Idee

Nicht, dass es mich erstaunt hätte, aber die Kündigung ist fix. Ich habe es in einem gewissen Maß ja auch darauf angelegt. Dazu kam ein durchseuchter Januar und der Februar ist auch noch nicht ganz viren- und bakterienfrei: immer noch Ohrenschmerzen, am Wochenende allerdings zur Abwechslung rechts. Die letzten drei Wochen habe ich jeweils maximal 3 Tage gearbeitet. Aber darüber wollte ich ja gar nicht schreiben.

Kündigung also. Ab März dann also ohne Job – voraussichtlich, eventuell?! Und vielleicht eigentlich gut so?! Ja, es ist nicht erstrebenswert ohne Arbeit zu sein, aber vielleicht gibt mir das die Gelegenheit, mich in meiner Situation als Alleinerziehende endlich mal richtig einzugrooven. Denn so sehr ich keine Sonderbehandlung als Alleinerziehende bei der Arbeit möchte, so wenig kann ich aber auch – realistisch betrachtet – weitermachen, wie ein Mann eine Vollzeitarbeitende, deren Kind vom Vater und Partner betreut wird.

Zudem lief es ja auch alles andere als gut im Job. Was zum einen sicherlich an der Hierarchie lag. Meine Vorgesetzte hat mich trotz meiner Position oftmals wie eine bessere Praktikantin behandelt, hat mir immer wieder reingeredet, gerne auch mit „das war schon immer so“ oder indem sie mir diktiert hat, was ich in meine Mails schreiben soll. Dazu kam, dass ich kein Team, hahaha, dass ich keine Junior oder wenigstens Trainee hatte, und ich dieses Einzelkämpferdasein wirklich wirklich ätzend finde. Doch es waren nicht nur die Strukturen. Es war/ ist auch mein Verständnis meiner Arbeit: Ich will nicht nur den Kunden verwalten, Zahlen schubsen und Projekte stur abwickelt. Mein Anspruch ist es, inhaltlich fundiert zu konzeptionieren und zu beraten, nicht nur verlängerte Werkbank des Kunden zu sein und zu allem ja und Amen zu sagen, nicht nur für den Kunden sondern auch für die gewünschten (und erforderlichen) Zielgruppe einen Mehrwert zu generieren.

Ich mache meine Job jetzt zehn Jahre und – sicherlich auch durch die Trennung und den ganzen Umbruch, der gerade in meinem Leben stattfindet – ich merke mehr und mehr, dass ich was meinen Anspruch anbelangt keine Lust mehr habe, irgendwelche Abstriche zu machen und wie wichtig mir insbesondere das inhaltliche Arbeiten ist. Das macht die Jobsuche nicht unbedingt einfacher. Und lässt mich tatsächlich auch über Selbstständigkeit nachdenken.

Und auf einmal steht da eine Idee im Raum. Eine Idee, bei der mein Altes Ego mein Studium, mein Hang zum Erklärbär und meine Liebe zum Eventplanen und -durchführen voll zum Tragen kämen.

Ein Gedanke zu „Idee

  1. Pingback: Liebes Tagebuch am Fünften (Mai) | Groß-Stadt-Ansichten

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