Meilensteine

Die Einschulung rückt immer näher. So war ja letztens Kennenlerntag in der Grundschule. Und weil es dem mini-monsieur dort so gut gefiel, sah ich mich genötigt, endlich mal die Ranzenentscheidung zu finalisieren. Ich hatte ja schon vor einer Weile, nachdem ich den Stiftung-Warentest-Bericht gelesen hatte, beschlossen, dass es ein Scout Alpha werden sollte.

Eigentlich ist es bis zum Geburtstag noch über einen Monat hin, aber ich war dennoch keinen Moment zu früh, wie ich feststellen musste. Denn einige Designs des gewünschten Modells waren nur noch schwer zu bekommen. Um die Entscheidung kurz zu halten, bot ich meinem Kind zwei Designs an. „Ich weiß nicht, Mama, ich finde die beide gut“, kommt es wenig hilfreich aus seinem Mund. „Entscheide Du.“ Na toll. Aber erfreulicherweise ist meine Mutter (und edle Stifterin des Ranzen) ja mittlerweile Smartphone- und WhatsApp-tüchtig, sodass ich ihr die beiden Designs zuschickte und sie letztlich entschied.

Zwei Meilensteine im Leben mit Kind erreicht: Nun hat der Sohn einen Ranzen (also wird einen haben) und ich habe gefühlt ein Diplom in Raketenwissenschaft. (Das lag beim Ranzen dabei.)

Im Kindergarten stehen die Zeichen auch auf Sturm Streik Schulanfang: Der Schulwegepass steht an. Gestern bekamen vormittags die Kinde einer erste Einweisung – mit einem Polizisten, der vom mini-monsieur auch als Autorität angenommen wurden. Denn ich wurde belehrt, dass er, also der mini-monsieur, NICHT auf der Straße fahren dürfte. Auch nicht, wenn ich dabei bin oder wenn der Bürgersteig zugeparkt ist. Ich war kurz davor zu fragen, ob er denn überhaupt erlauben würde, dass Kinder Rad fahren. Und damit wir Eltern auch auf dem neusten Stand der StVO sind, bekamen wir nachmittags auch eine Einweisung, die in dem wirklich komischen Höhepunkt endete, dass der Heinzel mit ca 20 Erziehungsberechtigten im Schlepptau über den Zebrastreifen vor dem Kindergarten ging, ein Stück die Straße hoch wanderte, bis zur ersten Ampel, um dort die Straße, die wir zuvor via Zebrastreifen passiert hatten, zu überqueren. Dann kommt zum Glück eine kleine Querstraße, sodass wir auch das Straßeüberqueren zwischen Autos üben konnten. Und kamen dann nach 50 Metern wieder heil am Kindergarten an. Ich weiß jetzt wenigstens, dass sich bei Einfahrten die Bepflasterung ändern muss: farblich, Anordnung der Steine, Pflasterart.

Und während ich so im Entenlternmarsch zweimal an meinem Haus vorbeilief, absolvierte der mini-monsieur einen weiteren Meilenstein. Alleine. Ohne mich. Aber mit mir wäre es auch nicht gegangen, denn er ging ganz alleine und selbstständig vom Kindergarten zum Aikidotraining.*,**

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* Ist allerdings auch kein sonderlich dramatischer Weg, da er KEINE Straße überqueren muss.

** Am Wochenende gab es eine kleine Generalprobe: Als er zu Besuch bei der einen Kindergartenfreundin war, ist er mit dieser allein zum nächsten Kiosk (keine Straßen) gegangen, um sich Eis zu kaufen.

Ein Gedanke zu „Meilensteine

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