Kurtag 1

*** Eine Zugfahrt in die Berge ***

Mein Wecker Handy fängt um 6h30 an zu piepsen. Die Nacht war nicht sonderlich lang. Aber meine Liste für die Zeit bis zum Zug ist lang für so frühe Stunde lang. Ich dusche und erledige die Dinge, bevor der mini-monsieur geweckt werden muss.
Irgendwie sind wir schnell fertig und ich denke die ganze Zeit, dass ich – und auch das Kind – locker ne halbe Stunde länger hätte schlafen können.

Wir brechen also gemütlich auf gen Bahnhof. Was sich so gemütlich nennt mit Trolley und mittelgroßer (und nicht gerade leichter) Sporttasche.
Trotzdem sind wir 45 Minuten zu früh am Bahnhof. Während wir uns unsere Zuglektüre aussuchen, trauere ich den kostbaren Schlafminuten nach.
Und dann kommt auch noch der Zug zu spät. Und ich bekomme Puls, denn wir müssen noch zwei Mal umsteigen. Und haben dafür nur zehn bzw. acht Minuten.

Das nächste Mal Puls habe ich haben wir, als auf einmal der 2-Jährige am Nebentisch auf einer Mundharmonika spielt unkoordiniert in eine Mundharmonika pustet. Während ich versuche die Spießerin in mir zu unterdrücken, hält sich der mini-monsieur demonstrativ die Ohren zu. Da muss ich nur noch etwas lauter fragen, ob ihm die Musik nicht gefalle. Und schwubsdiwubs ist die Mundharmonika auch schon wieder weg.

Dannach beruhigt sich der Puls, auch wenn der Zug die Verspätung nicht mehr aufholt. Denn der Anschlusszug hat gleich 15 Minuten Verspätung und so können wir entspannt umsteigen. Nur den dritten Zug kann ich damit abschreiben.

Macht aber nichts, denn in Plattling treffen wir gleich zwei weitere Mütter mit Kindern auf dem Weg zur Kur. So wird uns die Wartezeit nicht allzu lang.

Am letzten Bahnhof wartet der Shuttle-Service auf uns. Auf den letzten 20 Minuten mit dem Bulli bekommen wir einen ersten Vorgeschmack auf die beginnenden Berge. Es geht hoch und runter und das auch recht kurvig. Ich bin froh, dass der mini-monsieur erst kurz vor der finalen Ankunft merkt, dass ihm schlecht sein könnte.

Nach dem Einchecken geht’s aufs Zimmer. Hmm, tja, also… man merkt deutlich, dass wir in einer Kurklinik sind. Es ist nicht sonderlich heimelig. Der mini-monsieur spürt das auch und würde gerne wieder zurückfahren. Ich komme auch ins Grübeln, ob ich das wirklich drei Wochen aushalte. Die Müdigkeit, die uns bleischwer überkommt, trägt sicherlich ihr Übriges dazu bei.

Aber Hinlegen ist nicht. Wir müssen uns noch das Haus zeigen lassen. Dabei werden uns auch noch mal die Tageszeiten bewusst gemacht und ich frage mich einmal mehr, ob ich hier wirklich Erholung finden kann, wenn der Tagesrhythmus so konträr zu meinem unserem Biorhythmus verläuft: 7h00-9h00 Frühstück, 11h30-13h00 Mittag, 17h00-19h00 Abendessen.

Um 18h00 sitzen wir beim Essen. Aber wir haben beide keinen großen Appetit. Und müde sind wir auch. Also ab aufs Zimmer. Der mini-monsieur darf ein bisschen kika gucken und weil er dabei fast einschläft, mache ich ihn bettfertig. Wir kuscheln uns zusammen und sind wohl so gegen 20h30 eingeschlafen.

Aber ich wache nochmal auf. Ich muss noch Zähneputzen und so. Aber davon werde ich natürlich wieder wach und so dauert es eine Weile, bis ich wieder in den Schlaf finde 😦 und dabei habe ich doch morgen unm 7h05 schon meinen ersten Termin…

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