Keine Hebammen mehr, was dann?

Der Hebammenblog weitet den Protest – wobei mir das Word Protest eigentlich zu schwach ist – ganz richtig auf die Eltern aus. So sehe ich das auch.

Aber es muss darüber hinaus gehen!

Auch Ärzte, v.a. Gynäkologen und Pädiater, sollten auf die Barrikaden gehen. Denn mal ganz ab von der noch total unklaren rechtlichen Situation bei der Geburt (Hebamme muss, Arzt kann), werden es die Ärzte sein, die zukünftig auffangen müssten, was die freien Hebammen leisten – Vorsorge und vor allem Nachsorge!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ärzte wirklich darauf erpicht sind, das zu leisten bzw. dass sie das in dem Umfang leisten können, wie es die Hebammen tuen. Dafür ist gar nicht die Zeit zwischen all den „normalen“ Patienten.

Und ehrlich gesagt frage ich mich, welche frisch Entbundene gesteigertes Interesse daran hat, sich für die Nachsorge oder Stillberatung Stunden mit dem Frischling in irgendein überfülltes Wartezimmer zu setzen.

Die Alternative werden Nachsorgezentren in Krankenhäusern sein, wo man sich zu bestimmten Zeiten hinbegeben darf. Kann ein Milchstau wirklich einen Tag warten? Will ich mit dem Säugling wirklich zwischen all den anderen Müttern, Kindern, (Krankenhaus-)Keimen warten? Welche Frau ist denn wirklich schon so schnell wieder fit, dass sie im Wochenbett (das heißt nicht grundlos so) problemlos zu irgendwelchen Nachsorgeterminen wackeln kann und will?

Dieser mögliche wahrscheinliche Wegfall der Hebammen-Berufshaftpflicht bedeutet so viel – gesellschaftlich, rechtlich, persönlich. Es muss was getan werden!

2 Gedanken zu „Keine Hebammen mehr, was dann?

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