In der Ruhe liegt die Kraft

Einatmen, ausatmen. Endlich geht das wieder. Ungestresst. In Ruhe. So viel Ruhe, dass ich bereit bin, Angebote zu machen. Und es lässt den mini-monsieur in sich reinhorchen. Er fühlt gerade viel. Viel ist noch nicht klar. Und vieles vom Rest ist tendenziell negativ. Geprägt von Vermissen: Er vermisst jetzt schon den Kindergarten-Kumpel, der im Sommer wegziehen wird. Er vermisst seine Zugbekanntschaft Paula. Er vermisst die Freundin, mit der wir geradelt sind. Er vermisst Köln. Er vermisst Oma und Opa.

Und er vermisst den Papa. Und Frankreich.

Ich weiß nicht, ob er das vorher nicht gefühlt hat. Oder ob er (zu sehr) gespürt hat, wie angespannt ich war und es deswegen nicht zugelassen hat. Die Situation der vergangenen fünf Monate ist nicht spurlos an ihm vorbeigegenagen. An keinem von uns.

Und so bin ich froh, dass wir endlich wieder mal Ruhe haben. Eine Ruhe, die uns beiden Kraft gibt. Dem mini-monsieur Kraft, sich seinen Gefühlen zu stellen, sie zu artikulieren. Und mir die Kraft, seine Gefühle anzunehmen, ihn zu unterstützen. Ich habe mich die ganze Zeit über bemüht, ihm nicht das Gefühl zu geben, dass der Papa keine Rolle mehr in seinem Leben spielen darf. Aber ich merke selbst, wieviel einfacher es mir fällt, seitdem ich endlich wieder durchatmen kann.

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