochzeitsgäste, die auch zum Teil bei mir nächtigen, treffen sich in einer typischen Apfelwein-Wirtschaft. Es gibt genug Äppler-Trinker und so können wir einen Bembel bestellen.

wpid-img_20150612_192329.jpg#8: Eigentlich hätte die Braut, die noch vorbeikommt und die Trauzeugin abholt, dringend einen Schnaps gebraucht. Aber sie ist flatterig und mit dem auto da. Wir anderen haben aber umso mehr Spaß am Mispelchen und am zweiten und am dritten. Die sind einfach zu süffig.

wpid-img_20150612_214725.jpg#9: Aus dem Mispelchen heraus wurde auch die Idee geboren, die am Morgen besorgten Geldscheine doch noch zu falten. Wir entscheiden uns für Kröten aus den Kröten. Die Bastelmutti in mir hat noch Wackelaugen und so haben wir – die gute Freundin, der Mann der Trauzeugin und ich – noch spät bei uns zu Hause Spaß beim Falten. (Und wir verfalten tatsächliche alle Scheine, sodass wir später um 0h40 einen schönen Koffer voller Kröten haben.)

wpid-img_20150612_231350.jpg#10: Die Freundin und ich genehmigen uns noch einen Whisky. Ich mag das Zeug, aber zum Glück kann man es nicht zu runterstürzen wie das Mispelchen.

wpid-img_20150613_005102.jpg#11: Die Erdbeeren werden weder im Kühlschrank noch offen in der Küche besser, also essen wir sie. (Wir falten übrigens immer noch.)

wpid-img_20150613_005233.jpg#12: Mäglicherweise haben mir die Erdbeeren Superkräfte verliehen. Oder der Whisky. Oder die Uhrzeit. Zumindest schaffe ich es beim Glattziehen den letzten Fünfer zu zerreißen.

wpid-img_20150613_005358.jpgAlle 12von12 sammelt Caro von Draußen nur Kännchen.