Kurtag 4

*** Dämme brechen ***

Eigentlich hätten wir sowas wie ausschlafen können. Trotzdem war ich um 7h00, also eine gute dreiviertel Stunde vor dem Wecker, wach. Den mini-monsieur finde ich in meinen 90 Zentimeter Bett wieder. Er wird auch wach und wir kuscheln erstmal noch ein bisschen, bevor ich aufstehe und dusche. Um 8h15 sitzen wir beim Frühstück. Nach der gestrigen Ernährungsberatung halte ich mich heute zurück 😉 Ein Brötchen reicht. Dazu ein Ingwer-Tee, weil ich gestern Nacht etwas Sodbrennen hatte. Ich kippe zweimal den Salzstreuer um und muss an diesen blöden Spruch „Wer Salz verstreut, wird Tränen vergießen“ denken. Um 8h45 liefere ich das Kind bei der Betreuung ab. Ich habe noch ein bisschen Zeit bis zu meinem ersten Termin und versuche zu klären, dass der mini-monsieur am Schwimmen und Sport teilnehmen darf. Ich habe Er hat Glück: Es ist noch ein Platz frei.

Dann gehe ich mit einem mulmigen Gefühl zu meinem ersten Termin des Tages. Ich habe ein bisschen das Gefühl, zu einer Prüfung zu gehen. Für ein Erstgespräch ist es schon ziemlich intensiv. Und der Frühstücksspruch bewahrheitet sich. Es fühlt sich nicht gut an, dass ich direkt im Anschluss daran zum nächsten Termin muss. Ich wäre jetzt gerne erstmal allein. Zum Glück ist dieser Termin nur eine Einführung und ein bisschen kurzweilig noch dazu. Danach suche ich mir aber trotzdem erstmal ein ruhiges Plätzchen, um meine Gedanken aufzuschreiben. Irgendwie hat das Gespräch ein paar Dämme gebrochen.

Um 11h20 wartet ein angenehmer Termin auf mich: Fango und Massage. Das tut einfach nur gut. Entspannt hole ich den mini-monsieur ab, der gar nicht mit mir zum Essen will. Erst die Aussicht auf eine Überraschung lockt ihn aus dem Gruppenraum. Er freut sich tatsächlich sehr darüber, dass er beim Schwimmen und Sport dabei sein wird.

Nach dem Essen entdecken wir ein Päckchen für uns. Oma – also meine Mama – hat uns was geschickt. Der mini-monsieur freut sich und beschäftigt sich mit den Sachen, während ich Pause mache. Mir dröhnt der Kopf, ich bin k.o. und fühle ich wirklich wie nach einer Prüfung. Ich nicke auch einen kurzen Moment ein. Dann geht’s raus. Da ich morgen mit dem Kind wandern möchte, will ich gucken, ob wir hier ein Paar Wanderschuhe für ihn bekommen. Ein Paar Schwimmflügel und eventuell auch ein Paar Hallenturnschuhe wären auch nicht schlecht. Wir machen einen doch recht großen Spaziergang und kommen mit einem vollen Rucksack zurück. Der mini-monsieur will aber draußen bleiben. Wir treffen die Mama von gestern wieder und mein Kind nimmt sich ihres Großen (3 Jahre) an. Zusammen entern sie das Trampolin, das sie tatsächlich einen langen Moment für sich haben. Um 16h45 zieht ein Gewitter auf, das zwar nur ein paar Mal grummelt, aber dafür Regen mit sich bringt. Wir warten noch bis 17h30 bis wir zum Abendessen gehen. Eine Mischung aus wenig zum Mittag gegessen, langer Spaziergang am Nachmittag und über 30 Minuten hüpfen beschert dem mini-monsieur einen gesegneten Appetit.

Anschließend will das Kind noch nicht aufs Zimmer und so gucken wir, was im Keller los ist. Dort sind nämlich zwei Spielräume, die wir noch nicht kennen. Eine Menge Kinder sind schon da und entsprechend hoch ist der Geräuschpegel. Ich unterhalte mich noch nett und dann verschwinden wir gegen 19h00 aufs Zimmer. Mein Kopf dröhnt immer noch. Dass mir das Gespräch von heute Morgen so nachhängen würde, hätte ich nicht gedacht.

2 Gedanken zu „Kurtag 4

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