Kurtag 10

*** Der Baum steht ***

Da ich am heutigen Feiertag für mich nichts auf dem Therapieplan steht, habe ich keinen Wecker gestellt und prompt mal „ausgeschlafen“. Um 8h45 werde ich wach. Der mini-monsieur scheint schon einen Moment wach zu sein. Jetzt ist es aber auch zu spät fürs Frühstück. Macht aber nichts: Ich hab eh keinen großen Hunger sondern Kopfschmerzen. Und für den mini-monsieur haben wir noch eine Banane auf dem Zimmer. Ich mache mich und das Kind entspannt fertig.

Dann besorge ich mir einen Kaffee und gehe auf die Terrasse, da um 11h00 der Maibaum aufgestellt werden soll. Der mini-monsieur will lieber spielen und zieht in die andere Richtung. Das Baumaufstellen verpasst er daher auch.

20140501_105348_baIMG_3793_baPünktlich zum Essen taucht er aber wieder auf. Heute ist es nicht diätetisch: Es wurde gegrillt mit entsprechenden Beilagen und Brez’n. Und wer wollte, bekam sogar Bier.

IMG_3800_baEin Alleinunterhalter sorgt zunächst für Hintergrundbeschallung, die nach dem Essen in ein Konzert ausartet.

Dann ist es auch schon 13h00 und der mini-monsieur muss sich für seine Schatzsuche im Silberbergwerk bereit machen. Wir sind drei Mütter und drei Kinder, die in einem Auto zusammen fahren. Die Kinder gehen bereitwillig mit. Und ich gehe das erste Mal geocachen mit der einen Mutter (die andere ist leider fußlahm und muss Kaffeetrinken gehen). Auf der Suche nach zwei Caches wandern wir erst den Silberberg hoch und dann wieder runter.

20140501_142014_ba20140501_144005_baIMG_3826_baAn der Mittelstation treffen wir unsere Kinder. In der Hoffenung, endlich mit der Sommerrodelbahn den Berg runtersausen zu können, übernehmen wir die zwei schon an der Mittelstation. Doch heute ist es nicht zu nass, sondern zu spät. Der mini-monsieur ist enttäuscht. Ich glaube, wir müssen hier irgendwann mal morgens hin.

Wir wandern runter und treffen auf die anderen Kinder. Der Spielplatz an der Talstation ist schon toll und groß und wir lassen die Kids noch spielen. Um 17h30 geht es dann wieder Richtung Kur. Nach dem langen Marsch habe ich Hunger und wir müssen ja eh bis 18h30 da sein, sonst wird abgeräumt. Der mini-monsieur ist neben hungrig auch müde. Deshalb hängt er ziemlich durch. Auch auf dem Zimmer ist er kuschelig. Ich sehe schon Dramen auf uns zukommen, wenn es darum gehen wird, den Papa anzurufen. Er (also der mini-monsieur) schläft schon fast beim „Wissen mach Ah!“-Gucken ein. Allerdings habe ich mich für 19h50 für eine Waschmaschine eingetragen und er will auf keinen Fall alleine auf dem Zimmer bleiben.

Wieder zurück diskutiere ich mit dem Kind, dass wir den Papa anrufen müssen. Der mini-monsieur ist ziemlich k.o. vom Tag und nicht wirklich gewillt. Wir rufen an. Der Papa ruft auch gleich zurück. Ein Missverständnis (weil Französisch über eine wirklich schlechte Verbindung) führt dann wieder zu einer saublöden Diskussion zwischen mir und dem monsieur. Ich wolle nicht, dass das Kind mit ihm spreche. Und außerdem dürfen wir jetzt nur noch nachmittags anrufen oder gar nicht. Wir sprechen haben tatsächlich keine gemeinsame Sprache. Und bevor mich das jetzt noch weiter stresst, mache ich das Handy lieber aus. Ich gehe die Wäsche holen. Dann gönne ich mir Zeit für mich und gehe noch mal nach unten, um ein bisschen zu quatschen und mich abzulenken.

5 Gedanken zu „Kurtag 10

  1. Hallo, ich bin Sandra und lese hier noch nicht so lange mit. Sehr interessant, der Kurbericht! Darf ich mal fragen, warum ihr immer bei Papa anrufen müßt? Habe es so verstanden, daß du mit dem Monsieur gar nicht mehr zusammen lebst? Und der Mini- Monsieur immer gar nicht so große Lust hat, mit ihm zu telefonieren? Gruß Sandra

    • Hallo Sandra,
      eigentlich finde ich das ganz gut, wenn der mini-monsieur regelmäßig Kontakt zum Papa hat. Und wir rufen immer kurz an, weil der monsieur einen Terif in Frankreich hat, mit dem er günstig nach D telefonieren kann. Sonst wird der Spaß zu teuer.
      Bis zur Kur haben wir zusammengelebt. Wie sich das nun entwickelt, weiß ich nicht (steht im Bericht zu heute).
      Und ja, der mini-monsieur hat nicht immer Lust anzurufen. Das war irgendwie schon immer so mit dem Papa. Aber ich finde eigentlich, dass man sich wenigstens gute Nacht sagen sollte. Ich weiß nicht genau, warum er das nicht mag. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es ihm schwer fällt auf Französisch zu telefonieren. Zudem habe ich hier sehr schlechten Empfang und man versteht nicht immer alles. Über Skype spricht der mini-monsieur lieber mit dem Papa.
      LG B.

      • Ach so, da merkt man, dass ich deinen Blog noch nicht so lange lese. Werde ich ab jetzt aber regelmäßig machen, da es mir gefällt, wie du schreibst.
        Sandra

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