99 Fragen (Teil 1)

Die nido hat in ihrer 07/08-2014-Ausgabe 99 Fragen gestellt.

Im Familienalltag kommt man viel zu selten dazu, über sich selber nachzudenken. Hier kommen 99 Fragen, die einen wieder auf eigene Gedanken bringen.

Blöderweise hatte ich die Ausgabe zu schnell entsorgt. Dabei hatte ich sie extra beiseite gelegt – wegen der Fragen. Nun denn. Die nido war so freundlich und hat sie mir noch einmal zugeschickt.

1 Geht es Ihnen gut?

Psychisch ja. Physisch eher so lala. Ich fühle mich schon wieder kurreif.

3 Waren Sie schon einmal in Lebensgefahr?

Zum Glück nicht.

10 Würden Sie lieber in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen?

Prinzipiell weder noch. Ich lebe im Hier und Jetzt. In die Vergangenheit reisen, um etwas zu verändern? Ich bereue nichts, was und wie ich es gemacht habe. Möglicherweise hätte ich es es einfacher gehabt, wenn ich Latein- statt Bio-LK gewählt hätte. Möglicherweise stünde ich jetzt anders da, wenn ich rechtzeitig erfahren hätte, dass man Pharmazie studieren kann. Aber dafür in die Vergangenheit reisen?
Ich lerne gerade, dass ich einfach nicht einfach kann. Und was soll ich in der Zukunft? Gucken, ob es kompliziert bleibt? Erfahren, dass es leichter wird? Was würde das ändern?

11 Wenn Sie an Ihre Heimat denken: Welche Bilder sehen Sie dann?

Stauteiche, Spielplätze, Bückardtschule, Sparrenburg, das Hufeisen um die Altstadt, Süster-Kirche und Neustädter Marienkirche, Teutoburger Wald, PC69, Dr. Oetker, Hünenburg
Aber auch: Skyline, Ebbelwoi, Grie Soß, Main, Bornheim, Günthersburg-Park

12 Können Sie in einem Dialekt fluchen?

Nicht wirklich. Der Bielefelder Dialekt ist ja nicht so prägnant und die entscheidenden hessischen Vokabeln sind mir nicht geläufig.

15 Wann haben Sie zuletzt vor Glück geweint?

Ich frage mich gerade allen Ernstes, ob ich überhaupt jemals vor Glück geheult habe. Wann heult man denn so vor Glück?! Abi? Nein. Diplom? Nein. Hochzeit? Nein. Scheidung? Nein. Positiver Schwangerschaftstest? Nein. Geburt? Nein.
Was sagt das jetzt? Habe ich DAS ultimative Glück noch nicht erlebt? Oder bin ich ein emotionsloser Eisklotz?

17 Was würden Sie gerne noch lernen?
Klavierspielen | Schreinern | Paragliding | Meditieren

Klavierspielen würde mich echt am meisten reizen. Ich habe immer meine beste Freundin beneidet, dass sie das lernen durfte. Nach Blökflöte habe ich 1,5 Jahre Geige gelernt, was aber dann am Lehrer gescheitert ist. Schade eigentlich. Ich würde gerne ein Instrument wirklich beherrschen.

20 Aus der Eltern-Erfahrung: Welche Krankheit bei Kindern fürchten Sie am meisten?
Magen-Darm-Virus | Mundfäule | Scharlach | Krupphusten

Der mini-monsieur hatte schon Magen-Darm eine Woche lang. Das war heftig und ich war echt in Sorge, aber in Panik hat es mich nicht versetzt. Den Rest hatte er zum Glück noch nicht. Am unheimlichsten davon ist mir wohl der Krupphusten, weil ich da die potentiell möglichen Panikanfälle („Ich ersticke“) so schlimm finde. Die anderen beiden sind sicherlich unangenehm und fürs Kind schmerzvoll, aber nichts, was mich beunruhigt.

21/22 Können Sie drei Sorten Globuli nennen? Haben Sie, bevor Sie Kinder bekamen, Globuli genommen?

Ja. Nein.

24 Welche Erziehungsmaßnahme bereuen Sie wirklich?

Bislang (zum Glück) keine. Ich hadere immer noch etwas damit, als ich dem mini-monsieur einen Klaps auf die Finger gegeben habe, nachdem er zu wiederholten Mal ein Netz mit Zitronen auf den Boden geworfen hat, weil er es nicht tragen wollte.

26 Wie werden Sie damit umgehen, wenn Ihr Kind bekifft von einer Party nach Hause kommt?

Oh, das wird ein seeehr schwiriges Thema. Ich habe ein ganz massives Problem mit Drogen. Ich habe – wie fast jeder Teeny – Rauchen ausprobiert. Ihh, bäh! Das war auch ein großes Thema zwischen dem monsieur (als Raucher) und mir. Ich finde den Geruch von kaltem Rauch einfach widerlich und verstehe auch nicht, was man davon hat, sich das Zeug durch die Lungen zu ziehen. Mein Verhältnis zu Cannabis ist noch drastischer. Ich habe im Alter von 11 Jahren mal versehentlich ein oder zwei Cookies gegessen. Seitdem reagiere ich nahezu allergisch auf den Geruch (und auch auf den Komsum). Ich kann, kann, kann es einfach nicht verstehen, warum man sich berauschen muss. Und so sehr ich auch weiß, dass das Zeug auch positive Effekte hat (Schmerzlinderung), komme ich nicht damit klar, wenn Menschen alle negativen Effekte (v.a. psychogene) völlig ignorieren und den Konsum verharmlosen.
Ich kann nur hoffen – für den mini-monsieur -, dass er niemals auf die Idee kommt.

27 Sind Sie manchmal vor Fremden unnötig streng mit Ihrem Kind?

Ja, gelegentlich. Wenn ich das Gefühl habe, dass der mini-monsieur als kleiner Wilder abgestempelt ist. Dass er sich so rüpelig benimmt, weil ich ihm zu viel durchgehen lasse.

29 Was würden Sie Ihrer Schwiegermutter gerne mal sagen, trauen es sich aber nicht?

Es ist keine Frage des Trauens. Es ist viel mehr eine Frage des Effekts. Ich habe ihr schon ein paar Dinge gesagt, die ihr nicht geschmeckt haben. Aber was soll ich machen. Und es gäbe noch ein paar andere Themen. Aber zum einen ist sie ja nun die Ex-Schwiegermutter. Und zum anderen weiß ich, dass bestimmte Themen einfach nicht zu ihr durchdringen. Dass ich von ihr keine Meinung geschweige denn Unterstützung zu erwarten habe.

32 Haben Sie ein Lieblingskind?

Ich habe nur eins…

34 Sie können für ein Jahr kostenlos einen Dienst in Anspruch nehmen. Was nehmen Sie?
A: Putzfrau/mann | B: Masseur/in | C: Personal Trainer | D: Friseur

Ich glaube am effektivsten wäre der Personal Trainer. Zum Friseur gehe ich nicht sooo oft. Ab und zu Massage gut und schön, aber ein Jahr kostenlos würde sich nicht lohnen. Die Putzhilfe wäre sicherlich verlockend. Aber ich kenne mich und ich würde die dann freie Zeit nicht sinnig z.B. für Sport nutzen. Also brauche ich wen, der mich trietzt.

36 Was sind drei Gerichte, die Sie kochen können, ohne darüber nachzudenken?

Aber darüber nachdenken, ob ich alles dafür im Haus habe, darf ich schon, oder?! Da ich eh sehr viel ohne Rezept koche, sind das mehr als drei Gerichte: Pfannkuchen geht immer. Lassagne auch. Brathähnchen geht auch einfach. Diverse Kartoffelgerichte. Quiche. Kürbissuppe. Ratatouille.

38 Wie viele Minuten am Tag schauen Sie auf Ihr Smartphone?

Ich habe mir ja dazu eine App (Menthal) runtergeladen, die das dokumentiert. Und ich bin schon viel mit meinem Handy zugange. Vielleicht ein bisschen zu viel.

39 Wie viel Prozent der Eltern auf dem Spielplatz halten Sie für Vollidioten?
Keinen | unter 25 % | 25 bis 75 % | über 75 % | Alle

Ich halte es ja mit dem Satz „Das Schlimmste/ Gefährlichste am Spielplatz sind die Eltern“. Zum Glück ist der mini-monsieur recht umgänglich, sodass er eher selten in irgendwelche Situationen verwickelt ist, in die man wirklich eingreifen muss. Und auch sonst halte ich mich zurück. Denn letztlich soll es doch jeder machen, wie er mag.
Wobei ich letztens sehr am mich halten musste, als ein Junge den mini-monsieur trat und der Vater daneben nicht eingegriffen hat, obwohl der mini-monsieur dann irgendwann doch weinte (und er ist nun wirklich nicht zimperlich). Auch wurde der andere Junge nicht zum Entschuldigen aufgefordert. Das finde ich dann durchaus grenzwertig.

40 Streiten Sie häufiger, seit Sie Kinder haben?

Nein, wir haben immer gestritten 😦

44 Wären Sie noch zusammen, wenn Sie keine Kinder hätten?

Die Frage stand bei vielen Streits im Raum. Und eine zeitlang hätte ich sie voller Inbrunst bejaht. Irgendwann ist es dann gekippt. Und nun sind wir ja nicht mehr zusammen, obwohl wir ein Kind haben.

49 Bewundern Sie Erzieherinnen wirklich oder sagen Sie das nur ständig?

Ich bewundere die Arbeit wirklich. Auch wenn ich diesen Job jahrelang verflucht habe. Denn meine Mama ist auch Erzieherin. Und wir mussten ab einem gewissen Alter doch an einigen Stellen zurückstecken.
Der mini-monsieur hatte bislang großes Glück mit den Erzieherinnen (auch in Hamburg). Stets engagierte Frauen, die auf die Kinder im Einzelnen gucken und individuell auf sie eingehen. Das ist eine Leistung bei all dem Gewusel.

55 Würden Sie gerne weniger arbeiten, um mehr Zeit für Ihre Kinder zu haben?

Ja. Sehr gerne würde ich auf 30-35 Stunden runtergehen. Und es wäre in meinem Job auch kein Problem.

56 Sie könnten sofort für eine Woche alleine verreisen, wohin geht es?
A: Mallorca | B: Paris | C: Wandern in den Alpen |
D: Wellnesshotel, egal wo

Wandern in den Alpen. Mallorca reizt mich gar nicht. Schon gar nicht, wenn es warm ist. Eine Woche Paris wäre mir eindeutig zu viel. Im Wellnesshotel würde ich mir schnell selbst auf den Wecker fallen.
Aber Wandern macht den Kopf so schön frei. Einfach nur raus raus raus.

65 Haben Sie Haare auf dem Kopf oder eine Frisur?

Eigentlich eine Frisur. Wobei der Friseur beim letzten Besuch etwas zurückhaltend war. Ich hatte bis dahin einen Bob. Wollte nun aber einen gestuften Vokuhila (sozusagen). Ich erklärte es ihm und er schnitt. Und ich meinte irgendwann, dass das noch stufiger werden sollte. Daraufhin meinter er, dass dann der Bob weg sei. Äh ja, das war der Plan. Er muss da aber noch mal intensiver nachschneiden beim nächsten Mal.

89 Könnten Sie sich vorstellen, ein Kind zu adoptieren?

Das war lange Jahre mein Plan. Ich fand die Vorstellung schwanger zu sein irgendwie nicht so spannend und dachte immer, dass Adoptieren eigentlich eine ganz gute Sache sei.
Wenn meine Situation eine andere wäre, könnte ich mir aber auch vorstellen, als Pflegemutter zu fungieren.

96 Eine schöne Erinnerung mit Freunden aus den letzten Monaten:

Kopenhagen mit meinen Mädels.

Ein Gedanke zu „99 Fragen (Teil 1)

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