Kurtag 21

*** Seuche ***

Es hat nach dem nächtlichen Krankenstationsbesuch noch bis 1h00 gedauert, bis der mini-monsieur eingeschlafen ist. Und irgendwie ist er auch wieder zu mir gekommen. Und irgendwie habe ich wieder das Bett gewechselt. Doch irgendwie war der mini-monsieur um 5h20 wieder neben mir, sodass ich noch mal das Bett gewechselt habe, um wenigstens noch etwas mehr als eine Stunde Schlaf zu bekommen. Hätte ich vielleicht auch, wenn der mini-monsieur nicht um 6h10 mit „ich habe eine fuite“* aufgewacht wäre. Also Bett ab- und Kind ausziehen. Und dann war ich auch wach, wenn auch ziemlich durch. Die Seuche hat auch mich erwischt. Der mini-monsieur und ich duschen. Ich mache mich schnell fertig zum Abschlusswiegen, währendessen muss sich das Kind anziehen. So ganz hat es nicht geklappt und so sind wir „erst“ um 7h15 beim Frühstück. Ich muss etwas treiben, da ich um 8h00 beim Fango sein muss und der mini-monsieur muss vorher mit Sack und Pack (Regenklamotten, da er mit in den Wald möchte) zur Kinderbetreuung, die ab heute im Nebengebäude stattfindet.

So früh am Morgen bin ich noch etwas temperaturempflindlicher und die Fango-Packung fühlt sich seehr heiß an. Die anschließende Massage tut aber noch mal gut. Dann habe ich noch 20 Minuten bis zum nächsten Termin, in denen ich dem mini-monsieur seine Mütze bringe, mir noch einen Ingwertee mache und erfahre, dass mein 13h30-Termin nicht stattfindet. Jippiee.

Vollbepackt Mit Tee, Wasser und Block gehe ich zum psychologischen Abschlussgespräch. Ich bin rückblickend sehr erstaunt, was bei mir in den vergangenen drei Wochen und vier Terminen in Bewegung gesetzt worden ist. Vieles davon war nicht wirklich neu – so rein vom Kopf her -, aber es von jemandem Neutralen noch mal betont zu bekommen, wirkt anders. Zudem hatte ich wohl auch einfach Glück mit meinem Therapeuten. Er bestärkt mich, dass das, was ich tun will, richtig ist und dass ich dafür auch die Kraft und Energie habe. Ich glaube so eins, zwei, drei Termine mehr würden mir gut tun, um das Gelernte und Erarbeitete noch deutlicher zu verankern. Aber er hat mir auch ein paar Strategien an die Hand gegeben, mit denen ich das selber schaffen könnte. Es bleibt spannend.

Da ich danach erstmal bis 11h00 nichts habe, gehe ich essbare Souveniers (Bärwurz’n, Kaminwurzen, Hirschwurzen, Hanfsalami und Arberschinken sowie Blutwurz-Pralinen) kaufen. Und bei der Apotheke muss ich auch noch vorbei. Seuche kann ich mir mit Blick auf Donnerstag (erster Tag im neuen Job) nicht erlauben. Anschließend sitzen wir in lustiger Runde zusammen, bis um 11h20 der mini-monsieur aus dem Wald zurückkommt. Wir gehen essen und dann einen Moment ausruhen – also das Kind, ich packe das Paket, das heute noch zur Post soll, damit ich weniger auf der Fahrt schleppen muss. Ich kläre mit meiner Tante, dass wir uns morgen auf der Fahrt kurz sehen werden.

Um 13h15 bringe ich den mini-monsieur wieder zur Betreuung, da wieder Wald angesagt ist. Danach fahre ich mit einer Mama zum Supermarkt (in dem auch die Post ist), kaufe etwas Proviant und gebe das Paket auf. Danach machen die andere Mama und ich einen Spaziergang, bei dem es schon immer wieder etwas hagelt. Doch kaum, dass wir im Café sitzen, kommt ein RICHTIGER Hagelschauer runter. Ich hoffe nur, dass das Tipi, das die Kinder heute bauen wollten, dicht ist.

Ich bin gerade kurz auf dem Zimmer, als das Zimmertelefon (zum ersten Mal überhaupt in meinem Beisein) klingelt: Das Kind hat es nicht schnell genug auf Toilette geschafft. Mit Wechselklamotten hole ich ihn ab. Bis wir uns um 17h45 zum gemeinsamen Essengehen treffen, lassen der mini-monsieur und ich es ruhig angehen und chillen im Zimmer.

Beim Essen in einem typischen bayerischen Wirtshaus sind wir neun Erwachsene und 13 Kinder. Das Essen ist lecker. Endlich – wo doch die Saison auf Hochtouren läuft – kann ich mal Spargel essen. Das habe ich echt beim Essen vermisst: saisonales Gemüse.

Um kurz vor 21h00 sind wir in der Klinik. Ich kläre mit dem mini-monsieur, ob er nochmal einen Hustenstiller nehmen will. Er will und wir gehen ihn zusammen holen. Danach ist er schnell eingeschlafen. Ich kruschpel noch ein bisschen mit dem restlichen Gepäck.

* Ich habe ins Bett gepinkelt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s