Liebes Tagebuch am Fünften – Januar

Wow, nun geht Frau Brüllens Aktion schon ins dritte Kalenderjahr. Also beantworte ich auch heute wieder brav: WMDEDGT?

Nachdem gestern Abend Freunde zum Essen da waren, waren wir aber dennoch früh im Bett: Der mini-monsieur schon um 21h00 und die liebe Freundin (meine Freundin wäre an dieser Stelle irreführend) und ich liegen auch um 23h00 im Bett. Aber wir quatschen dann doch noch ein bisschen und so ist es

0h10 als wir beide nochmal aufstehen müssen. Während meine Bettnachbarin schnell einschläft, finde ich nicht in den Schlaf. Ich lese noch ein bisschen. Und noch ein bisschen. Und noch ein bisschen. Uups, wo ist den die Zeit geblieben:

1h20 Der mini-monsieur steht vor mir. Neben mir schnarcht die Freundin. Not amused nimmt er zur Kenntnis, dass er nicht in mein Bett kriechen kann. Ich bringe ihn in seins und kuschel mich noch mal an ihn. Dann wandere ich zurück in mein Bett. Aber irgendwie bin ich immer noch wach. Ich lese noch weiter und weiter und weiter. Ich weiß es nicht genau, aber es wird wohl schon

2h30 gewesen sein, als ich dann endlich mit Ohrenstöpsel – die Freundin schnarcht – einschlafe.

6h54 Der mini-monsieur verkündet mit bester Laune und Lautstärke, dass die Nacht nun vorbei ist. Ich kann ihn noch von einer kleinen Kuscheleinheit überzeugen. Dann stehe ich auf und er kuschelt noch mit der Freundin weiter.

7h55 Während ich das Frühstück für den mini-monsieur fertig mache, turnen das Kind und die Freundin.

8h25 Kind und ich verlassen das Haus. Ich bringe den mini-monsieur im Kindergarten vorbei. Kläre noch schnell, ob ich ein paar große Kissen dort dauerhaft unterbingen kann. Und ziehe dann weiter Richtung U-Bahn. Nach 200 Metern fällt mir ein, dass ich den Büroschlüssel vergessen habe. Also drehe ich nochmal um.

9h10 Ich bin bei meiner Anwältin. Wir besprechen, was seit Mitte Dezember bis jetzt passiert ist und klären, was beim Anhörungstermin wichtig werden könnte.

10h05 Nun bin ich auf dem Weg ins Büro. Weil zwischendurch die Bauchschmerzen so arg waren, hatte ich meine Mails bereits am Samstag gecheckt. Nichts Dramatisches. Aber Bock auf Büro habe ich trotzdem nicht.

10h30 Bin im Büro. Keine weiteren e-Mails. Hmmm, noch nicht einmal eine von meiner Vorgesetzten. Das ist blöd, denn so weiß ich nicht, wie der Stand der Dinge ist und was ich tun könnte. Entweder gehe ich jetzt wieder. Oder ich verdaddel den Tag im Internet. Alles nicht sonderlich aufregend.

12h35 Bis jetzt ist nichts Spannendes passiert. Meine Vorgesetzte ist im Urlaub. Ich habe nichts zu tun. Ich könnte auch nach Hause gehen. Gehe jetzt aber erstmal eine Suppe holen, um mit den Kollegen Mittag zu machen.

14h00 Mittagspause beendet. Ich habe eine e-Mail an einen Kunden geschrieben. Unterlagen, die eigentlich noch vor Weihnachten hätten kommen sollen, sind immer noch nicht da.

15h55 Die italienische Freundin und ich besprechen kurz das juristische Geplänkel und legen dann den Termin für unsere gemeinsame Geburtstagsparty fest. Bis dahin habe ich nichts weiter gemacht außer socialgemediat. Das „süße Nichtstun“ hat so einen komischen Beigeschmack. Naja, ohne Übergabe kann ich halt nichts machen.

17h03 Ich bin gerade dabei die Einladung für die Party zu gestalten, da klingelt das Handy: die Kita. Äh ja, das ist kein gutes Zeichen: Der mini-monsieur wäre nicht abgeholt worden. Das sollte ja eigentlich auch die Babysitterin machen. Während ich mich fertig mache, versuche ich sie zu erreichen. Es geht sofort die Mailbox ran. OMG, ich hoffe, ihr ist auf dem Weg von England nichts passiert. Ich rufe die Untermieterin an, ob sie schnell das Kind auslösen kann, während ich ÖPNV-schnell nach Hause eile. Auf dem Weg zur Bahn eine Nachricht an die Babysitterin abgesetzt. In der U-Bahn dann die erlösende Antwort: Sie ist vom 7. Januar ausgegangen. Wir hatten nur von „nach den Ferien“ gesprochen. Für mich war das der 5. Januar. Dieser &%$# 6. Januar.

17h30 Zu Hause brennt Licht. Der mini-monsieur ist schon da und vergnügt sich mit dem Hund der Untermieterin. Puuuhh, das ist nochmal gut gegangen.

18h15 Endlich mal komme ich dazu, die längst fällige Reisekostenabrechnung für die zwei Bewerbungsgespräche im Dezember fertig zu machen. Dann kümmere ich mich um die Raubtierfütterung. Aber irgendwie bin ich durcheinander. Jeder isst was anderes. Ich schmeiße auch noch die volle Flasche Sojasoße auf dem Boden.

19h50 Während das Kind logo! guckt, falle ich in mein 20-Uhr-Koma. Danach will er unbedingt noch ein Brot essen. Wir haben einen unschönen Zwischenfall im Bad (immer im Bad – IMMER)

20h30 Der mini-monsieur macht sich bettfertig. Und schlüpft dann in mein Bett. Wir kuscheln zusammen.

21h15 Kind schläft und ich bin mit Wärmflasche, Chips und Werder-Speck auf dem Sofa. Zappe und schreibe hier. Hoffe, dass ich später besser schlafe als die letzten Nächte.

Gute Nacht!

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