Liebes Tagebuch am Fünften (Juni)

Und täglich grüßt das Murmeltier monatlich fragt Frau Brüllen: WMDEDGT?

Heute ist ein guter Tag. Quasi ein wirklich typischer Arbeitstag (hatte ich ja irgendwie seit Beginn dieser Tagebuch-Aufzeichnungen nicht). Heute findet eine Presseveranstaltung für einen Kunden statt.

Und obwohl ich morgens früh raus muss, ist es dann doch

0h20, als ich Zähne putze.

0h35 Der mini-monsieur ruft vom Bett. Ich fürchte schon, dass er es nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette geschafft hat. Aber alles ist trocken. Er legt sich auch wieder hin und schläft weiter. Ich gehe auch endlich ins Bett und lese mich müde.

1h10 Ich bin fast weggedämmert, da höre ich das Kind trappeln. Ich hoffe inständig, dass er sich gemerkt hat, dass er heute Nacht bitte, bitte zum Papa soll. Puh, Glück gehabt.

6h05 Der Weckruf des Handys meldet sich.

6h35 Ich schrecke hoch. Ich muss noch mal eingedöst sein.

6h45 Ab unter die Dusche, Hosenanzug an, Haare ordentlich föhnen und auch Make-up in Schichten.

7h35 Ich verlasse die Wohnung und habe sogar dran gedacht, mir eine Flasche Wasser einzustecken.

7h44 Ich sitze in U-Bahn.

7h57 Ankunft am Bahnhof, erstmal Geld, dann Frühstück besorgen.

8h19 Der Zug ist pünktlich. Ich bereite noch schnell was für das Meeting nach der Veranstaltung vor, dann frühstücken.

8h35 Ich kämpfe mit dem Hotspot im Zug und auch ein bisschen mit dem Touchscreen vom Handy.

9h15 Stelle fest, dass ich mir einen falschen Ordner aufs den Laptop gezogen habe und nun nicht arbeiten kann. In den Hotspot will sich der Laptop auch nicht einloggen, sodass ich die Daten jetzt nicht habe 😦 Also beschäftige ich mich mit fb, Nägel feilen und dumm rumgucken…

9h35 Ich teste kurz, ob die Sticks für die Journalisten richtig bespielt sind. Natürlich ist der erste, den ich erwische, leer. *schluck* Die nachfolgenden Proben zeigen, dass es wohl der einzige war. Puh, Glück gehabt.

10h24 Der Zug kommt drei Minuten zu früh in Nürnberg an. Ich suche mir ein Taxi und fahre zum Hotel, in dem die Presseveranstaltung stattfindet

10h35 Ich finde meine Chefin und einen der Referenten schon im Raum. Die Technik funktioniert. Jetzt müssen nur schnell die Pressemappen ergänzt werden.

10h50 Unsere Kunden trudeln ein. Hallo. Hallo. Freut mich, Sie kennenzulernen. Mich kennen sie ja noch nicht.

11h00 Die Journalisten trudeln nach und nach ein. Das Catering wird aufgebaut.

11h35 Der zweite Referent ist noch nicht da. Meine Chefin und ich versuchen, die Handynummer ausfindig zu machen. Als wir ihn erreichen, ist er aber schon in der Tiefgarage.

12h00 Die Veranstaltung beginnt. Begrüßung, erster Vortrag, Diskussion, zweiter Vortrag, Diskussion.

13h00 Punktlandung: Veranstaltungen ist zu Ende. Wir verabschieden die Journalisten und räumen auf.

13h50 Wir treffen uns nochmal mit dem Kunde-Team, um die nächste Veranstaltung zu besprechen.

15h35 Meine Chefin und ich sitzen im Auto. Sie will mich zum Bahnhof bringen. Die Straßen sind dicht.

16h05 Tja, fünf Minuten zu spät bin ich am Bahnhof. Ich vertreibe mir die nächsten 50 Minuten bis zum nächsten Zug mit Bahnhofsbesichtigung und Kauf eines neuen Ladekabels sowie Süßigkeiten für die Geburtstagsparty vom mini-monsieur.

16h55 Der Zug ist ziemlich voll. Aber zum Glück habe ich ja bahn.comfort-Status und in Wagen 27 sind noch Plätze frei.
Dafür streikt der Hotspot. Ich werde der Telekom wohl eine Beschwerde-Mail schreiben müssen.

17h53 In Würzburg wird der Zug proppevoll. Ich kann die Beine nicht mehr ausstrecken. Jetzt erinnere ich mich auch wieder, warum ich normalerweise nicht an einem Tisch sitzen will im ICE. Der Hotspot streikt immer noch.

18h34 Halt in Aschebesch Aschaffenburg. Die Frau mir gegenüber wechselt dn Sitzplatz und ich kann die Beine wieder ausstrecken. Jetzt noch 30 Minuten, dann hat mich Frankfurt wieder.

19h20 Dank direkter ÖPNV-Verbindungen bin ich recht schnell zu Hause. Die messieurs sind nicht da. Sie sind schwimmen. Ich nutze die Gunst der Stunde und hole schnell ein Paket da ab, wo der UPS-Mann es hinterlegt hat. So lernt man auch sein Viertel kennen. Es ist – wie erwartet – das Geburtstagsgeschenl von Oma und Opa für den mini-monsieur. Oma hat es nicht mehr offline bekommen und möchte nicht online bestellen. Also habe ich das gemacht.

19h40 Ich rufe meine Mama an, um zu vermelden, dass das Geschenk bei uns ist. Wir unterhalten uns noch eine Weile über ihren nicht so rosigen Gesundheitszustand. Ich mache mir echt Sorgen. Vor allem, dass sie anscheinend so schlecht beraten ist. Entweder muss sie mal hierher kommen und hier zum Arzt gehen. Oder ich muss mal mit ihr zu ihren Ärzten, damit da mal Grund reinkommt.

20h30 Die messieurs kommen wieder. Sie haben schon gegessen und mich gelüstet es nach Pommes. Also will ich kurz zum Supermarkt um die Ecke. Der mini-monsieur will unbedingt mit.

21h10 Backofen-Pommes rot-weiß mit Krautsalat und einem Rest Hirschsalami ist jetzt sicherlich nicht das ausgewogenste Essen. Aber ich hatte da, genau darauf JETZT Lust.

21h50 Gerade eine neue Petition bezüglich der Hebammen und vor allen der Eltern-/ Frauen-Rechte bei der Geburt gezeichnet. Wem es nicht egal ist, wie zukünfitg Kinder geboren werden, sollte diese Petition mitzeichnen. Unser GM Gröhe versucht das Problem auszusitzen und zu verschieben. ABER damit darf er nicht durchkommen. Die erste Anhörung wird am 23.6. stattfinden und es wäre gut, wenn auch diese Petition das Quorum erreicht.

22h40 Der monsieur ist von seinem langen Spaziergang mit dem Hund wieder da. Und auch, wenn ich morgen wieder so früh raus muss wie heute, weil ich Schulung habe, unterhalten wir uns. Ein gutes Gespräch. Und ich bein sehr froh, dass ich endlich Dinge ansprechen kann (kann im Sinne von, dass ich es schaffe), die schon lange in mir arbeiten. Wir schreien uns noch nicht an.

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