Making of Indianer-Fest

Ich habe keine Ahnung, woher der mini-monsieur das hat, dass der Geburtstag als Motto-Party ausgerichtet werden kann/soll/muss. Denn soweit ich weiß, war er bislang – auch in Hamburg – zu keiner eingeladen. Aber schon vor über einem Jahr meldete er ja frühzeitig an, dass er ein Ritter-Drachen-Fest haben wolle. Und auch für den diesjährigen – fünften – Geburtstag gab er durchaus sehr früh das Motto für die Party vor: Ein Indiander-Fest sollte es sein.

Da wir in Frankfurt ja nicht ganz so idyllisch (dafür umso toller) wohnen wie damals seinerzeit in Hamburg, fiel eine SchnitzelBisonjagd durchs Viertel oder den nächstgelegenen Park aus. Aber dafür haben wir ja einen tollen Balkon und einen tollen Hof.

Ursprünglich dachte ich ja schon vor der Kur, dass ich während der Kur das Fest detailierter planen könnte. Aber dann habe ich die zwölfdrillionen Bücher (von meiner Mama zum Thema ausgeliehen) doch zu Hause gelassen, weil planen könnte ich auch noch danach. Was ich dann auch tat. Ende Mai koordinierte ich mal wieder per sms den „besten“ Termin. Zeitgleich machte ich mich dran, die Einladungskarten zu entwerfen.

20140527_150605Die der mini-monsieur und ich in einer ziemlichen Nacht-und-Nebel-Aktion fertigstellten. (Notiz an mich: Mit Kohlepapier wäre es einfacher gewesen.)

20140527_203850EinladungTags drauf verteilte er sie dann stolz im Kindergarten. Mit dem großen Haken, dass es noch gut ein Monat dauern würde, bis die große Party steigen würde. Die Tage schienen unzählbar. Am richtigen Geburtstag waren wir „nur“ zu dritt – also Mama, Papa und mini-monsieur. Und es war eine weise Entscheidung, dass wir an dem Tag als Überraschung in den Playmobil Funpark gefahren sind. Ansonsten wäre es wohl ein seeehr schlimmer Geburtstag geworden. Denn dass auch am nächsten Tag lediglich Oma und Opa kamen und KEINE Freunde, war gar nicht in seinem Sinne. Immerhin konnte er am darauf folgendem Tag im Kindergarten endlich eine erste Runde mit der Peergroup den Kumpels feiern. Und so langsam wurden die Tage bis zum großen Tag auch zählbar.

Derweil plante ich den Ablauf (mit Hilfe der Bücher*), schrieb Listen und organisierte neben dem Job diverse Dinge, die für das Fest gebraucht würden. Der monsieur kämpfte mit dem Tipi. Der finale Plan fürs Fest war folgender:

  1. Lendenschurz für jede/n, die/der will.
  2. Kopfschmuck/Feder-Stirnband gestalten.
  3. (während des Trocknens) Kuchen essen
  4. Schminken
  5. Wettreiten
  6. Bisonjagd
  7. Schlangentanz
  8. Bola
  9. Schatzsuche im Sand
  10. freies Spiel
  11. Abendessen

Das Prinzip sollte sein, bei allen Spielen Federn zu gewinnen, um so am Ende einen bunten Federschmuck mitnehmen zu können.

Am Donnerstag hatte ich dann endlich abends Zeit, mich wirklich um die Vorbereitung zu kümmern. Als erstes bastelte ich die Stirnbänder. Dazu nahm ich Wellpappe**-Streifen (Länge ca. 50 cm, Breite: 4 cm), die ich mit breiterem (also breiter als gängiges, nicht breiter als die Streifen) Gummiband vernähte (und was war ich froh, dass meine Maschine das mitgemacht hat).

IMG_4383_baNach dem ersten Nähversuch

IMG_4391_bahatte ich es dann auch raus, wie ich die Naht halbwegs sinnig führe, damit ich nicht tausend Einzelfäden zum Vernähen habe.

IMG_4393_baIMG_4395_baFür die Stirnbänder vom monsieur und mir habe ich Klettband genommen.

Danach habe ich die Lendenschurze genäht. Nix Weltbewegendens: Stoffrechtecke 15×17 cm nur (!!!) oben einmal umgeschlagen und vernäht. IMG_4389_baDann immer zwei auf ein Bändsel von ca. 80 cm gezogen. Und zum Schluss mit Stoffmalstiften bemalt.

20140626_233943Ein Bola habe ich auch noch an dem Abend gebastelt: Zum Glück hatten wir noch einen Tennisball mit einer Schnur dran (nein, nicht vom Hund). Diesen habe ich in einen Stoffrest gehüllt und dann mit bunten Geschenkband-Resten und Stoffmalfarben verziert.

20140627_020226Und weil wir dann gerade so im Bastelwahn waren, haben wir auch noch drei Köcher für die Pfeile verschönert (Wofür sich so Chipsrollen alles eignen ;)).

IMG_4398_baDann ging es ins Bett…

Am nächsten Tag waren die Rollen verteilt: Während der monsieur die Jagd vorbereitete, ging ich sammeln. Soll heißen, dass sich der monsieur um die Kreation des Bisons kümmerte.

20140627_151346Hier ein Dank an Herrn Weber, der uns freundlicherweise die aureichend große Pappe zur Verfügung stellte. Das Fell ist Füllmaterial aus dem Bastelladen, das mit Tapetenkleister auf dem Pappskelett geklebt wurde.

Und ich die Mittagspause meines Home office dazu nutzte, Essbares zu sammeln. Auch hier verfolgte ich einen Plan:

  • Nachmittags: Kuchen, Bisonblutpudding (aka roter Wackelpudding), Präriegraspudding (aka grüner Wackelpudding) und viel Obst
  • Abends: Würstchen, Maiskolben, Kartoffeln
  • Getränke: Eiswasser (aka Zitronenlimonade) und Feuerwasser (O-Saft mit Traubensaft)

IMG_4404_baSpäter buk ich noch einen Kuchen und verzierte ihn aufwändig.

IMG_4403_baDer Wackelpudding war zum Festwerden im Kühlschrank und der Rest war auch soweit fertig, dass es am nächsten Tag losgehen konnte.

* Großer Tipp für alle, die auch ein Indianer-Fest ausrichten wollen: Oxmox ox Mollox – Kinder spielen Indianer von Jörg Sommer

** Wellpappe, weil man in die „Wellen“ prima die Federn stecken kann.

Das böse Wort

Er hat es gesagt. Er hat das böse Wort gesagt. Nachdem Mami hier zum Glück nie wirklich passieren wird, weil mamie die französische Oma ist, sagte er doch tatsächlich gerade „Mutti“ zu mir.

Es könnte passen

Mein größter Wunsch für 2014 war und ist immer noch, an- und zur Ruhe zu kommen.

Und der ein oder andere hoffnungsvolle Moment gibt mir die Zuversicht, dass es ein gutes Jahr werden könnte: Allen voran die Kündigung im Januar und die Kur. Denn das sind bislang die zwei entscheidenden Ereignisse, die den Weg für einiges Gute ebneten.

So schaffen es der monsieur und ich tatsächlich Gespräche zu führen, die mehr als überfällig waren. In einem Gespräch kamen wir zum dem Ergebnis, dass der Zustand zwischen uns schon seit fünfeinhalb Jahren eine gewisse Unerträglichkeit hat. Das so deutlich zu formulieren, hätte ich vor der Kur wohl nicht gekonnt. Es tut weh, aber es tut auch gut. Der Stress, der mich die vergangenen Jahre auch vor allem deswegen begleitet hat, verändert sich. Wird weniger.

Das ist gut, denn diese Angespanntheit der letzten Jahre hat sich auf viele Dinge übertragen bzw. hat sie beeinflusst. Ich habe nicht gezählt, aber es war schon ein paar Mal, dass ich nicht zur Arbeit konnte, weil wir uns in der Nacht und/ oder am Morgen gestritten haben wie die Kesselflicker.

Ich habe auch einige Verabredung und Einladung kurzfristig abgesagt oder gar nicht erst zugesagt.

Vor drei Jahren kam dann zu allem Überfluss noch dazu, dass ich meine berufliche Situation immer unerträglicher fand. In der Agentur, wo ich damals war, habe ich mich eigentlich wohl gefühlt. Ich hatte ein gewisses Standing bei meiner Chefin und auch beim Kunden. Eigentlich lief es ganz gut. Nur spürte ich, dass ich auf der Stelle trat. Ich wollte, ich musste raus.

Ich bereue die Schritte, die danach kamen, in keinster Weise. Allein beruflich haben sie mir viel gebracht. Ich habe Erfahrungen machen können, die sich in der alten Agentur nie angeboten hätten. Meiner Karriere hat das alles nicht geschadet.

Auch der Umzug nach Hamburg war richtig. Ich hätte dem wohl immer nachgehangen, dass ich da mal hin wollte.

Und so richtig all das war, frage ich mich dennoch, ob ich nicht auf der Flucht war. Auf der Flucht vor mir und meinem damaligen Unvermögen, mich in der verfahrenen Situation mit dem monsieur zu positionieren. Alle die Schritte waren wohl auch geleitet von der unbewussten Hoffnung, dass ein neuer Job dazu führt, dass wir unsere eingetretenen Pfade verlassen müssen, damit ich Kraft und auch die entsprechende Stärkung für die neue Herausforderung habe.
Der unbewussten Hoffnung, dass es dem monsieur in Hamburg und näher am Meer besser geht. Er mehr Zufriedenheit oder gar Glück für sein Leben spüren kann.

Ich wurde schmerzhaft eines anderen belehrt. Auf nahezu allen Ebenen. 2012 war eines der heftigsten Jahre bislang.

Beendet wurde es erst durch die Kündigung in Hamburg. Sie war eine Befreiung. Ich war so durch, dass es mich wirklich nur einen Wimpernschlag lang angekratzt hat, dass man mir zuvor gekommen ist. Vielmehr gab sie mir die Gelegenheit, mich neu zu ordnen. Immerhin habe ich es geschaffen diese Gelegenheit halb zu ergreifen. Für ganz war ich wohl zu fertig und es waren auch einfach zu viele Baustellen in meinem Leben.

Aber wie es scheint, war wenigstens die Häfte richtig. Auch wenn der erste Job noch nicht der richtige war, so war es einfach nur richtig, wieder nach Frankfurt zurückzuziehen. Ich* bin hier einfach zu Hause.** Allein das hat schon wieder viel mehr Ruhe reingebracht.

Die erneute Kündigung habe ich als Chance verstanden, auch die zweite Hälfte in Angriff nehmen zu können: mich. Denn noch bevor ich die ersten Bewerbungen schrieb, habe ich mich erstmal um den Kurantrag gekümmert.

Und die Zeit bis zum Kurantritt habe ich mit Bewerbungen „überbrückt“. Allein die Auswahl war diesmal deutlich größer. Sodass ich mir wirklich verschiedenste potentielle Arbeitgeber angucken und kennenlernen konnte. Und von Termin zu Termin konnte ich meinem Bauchgefühl wieder mehr vertrauen. Und musste keine übereilten gestressten Entscheidungen treffen, nur um wieder in Lohn und Brot zu stehen.

Und so kam ich zu meinem neuen Arbeitgeber. Allein, dass es drei Termine gab, war schon ein sehr positives Signal. Nicht nur sie, sondern auch ich hatte so die Gelegenheit, es mir von Termin zu Termin zu überlegen. Mir gefällt die Denke, auch frühzeitig das Team in Personalentscheidungen einzubeziehen. (War das doch ein Grund, warum ich 2012 gewechselt habe.) Und irgendwie zieht es sich seitdem durch. Dass der Mitarbeiter nicht nur eine Personalnummer ist, sondern tatsächlich das Kapital, wird hier gelebt. Ich muss nicht um Fortbildungen betteln, sondern MUSS welche machen. Meine Chefin kam extra zwei Tage nach Frankfurt, um mir die ersten wichtigen Dinge zu erklären. „Meine“ Personalerin ruft an, um zu fragen, wie die ersten Tage waren, und macht sich für mich bzw. meine schon vorhandende BAV stark. Die Kolleginnen sind auch sehr sympathisch. Es herrscht keine genervte Stimmung, wie ich sie bei den beiden vorhergehenden Arbeitgebern erlebt habe. Ich habe das Gefühl, dass ich und meine Erfahrungen und auch meine Arbeit wertgeschätzt wird.

Wenn es wirklich so weitergeht, dann könnte das wirklich passen.

* Der monsieur wird an dieser Stelle aufschreien, was denn mit ihm sei. Aber ICH bin „leider“ nur für MICH zuständig.

** Wobei ich gerne ein paar Leute aus Hamburg mitgenommen hätte: Claudia, Nike, Anke, Ilka. Und der mini-monsieur erst recht.

Verwandlung

Aus Wasser Wein zu machen, ist ein alter Hut. Und was flüssig funktioniert, muss auch mit Feststoffen funktionieren, dachte sich wohl heute der mini-monsieur.

Es fängt damit an, dass er auf dem Rückweg vom Wäldchestag in der Straßenbahn auf einmal über Bauchschmerzen klagt. Zwei Stationen vor unserem Ziel müssen wir schnell raus, weil er spucken muss.

Er erbricht neben dem Fahrscheinautomat die Erdbeeren mit Sahne, die er vier Stunden vorher gegessen hatte.
Als alles raus ist, geht es ihm wieder gut und er betrachtet interessiert das, was da aus ihm rauskam.

„Guckt mal“, meint er „ich habe Melone gekotzt.“

Liebes Tagebuch am Fünften (Juni)

Und täglich grüßt das Murmeltier monatlich fragt Frau Brüllen: WMDEDGT?

Heute ist ein guter Tag. Quasi ein wirklich typischer Arbeitstag (hatte ich ja irgendwie seit Beginn dieser Tagebuch-Aufzeichnungen nicht). Heute findet eine Presseveranstaltung für einen Kunden statt.

Und obwohl ich morgens früh raus muss, ist es dann doch

0h20, als ich Zähne putze.

0h35 Der mini-monsieur ruft vom Bett. Ich fürchte schon, dass er es nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette geschafft hat. Aber alles ist trocken. Er legt sich auch wieder hin und schläft weiter. Ich gehe auch endlich ins Bett und lese mich müde.

1h10 Ich bin fast weggedämmert, da höre ich das Kind trappeln. Ich hoffe inständig, dass er sich gemerkt hat, dass er heute Nacht bitte, bitte zum Papa soll. Puh, Glück gehabt.

6h05 Der Weckruf des Handys meldet sich.

6h35 Ich schrecke hoch. Ich muss noch mal eingedöst sein.

6h45 Ab unter die Dusche, Hosenanzug an, Haare ordentlich föhnen und auch Make-up in Schichten.

7h35 Ich verlasse die Wohnung und habe sogar dran gedacht, mir eine Flasche Wasser einzustecken.

7h44 Ich sitze in U-Bahn.

7h57 Ankunft am Bahnhof, erstmal Geld, dann Frühstück besorgen.

8h19 Der Zug ist pünktlich. Ich bereite noch schnell was für das Meeting nach der Veranstaltung vor, dann frühstücken.

8h35 Ich kämpfe mit dem Hotspot im Zug und auch ein bisschen mit dem Touchscreen vom Handy.

9h15 Stelle fest, dass ich mir einen falschen Ordner aufs den Laptop gezogen habe und nun nicht arbeiten kann. In den Hotspot will sich der Laptop auch nicht einloggen, sodass ich die Daten jetzt nicht habe 😦 Also beschäftige ich mich mit fb, Nägel feilen und dumm rumgucken…

9h35 Ich teste kurz, ob die Sticks für die Journalisten richtig bespielt sind. Natürlich ist der erste, den ich erwische, leer. *schluck* Die nachfolgenden Proben zeigen, dass es wohl der einzige war. Puh, Glück gehabt.

10h24 Der Zug kommt drei Minuten zu früh in Nürnberg an. Ich suche mir ein Taxi und fahre zum Hotel, in dem die Presseveranstaltung stattfindet

10h35 Ich finde meine Chefin und einen der Referenten schon im Raum. Die Technik funktioniert. Jetzt müssen nur schnell die Pressemappen ergänzt werden.

10h50 Unsere Kunden trudeln ein. Hallo. Hallo. Freut mich, Sie kennenzulernen. Mich kennen sie ja noch nicht.

11h00 Die Journalisten trudeln nach und nach ein. Das Catering wird aufgebaut.

11h35 Der zweite Referent ist noch nicht da. Meine Chefin und ich versuchen, die Handynummer ausfindig zu machen. Als wir ihn erreichen, ist er aber schon in der Tiefgarage.

12h00 Die Veranstaltung beginnt. Begrüßung, erster Vortrag, Diskussion, zweiter Vortrag, Diskussion.

13h00 Punktlandung: Veranstaltungen ist zu Ende. Wir verabschieden die Journalisten und räumen auf.

13h50 Wir treffen uns nochmal mit dem Kunde-Team, um die nächste Veranstaltung zu besprechen.

15h35 Meine Chefin und ich sitzen im Auto. Sie will mich zum Bahnhof bringen. Die Straßen sind dicht.

16h05 Tja, fünf Minuten zu spät bin ich am Bahnhof. Ich vertreibe mir die nächsten 50 Minuten bis zum nächsten Zug mit Bahnhofsbesichtigung und Kauf eines neuen Ladekabels sowie Süßigkeiten für die Geburtstagsparty vom mini-monsieur.

16h55 Der Zug ist ziemlich voll. Aber zum Glück habe ich ja bahn.comfort-Status und in Wagen 27 sind noch Plätze frei.
Dafür streikt der Hotspot. Ich werde der Telekom wohl eine Beschwerde-Mail schreiben müssen.

17h53 In Würzburg wird der Zug proppevoll. Ich kann die Beine nicht mehr ausstrecken. Jetzt erinnere ich mich auch wieder, warum ich normalerweise nicht an einem Tisch sitzen will im ICE. Der Hotspot streikt immer noch.

18h34 Halt in Aschebesch Aschaffenburg. Die Frau mir gegenüber wechselt dn Sitzplatz und ich kann die Beine wieder ausstrecken. Jetzt noch 30 Minuten, dann hat mich Frankfurt wieder.

19h20 Dank direkter ÖPNV-Verbindungen bin ich recht schnell zu Hause. Die messieurs sind nicht da. Sie sind schwimmen. Ich nutze die Gunst der Stunde und hole schnell ein Paket da ab, wo der UPS-Mann es hinterlegt hat. So lernt man auch sein Viertel kennen. Es ist – wie erwartet – das Geburtstagsgeschenl von Oma und Opa für den mini-monsieur. Oma hat es nicht mehr offline bekommen und möchte nicht online bestellen. Also habe ich das gemacht.

19h40 Ich rufe meine Mama an, um zu vermelden, dass das Geschenk bei uns ist. Wir unterhalten uns noch eine Weile über ihren nicht so rosigen Gesundheitszustand. Ich mache mir echt Sorgen. Vor allem, dass sie anscheinend so schlecht beraten ist. Entweder muss sie mal hierher kommen und hier zum Arzt gehen. Oder ich muss mal mit ihr zu ihren Ärzten, damit da mal Grund reinkommt.

20h30 Die messieurs kommen wieder. Sie haben schon gegessen und mich gelüstet es nach Pommes. Also will ich kurz zum Supermarkt um die Ecke. Der mini-monsieur will unbedingt mit.

21h10 Backofen-Pommes rot-weiß mit Krautsalat und einem Rest Hirschsalami ist jetzt sicherlich nicht das ausgewogenste Essen. Aber ich hatte da, genau darauf JETZT Lust.

21h50 Gerade eine neue Petition bezüglich der Hebammen und vor allen der Eltern-/ Frauen-Rechte bei der Geburt gezeichnet. Wem es nicht egal ist, wie zukünfitg Kinder geboren werden, sollte diese Petition mitzeichnen. Unser GM Gröhe versucht das Problem auszusitzen und zu verschieben. ABER damit darf er nicht durchkommen. Die erste Anhörung wird am 23.6. stattfinden und es wäre gut, wenn auch diese Petition das Quorum erreicht.

22h40 Der monsieur ist von seinem langen Spaziergang mit dem Hund wieder da. Und auch, wenn ich morgen wieder so früh raus muss wie heute, weil ich Schulung habe, unterhalten wir uns. Ein gutes Gespräch. Und ich bein sehr froh, dass ich endlich Dinge ansprechen kann (kann im Sinne von, dass ich es schaffe), die schon lange in mir arbeiten. Wir schreien uns noch nicht an.

Das ist ein Plan

Der mini-monsieur guckt sich einen Prospekt Werbeflyer mit einem Kinderspielzeug drauf an. „Mama, das will ich auch haben.“
„Nein, das gibt’s nicht. Du hast das Zimmer voll mit Spielzeug. Das brauchst Du nicht auch noch.“
„Aber das ist ein Sommerspielzeug und ich habe noch kein Sommerspielzeug.“
„Du hast Deinen Sandkasten voll mit Kram. Es gibt nichts Neues*.“
„Dann schenke ich das meinen Kindern.“
„Ja, das ist eine gute Idee. Aber das dauert noch ein bisschen, bis Du Kinder hast.“
„Aber bis dahin kann ich es ja dann schon mal für sie ausprobieren.“

 

* Bald hat der mini-monsieur Geburtstag und ich habe die schenkfreudigen deutschen Verwandten und Freunden gebeten, entweder Bücher oder Erweiterungsets für die Kugelbahn zu schenken. Von der französischen Verwandtschaft wird schon genung anderer Krempel kommen.