Kurtag 5

*** heute keine Kur ***

Gestern habe ich vergessen, den Wecker zu stellen. Was an sich nicht schlimm ist, denn heute steht nichts an außer Freizeit: Geplant ist mit dem Sessellift auf den Silberberg zu fahren, dann einmal um den Gipfel rum auf die Mittelstation zu wandern und von dort aus mit der Sommerrodelbahn wieder zur Talstation. Problematisch wäre es fürs Frühstück geworden, denn um 8h45 wird abgeräumt.

Ist aber egal, denn wir werden um 7h25 von alleine wach. Wir machen uns entspannt fertig und gehen dann zum Frühstück. Um 9h00 sind wir wieder auf dem Zimmer. Ich kruschpel dies und das und überlege, welche Bimmelbahn wir nehmen sollen. Der mini-monsieur will noch mal raus und irgendwie bleiben wir auf dem Spielplatz hängen. Damit hätte sich auch geklärt, wann wir losfahren: 11h00. Zum Mittagessen haben wir uns abgemeldet, damit unser Ausflug nicht in Stress ausarten muss.

Bevor wir in die Bahn steigen, die uns zum Fuß des Silberbergs bringen soll, müssen wir noch nach den Entenküken gucken.

IMG_3707_baDann gehts ins Bähnchen.

2014-04-26_01Ich könnte auch mit einem normalen Linienbus fahren. Aber ich habe ja den mini-monsieur dabei. Und welcher 4-Jährige möchte da nicht mitfahren 😉

Als wir an der Talstation des Sessellifts ankommen, ist der Himmel über uns noch sehr blau.

IMG_3717_baEtwas mulmig war mir ja schon mit dem Kind im Sessellift. Er hätte da unter dem Bügel durchflutschen können – also so rein vom Druchpassen her. Aber wir kommen heil oben an.

IMG_3719_baÜber uns ist der Himmel noch blau, aber von Nord-Osten bahnt sich eine große graue Wolke ihren Weg. Wir schaffen es auf den Gipfel und genießen ein bisschen Aussicht.

IMG_3728_baIMG_3739_baDa fängt es auch schon an zu tröpfeln. Erst nur ein bisschen und ich packe dem Kind die Regenjacke aus. Ich selbst habe ja nur einen Friesennerz und den wollte ich nicht mit zur Kur schleppen. Also habe ich KEINEN Regenschutz. „Naja, es wird schon nicht so schlimm werden“, mache ich mir Mut und schlage mit dem Kind die schon gestern anvisierte Route ein. Wir könnten es auch kürzer haben zur Mittelstation, aber ich habe ja einen Plan. Von den Bäumen geschützt merken wir auch nicht sooo viel vom Regen. Auf dem Singletrail keimt in mit der Wunsch, das Mountainbike mal wieder richtig zu benutzen, auf.

20140426_08Wir passieren ein paar Wegweiser und ich bin so auf „Mittelstation“ fixiert, dass wir promt eine Extra-Schleife drehen. Der Weg wird breiter und die Baumwipfel stehen nicht mehr so dicht beieinander. Wir bekommen ein ziemliche Dusche.

20140426_07Nicht mehr wirklich trocken erreichen wir nicht die Mittel- sondern die Talstation. Warum schreiben denn die hier auch immer nur „Bergwerk“ und nicht „Mittelstation“ auf ihre Wegweiser. Dafür hat es aufgehört zu regnen.

Wir kämpfen uns also den Berg wieder hoch. Denn versprochen ist versprochen und das Rodeln will sich der mini-monsieur nicht entgehen lassen. Ich hätte vielleicht stutzig werden sollen, dass so gar keiner auf einem Schlitten den Hang runter kommt. Und dass uns so viele Familien mit Kind(ern) entgegenkommen. Die 800 Meter berghoch quatscht der mini-monsieur als gäbe es kein Morgen. Dass ihn das möglicherweise vielleicht ganz eventuell ermüdet, leuchtet ihm nicht ein. Er redet und redet und redet.

An der Mittelstation kehren wir erstmal ein. Hunger und Feuchtigkeit wollen bekämpft werden: Dampfnudel und Tee für mich, Kaiserschmarrn und heiße Schokolade fürs Kind.

20140426_0520140426_04Gestärkt nehmen wir die letzten 20 Meter zum Rodelstart. Doch dann das: „Wegen Feuchtigkeit geschlossen“. Das Kind ist den Tränen nahe und ich finde es auch schade für ihn uns. Ich zähle dem Kind, wie lange wir noch da sind und dass wir in den nächsten 20 Tagen sicherlich noch mal die Gelegenheit haben werden. Damit lässt er sich dazu bewegen, doch nicht so lange oben zu bleiben, bis es wieder trocken ist.

2014-04-26_09Da man von der Mittelstation aus nicht nach unten mit dem Sessellift fahren kann, müssen wir die 800 Meter wieder runter.

20140426_03Das geht zum Glück schneller als hoch und so sind wir pünktlich zur Abfahrt der Bimmelbahn und zum erneuten Regen an der Talstation. Wir beenden damit die Rundfahrt, die wir am Morgen angefangen haben und kommen um 14h30 wieder am Ausgangspunkt an.

20140426_02Unser Weg führt uns wieder am Ententeich vorbei und wir diskutieren, ob die Mama-Ente nun ein weiteres Ei ausbrütet oder ob unter ihrem Gefieder ihre elf Küken sitzen, um vor dem Regen geschützt zu sein. Wir sind Der mini-monsieur ist sich da nicht so sicher und wird es sicherlich bei einem nächsten Spaziergang verifizieren.

Um 14h45 sind wir wieder in der Klinik. Ich pelle uns schnell aus den noch feuchten Klamotten. Während ich dusche, schaut der mini-monsieur zwei Folgen „Wickie“ und nascht dabei den Rest seines Kaiserschmarrns. Dann wird er unter die heiße Dusche gestellt. Frisch und warm gehen wir Wäsche waschen, hocken uns noch mit ein paar anderen Müttern und Kindern zusammen. Der mini-monsieur bekommt eine kleine Lektion in Selbstständigkeit: Er geht mit dem Schlüssel allein los, um sich was aus dem Zimmer zu holen. Beim ersten Mal klappt es nicht. Beim zweiten Mal schafft er es ins Zimmer und kommt auch mit dem gewünschten wieder, aber der Schlüssel blieb stecken… Naja, darauf können wir ja aufbauen.

Irgendwie bin ich immer noch satt von meiner Dampfnudel als wir um 17h30 zum Essen gehen. Auch das Kind hat keinen rechten Hunger. Außerdem ist er durch. Er redet ohne Punkt und Komma. Also mache ich ihm ein Brötchen für später und dann gehen wir recht schnell aufs Zimmer.

Der Tag scheint zu aufregend gewesen sein, so richtig runter kommt er erstmal nicht. Nein, nein, nein, er sei nieee müde. Hmpf. Ich lasse ihn etwas kika gucken und dann meldet sich auch der Hunger bei ihm.

Als er gegen 21h00 eingeschlafen ist, schleiche ich mich kurz raus, um die Wasserflaschen nachzufüllen. Da sehe ich noch ein paar ander Mamas in der Lobby sitzen und denke mir, dass ich mich nicht immer so einigeln soll. Ich setze mich dazu und wir quatschen ganz nett.

3 Gedanken zu „Kurtag 5

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