Rabenmutter

Mal abgesehen davon, dass ich den Begriff gar nicht mag, sollen die „echten“ Rabenmütter ja eigentlich recht fürsorglich sein. Aber irgendwie kann man ja nicht aus seiner Haut und schon gar nicht mal einfach sich von seiner Sozialisierung freimachen und so fühle ich mich derzeit wie eine Rabenmutter: Ich schaffe es nicht, dem mini-monsieur die Aufmerksamkeit zu schenken, die er verdient und zum Teil auch einfordert („Mama, du sollst mit mir Zug spielen.“). Irgendwie ist gerade so viel zu regeln bzw. so viel noch offen und irgendwie unklar. Und dann kommt zu dem nicht freien Kopf meinerseits noch hinzu, dass ich mich auch einfach schwertue, mit dem mini-monsieur irgendwelche Kämpfe zwischen Playmobilfiguren auszufechten. Gerne räume ich ihm sein Zimmer so um, dass es endlich ordentlicher wirkt. Oder baue mit ihm eine Riesenstrecke mit der Holzeisenbahn ins Wohnzimmer. Lese ihm abends vor. Aber dann wandern meine Gedanken wieder – zum (noch) ungeklärten Umgang, zur drohenden Arbeitslosigkeit, zu meinem Kontostand, zur ungeklärten Betreuung des mini-monsieurs am letzten Februar-Wochenende, zum Stress mit dem Arbeitsamt, weil meine Arbeitssuchend-Meldung vermeintlich zu spät einging (§$%&-Online-System der Bundesagentur), zur ätzenden Situation im Büro, zu meiner immer noch nicht ganz auskurierten Seuche. Und dann darf der mini-monsieur doch einmal mehr mit der wirklich tollen Maus-App spielen oder doch etwas länger oder früher Fernseh‘ schauen, als ich es eigentlich gut finde.

Vielleicht ist das das Los der Alleinerziehenden. Aber sicherlich spielt bei mir auch stark mit rein, dass mich diese ungeklärten Dinge rappelig machen und meine Konzentration absorbieren.

Möglicherweise sollte ich den mini-monsieur auch als solch ein „ungeklärtes Ding“ ansehen oder den doofen Gedanken einfach mal mein Handy in die Hand drücken, damit sie nicht mich beschäftigen.

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