Liebes Tagebuch am Fünften (März)

Wow, zwei Jahre Tagebuchbloggen. Frau Brüllen hat einen Trend gesetzt.

Nachdem ich gestern endlich, endlich mal wieder schwimmen war, bin ich abends total k.o. und schlafe gegen 21h00 ein. Wach werde ich um

1h00 weil der mini-monsieur vor mir steht und mit mir kuscheln will. Er verkriecht sich in mein Bett. Ich suche noch sein Kissen, putze mir die Zähne, denke sogar im Halbschlaf an mein Nasenspray und habe Durst.

1h20 Ich bin auch im Bett. Bin aber nicht so richtig müde. Ich mache also noch eine SoMe-Runde, öffne eine nicht ganz logische Nachricht von meinem voraussichtlich neuen Chef und lese ein bisschen Nachrichten. Das Kind neben mir schnarcht. Ich muss ihn leider wecken, um ihm Nasenspray zu verpassen. Irgendwann schlafe ich ein.

8h00 ist es vermutlich, als der mini-monsieur wach wird und verschwindet. Ich schlafe noch einmal ein werde fatalerweise nicht richtig wach. Denn als ich um

8h40 richtig wach werde, dünkt mich was. Es ist verdächtig ruhig in der Wohnung. Das kann nur eins bedeuten. Ich nehme mein Handy zu Hand und öffne die Remote-App für den Fernseher. Aha, der TV ist aktiv. Ich schalte also via App den Fernseher aus. Und wieder aus. Und wieder aus.

8h45 Dann schleiche ich Richtung Wohnzimmer. Die Tür ist zu. Schwungvoll öffne ich und sehe einen hektisch die Fernbedienung suchenden mini-monsieur. Schuldbewusst macht er den Fernseher aus. Anstatt zu schimpfen – denn was nützt es über verschüttete Milch zu klagen – sage ich nur, dass es heute und morgen abend kein Fernsehen gibt, denn er habe ja sein Pensum mit dem morgentlichen Gucken ausgeschöpft. Dann trollt sich der mini-monsieur, seine Klamotten suchen.
Während er sich anzieht, bereite ich das Wohnzimmer vor und schicke Kevin los. Dann bereite ich das Frühstück fürs Kind und – man gucke und staune – der mini-monsieur ist um

9h15 startklar. Ich rufe im Kindergarten an und er geht los. Ich räume das Gästezimmer auf, da heute die liebste Freundin mit ihrer Baby-Tochter kommen will; sauge per Hand, während Kevin immer noch im Wohnzimmer aktiv ist, Gästezimmer, Flur, Bad, mein Zimmer und Küche. Anschließend wische ich noch die Küche und dann setze ich mich mit Tee und Pfannkuchen von gestern abend aufs Sofa. Nach meiner Runde durchs Internet, will ich diesen Beitrag beginnen, bin aber um

10h40 etwas dummbräsig und kippe erstmal meinen Tee um. Zum Glück vom Rechner weg, aber dafür über ein paar Bücher, Zeitschriften, die Fernbedienung und die Funkmaus. Tisch und Boden sind natürlich auch getränkt. Also trockne ich erstmal alles, mache mir einen neuen Tee und setze dann erneut an, diesen post zu beginnen. Was nun auch reibungslos klappt.

12h00 Uuups, soo spät schon. Da hat das Bloglesen doch etwas länger gedauert. Jetzt aber hopphopp, ich habe doch um 13 Uhr einen Termin.

13h00 Ich bin pünktlich, muss aber dann doch warten. Tja, wie auch schon von einigen Fachleute davor wird mir auch hier wieder attestiert, dass eigentlich nicht ich das Problem bin bzw. habe. *seufz* Ich solle mir mehr Inseln der Glücksseeligkeit schaffen.

14h20 Ich bin wieder zu Hause und habe Hunger. Avocado geht immer. Da die Freundin meiner Berechnung nach nicht vor 15h45 ankommen wird, lasse ich mir bis

15h00 Zeit, bis ich endlich einkaufen gehe. Irgendwie trödel ich durch den Supermarkt. Und es ist

15h45 als ich wieder draußen bin und gerade so überlege, ob und wo ich jetzt wohl günstig ein Federmäppchen für den mini-monsieur bekomme, der morgen an der Wahlgrundschule einen Probetag hat, als ich auf meinem Handy einen vor vier Minuten verpassten Anruf und eine sms entdecke: Die Freundin steht schon vor der Tür. Zum Glück sind es nur drei Minuten bis nach Hause.

16h20 Nach Hallo und Baby-Mädchen bestaunen, Einkäufe verräumen, quatschen und Essen für das Baby-Mädchen erwärmen, fällt mir siedendheiß ein, dass heute ja Donnerstag und somit Chortag für den mini-monsieur ist. Ich mache mich fertig und flitze nach nebenan, wo ich ein verschwitztes Kind finde. Ich eise ihn los und treibe ihn zum schnellen Anziehen an. Dazu muss ich ihn pädagogisch unwertvoll mit Schocki bestechen. Aber wir sind trotz dem wirklich kurzen Weg spät dran. Er beeilt sich und wir gehen schnellen Schrittes einmal um die Kita rum und sind dann auch schon fast am Probenraum.

16h34 Die Probe hat schon angefangen. Der mini-monsieur huscht rein, sucht sich einen Platz und raunt der Chorleiterin im Vorbeigehen „Entschuldigung“ zu. Ich bin baff und stolz auf mein Kind, dass es sich für sein Zuspätkommen entschuldigt.

16h40 Ich bin wieder zu Hause. Das Baby-Mädchen wird gerade gefüttert. Ich nutze die Gelegenheit, um endlich mal die kaputten Halogenstrahler auszutauschen. Wir quatschen. Dürfen aber nicht wieder die Zeit vergessen, denn um

17h00 müssen wir uns wieder auf den Weg machen. Die Probe ist noch nicht zu Ende und wir können durch den Türspalt linsen.
Wie schon den Hinweg habe ich auch auf dem Rückweg das Baby-Mädchen, das für seine sieben Monate und mit Blick auf die zierliche Mutter doch recht schwer ist, auf dem Arm. So leihweise fühlt sich das gut an, aber ich merke, dass ich irgendwie aus der Baby-Nummer raus bin.

17h20 Ich mache Kaffee für die beste Freundin und Milchschaum für sie und den mini-monsieur. Zeitgleich setze ich den Pizzateig an. Das Baby-Mädchen rollt durch Wohnzimmer und Küche, der mini-monsieur bespaßt sie ganz liebevoll.

18h35 Im Keller suche ich das seit Jahren unbenutzte Baby-Reisebett. Danach diskutiere ich mit dem mini-monsieur, ob er seine alte Matratze für eine Nacht hergibt, damit es das Baby-Mädchen bequem hat. Nein, die Matratze darf sie nicht haben.

19h00 Wir belegen die Pizza gemeinsam. Dank der Erkenntnis, dass Pizza bei hohen Temperaturen am besten wird, ist sie auch schnell fertig. Ich denke daran, dass ich mir bei nächster Gelegenheit den von Frau Brüllen angepriesenen Pizzastahl zulegen werde – auch wenn ich eckige Pizzen vom Blech recht praktisch finde.
Während das Baby-Mädchen schläft, genießen wir die Pizza.
Danach suchen der mini-monsieur und ich Mäppchen (meine alte Stiftbox), Buntstifte, Bleistifte (extra neu gekauft), Kleber und Schere. Denn das Zeug soll der mini-monsieur morgen zum Probetag an der Wahlgrundschule mitbringen.

21h00 Das Kind macht sich bettfertig. Ich lese vor und dann geht er schlafen. Das Baby-Mädchen, das kurzzeitig wieder wach war, geht auch ins Bett. Damit haben wir Muttis Zeit zu quatschen und quatschen und quatschen bis nach Mitternacht.

 

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