Kurtag 9

*** I’m walking ***

Heute ist mein Terminplan relativ dicht. „Schon“ um 9h00 soll ich beim Aquatrining sein. Nach der gestrigen Visite habe ich auch schon gleich den nächsten Termin um 9h30. Das Wachwerden fällt mir heute schwer. Der mini-monsieur ist dafür umso früher wach. Irgendwie beschäftigt er sich selbst, bis mein Handy um 7h45 anfängt zu piepsen. Da der erste Termin des Tages wieder mal im Wasser ist, brauche ich nicht zu duschen, sondern kann in Ruhe wach werden, sodass wir um 8h15 beim Frühstück sind. Um 8h40 verabschiedet sich das Kind von mir und geht allein zum Kindergarten. Hat auch was.

Die Wassergymnastik hat es in sich. Auch wenn die strickenden Lästerschwestern das anders sehen. Ich habe das Gefühl, dass sich hier ein paar auf eine Physiotherapeutin (die halt heute das Aquatrainig macht) eingeschossen haben und aus Prinzip dagegen sind. Ich dusche mich auch nur kurz ab und gehe dann in Bikini und Bademantel Richtung Zimmer. Und da sehe ich auch schon den Vermesser (der Kompressionsstrümpfe) vor der Tür warten. Er vermisst meine Beine und ist dann verschwunden. Danach kann ich endlich duschen. Ich vergesse fast die Zeit und muss dann doch um 10h35 mit noch nassen Haaren Richtung Fango und Massage. Heute massiert mich der Chef. Danach hole ich den mini-monsieur zum Essen ab, denn ich habe Hunger. Außerdem muss ich mich für den nächsten Termin stärken: Um 13h30 geht es zur Klimawanderung. Davor machen das Kind und ich eine kurze Pause und dann geht es auch schon los.

Die Wanderung ist toll und tut unheimlich gut. Durch das Quatschen und Gucken vergehen die über eineinhalb Stunden Wanderung wie im Flug. Ich bin schon geschafft, als wir wieder da sind. Aber trotzdem nicht wirklich müde. Nach eine kleinen Pause für mich mit Eis habe ich um 16h00 den letzten Termin des Tages: Progessive Muskelentspannung. Ich kenne das in dieser Form zwar nicht, doch als es anfängt, merke ich, dass ich das vom Yoga kenne und ich für mich selbst in anderer Form ab und zu auch mal als Einschlafhilfe nutze, Jaja, egal, wie und wo, das Rad wird nicht neu erfunden.

Dann hole ich den mini-monsieur ab. Wir gehen noch kurz raus, weil er unbedingt hüpfen muss. Dann gehen wir noch mal kurz aufs Zimmer, weil ich unbedingt was für die Hebammen klären muss. Und dann gehen wir kurz zum Abendessen, weil wir unbedingt, was essen müssen. Sowohl seine als auch meine Laune sind suboptimal.

Nach dem Essen wird für die Kinder ein Film angeboten. Der mini-monsieur setzt sich rein. Doch nach 20 Minuten, obwohl ich ihm erklärt habe, dass ich auf dem Zimmer auf ihn warte, steht er völlig aufgelöst in der Tür. Wir klären das und er zieht wieder ab. Um weitere 20 Minuten später mit einem neuen Kumpel im Schlepptau auf der Matte zu stehen.

Um 19h30 sind wir endgültig auf dem Zimmer. Der mini-monsieur guckt noch ein bisschen kika. Dann ruft der Papa an. Im ersten Moment hat das Kind keine Lust zu telefonieren und der Papa legt auf. Da überkommt den mini-monsieur ein schlechtes Gewissen und er lamentiert, dass er schuld sei, dass der Papa nun traurig sei. Das tut mir sehr weh. Es dauert einen (etwas zu langen) Moment, bis der Papa wieder zurückruft. Er lässt sich sehr bitten, was mich sehr ärgert.

Als das Kind um 21h30 endlich schläft, gehe ich noch mal Richtung Lobby, um zu gucken, wer noch seine Kinder vernachlässigt allein im Zimmer schlafen lässt, um sich in Ruhe unter Erwachsenen zu unterhalten. Es sind einige. Und wenn wir schon nicht in den Mai tanzen können, so reizen wir doch die Sperrstunde mehr als aus.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s