Kurtag 16

*** Regen ***

Der mini-monsieur ist wieder mal in mein Bett gekommen. Da kann ich nicht entspannt schlafen und wir werden um 7h00 wach, dabei hätten wir heute noch eine Stunde. Also kuscheln wir uns wach. Der Blick nach draußen verspricht nichts: Es regnet. Um 8h05 sitzen wir beim Frühstück. Nicht nur der mini-monsieur ist froh drüber, dass die Neuen schon durch sind. Es regnet mittlerweile Bindfäden.

Um 8h30 kommt die Servicekraft an unseren Tisch. Da meine Tischnachbarin mit Nachnamen so heißt wie ich nur mit einem „e“ extra, müssen wir erstmal nachfragen, wer von uns beiden denn unbedingt noch vor der erstwn Anwendung zum Chefarzt soll. Ich bin wohl gemeint. Der mini-minsieur verlässt um 8h35 selbstständig das Frühstück Richtung Kiga. Ich kann mir zwar denken, warum ich zum Chef muss, breche aber trotzdem um 8h40 auf, da ich nicht weiß, wie lange es dauert und ich um 9h00 im Schwimmbecken sein muss. Es geht aber nur um einen Termin für nach dem Aquafitness. Beim Sport habe ich wieder diese fiesen Schmerzen in der rechten Mittelzehe und ich beschließe, es doch mal einem Arzt zu zeigen. Aber erstmal hechte ich im Bademantel aufs Zimmer, damit ich vor dem Termin um 9h45 noch duschen kann. Dass der Mann mit den Stützstrümpfen etwas zu spät kommt ist eher hilfreich. Es regnet immer noch.

Danach packe ich meine Sachen, um in die Lobby zu gehen – schreiben oder lesen. Auf dem Zimmer geht das nicht, da hier die Handwerker an der Fassade zugange sind. Ganz ehrlich: Das unser Zimmer nach vorne raus geht, ist ja schon das eine. Aber gut. Aber dass wir nicht vorgewarnt werden, dass im Laufe unseres Aufenthalts Bauarbeiten beginnen, finde ich nicht in Ordnung. Es hat immer noch nicht aufgehört zu regnen. Auf dem Weg nach unten mache ich Halt bei der Terminplanung, weil ich meinen Zeh noch vorstellen will. Ich bekomme bei „meinem“ Arzt einen Termin nach der Massage.

Die Massage und die vorherige Fango-Packung sind super. Genau das, was ich nach den zwei Wanderungen in den letzten drei Tagen brauche. Den Termin beim Arzt hätte ich mir auch sparen können. Er hat auf den Zeh gedrückt und festgestellt, dass er kein Orthopäde sei. Ähh ja, das weiß ich auch. Für die Schmerzen darf ich mir bei Bedarf Ibu600 im Schwesternzimmer holen. Das macht aber keinen Sinn, da die Schmerzen nur kurzfristig auftreten. Bis die Ibu wirkt, wäre der Schmerz wieder weg.

Ich hole das Kind zum Essen ab. Es regnet immer noch. Danach gehen wir aufs Zimmer. Ich bin irgendwie total k.o. und lege mich mit dem mini-monsieur hin. Kurz bevor ich einschlafe schaue ich nach draußen und sehe Regen. Die Wanderung heute nachmittag wird wohl nicht stattfinden. Dann bin ich weg. Um 13h40 werde ich wach uns sehe, dass der Regen aufgehört hat. Ich vermute, dass die Wanderung nun doch stattfindet. Aber ohne mich, denn die anderen sind vor zehn Minuten los. Ich bringe den mini-monsieur um 14h00 zum Kiga, hole mir dann einen Kaffee. Im Zimmer stelle ich fest, dass die Mittagspause der Handwerker zu Ende ist. Also kann ich mich da nicht aufhalten. In die Lobby will ich nicht, ich brauche mal etwas Ruhe für mich. Und da es immer noch nicht regnet, beschließe ich in den Ort zu gehen. Ich hatte da eine Kette gesehen, außerdem will ich was Kleines für den mini-monsieur, Andenken die lokale Spirituosenspezialität und Paketsets besorgen. Während ich unterwegs bin, fängt es wieder an zu regnen. Ich bin froh, nicht mit bei der Wanderung zu sein. Um 15h30 bin ich mit Kette, zwei Packsets L, einer Flasche Blutwurz, einem Mini-Flaschen-Set, einem Wolpertinger und einem kleinen Lego-Pack wieder da, denn um 16h00 habe ich meinen letzten Termin für heute: Progessive Muskelentspannung. Heute ist es nicht so nervig wie bei letzten Mal, aber so ganz abschalten kann ich nicht. Mir hängt der gestrige Tag einfach nach. Aber trotzdem tut es gut.

Ich sammel den mini-monsieur ein, wir spielen ein bisschen und dann gehen wir auch schon zum Abendbrot. Um kurz vor 18h00 verabschiedet sich mein Kind, weil heute „Kinderkino“ ist und er „Pippi geht von Bord“ gucken möchte. Ich freue mich über seine Selbstständigkeit und schmiere ihm noch ein Brötchen für später. Auf dem Zimmer werde ich an die heutige Laternenwanderung erinnert. Obwohl ich uns erst gestern dafür angemeldet habe, hätte ich es vergessen. Dann setze ich mich zum Quatschen in die Lobby. Der mini-monsieur vergewissert sich zwei mal, ob ich noch da bin, bis ich ihn um 19h00 vom Film wegholen muss, damit wir uns für die Wanderung fertig machen. Um 19h25 sind wir am Treffpunkt. Neben uns kommen noch zwei Kinder mit je einem Elternteil mit. Unser Guide macht es wirklich toll für die Kinder. Es geht durch den Geisterwald und hier und da schafft er es tatsächlich, dass selbst der mini-monsieur mal mit offenem (und nicht redendem) Mund zuhört.

20140507_195809_ba 20140507_195356_ba 20140507_200105_ba 20140507_195128_ba 20140507_202214_baUm 20h50 sind wir durch und um 21h10 wieder in der Klinik. Der mini-monsieur verliebt sich in den Wolpertinger. Wir rufen noch kurz den Papa an, putzen die Zähne und dann ist mein Kind so gut wie eingeschlafen. Ich versuche dann meine Mama anzurufen, aber der Empfang ist extrem schlecht.

Um 22h00 erfahre ich auch warum: Zuerst höre ich komische Geräusche. Ich denke, dass irgendwas auf dem Weg vorm Fenster geschoben wird. Aber fünf Minuten später grummelt donnert es noch mal und es ist zu hören, wie der Hagel gegen die Fenster prasselt. Boah, was für ein Glück, dass das nicht vor zwei Stunden runterkam, als wir im Wald waren.

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