Liebes Tagebuch am Fünften (Januar)

Irgendwie dachte ich kurzfristig, dass Frau Brüllens Aktion nur 2013 lief. Ich denke einfach nicht weiter darüber nach…

Als der Fünfte Januar um
0h00 beginnt, haben der monsieur und ich gerade angefangen, „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ zu gucken – auf Französisch mit deutschen Untertiteln. Leider nicht die Verfilmung, die ich kenne, sondern eine etwas blutigere, aber halt die, die unseren Sprachanforderungen entspricht. Aus Gründen wollte ich, dass der monsieur diesen Klassiker kennenlernt.
Da ich den Film schon kenne, blogge ich anfangs parallel für das Photoprojekt der Shootingqueens.

1h30 Der Film ist zu Ende. Wir sollten – auch wenn morgen Sonntag ist – gen Bett. Der monsieur bekommt auch die Kurve, aber ich hänge noch im Internet fest.

2h00 Ich geselle mich zum monsieur und irgendwie kommen wir von Höcksken auf Stöcksken.

3h00 Ich bin wach. Keine Ahnung, ob’s am Powernapping vor sieben Stunden liegt. Ich zappe noch ein wenig, beschließe dann aber, mich müde zu lesen. feedly hat schon Frau Brüllens Eintrag für heute gefunden und so fange ich um

4h00 an, den ersten Teil ins Handy zu tippen.

4h30 Jetzt muss ich aber wirklich schlafen. Wer weiß, wann der mini-monsieur die Nacht für beendet erklärt und dann sollte ich zumindest wieder ansprechbar sein.

8h30 Ich vermute, dass der mini-monsieur jetzt gekommen ist. Zumindest fühle ich mich um

9h20 so, als ich erstmals ansprechbar wach werde. Das Kind schnappt sich mein Handy. ich drehe mich fatalerweise noch mal um. Das Unheil nimmt seinen Lauf: Der mini-monsieur fängt an ein Spiel auf mein Handy zu laden. Phänomenal, mit welcher Selbstverständlichkeit er das kann. Aber es hakt hier und da dann doch, da er ja noch nicht lesen kann.

10h30 Ein großer Streit entbrennt, weil das neue Spiel zu viel Speicherplatz einnimmt und ich daraufhin andere Apps des mini-monsieurs lösche. Die Situation schaukelt sich hoch: Ich bekomme mein Ladegerät an den Kopf und verbiete als Folge das gewünschte Fernsehprogramm.

11h05 Die Diskussion wird mit dem monsieur weitergeführt. Das Kind vergießt viele Krokodilstränen und ich falle darauf rein überdenke mein absolutes Verbot. Die Sendung mit der Maus wird doch genehmigt. Aber damit soll’s heute gut sein.

11h30 Während der mini-monsieur Maus guckt, bereite ich das Frühstück. Vielleicht sollten wir doch über die Anschaffung eines Toasters nachdenken.

12h00 Wir frühstücken und beschließen heute die vom mini-monsieur gewonnene Familien-Freikarte für die „Planet 3.0„-Sonderausstellung des Senckenberg Naturmuseums endlich mal einzulösen. Boah, bin ich müde…

12h40 Das Frühstück ist fertig. Das Kind spielt mit seinem neuem, gestern erstandenen TipToi-Stift und erkundet die Welt der Ritter und Dinosaurier. Ich lümmel noch so rum, schreibe und kämpfe mit diesem nahezu unbändigen Impuls, mich hinzulegen.

13h30 Freunde rufen an, um uns nach unseren Tagesplänen zu fragen. Wir machen aus, uns nach dem Museum zu treffen. Das bedeutet aber auch, dass wir endlich mal in die Hufe kommen müssen. Also gehe ich duschen und beaufsichtige dabei den mini-monsieur beim Anziehen, der zwar Smartphones bedient wie ein Großer, aber beim Anziehen so tut, als sei er gerade erst geschlüpft…

14h25 Der monsieur ist los um mit dem Hund eine Runde zu drehen. Ich werde gleich die letzten Rekonstruktionsarbeiten an mir vornehmen, dann mich und das Kind startklar machen, damit wir hoffentlich spätestens um 15h00 loskommen.

15h05 Wir sind tatsächlich vor 15h00 aus dem Haus gekommen und sitzen nun in der U-Bahn Richtung Endhaltestelle. Da gerade Teile des Senckenberg-Museums Baustelle sind, gilt das Motto „der Weg ist das Ziel“, um zur Sonderausstellung zu kommen. Diese ist ganz interessant, aber nicht so umfangreich und die Aufnahmefähigkeit des mini-monsieurs halt auch begrenzt. So sind wir schon um

16h10 durch und auf dem Weg nach draußen. Wir schließen uns mit unseren Freunden kurz und sind total mutig und gehen im unbekannten Viertel in ein noch unbekannteres Café 🙂 Das Kind verschlingt zwei Stück Käsekuchen, als hätte er den ganzen Tag nichts gegessen. Unsere Freunde kommen, der mini-monsieur bekommt noch ein spätes Weihnachtsgeschenk, das gleich ausprobiert wird und somit das Kind auch für eine Weile beschäftigt ist.

18h30 Wir machen uns auf dem Weg zurück nach Hause. Dort angekommen koche ich, der monsieur geht mit dem Hund raus und der mini-monsieur beschäftigt sich selbst.

19h45 Es wird gegessen – aufgebratene Speckknödel mit schneller Soße und – tadaa – Erbsen. Eigentlich ein Wagnis, denn die letzten Erbsen wurden vom Kind verweigert. Ich war schon bereit, eine Gurke aufzuschneiden, damit er überhaupt was Frisches isst, da verlangt er nicht einen, nicht zwei, nein, DREI (!!!) Löffel Erbsen. Und sie werden tatsächlich auch gegessen.

20h40 Es soll keine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen werden. Stattdessen möchte der mini-monsieur noch mit uns spielen. Die Entscheidung fällt auf das selbstgebastelte Dr.-Brumm-Memory – zwei Runden, danach nur noch Zähneputzen und die Ansage: „Heute schlafe ich ganz schnell ein.“ Diese macht er auch um

21h15 wahr. Ich widme mich nun der Wäsche zum Aufhängen und dem Rest des Frankfurter Tatorts.

21h45 Tatort zu Ende, Wäsche aufgehängt: Ich starte den Download meiner Bilder vom Handy und setze diesen Artikel fort. Gleich noch der zweite Tatort und ein weitere Ladung Wäsche zum Aufhängen. Vielleicht sortiere und editiere ich dann noch Bilder… vielleicht gehe ich auch einfach mal früh(er) ins Bett.

2 Gedanken zu „Liebes Tagebuch am Fünften (Januar)

  1. Yeah. Der ganz normale Wahnsinn. Unsere Minimadame ist zehn Jahre alt geworden. Es wird nicht besser, nur anders schlimm… 🙂

    • Ja, das „befürchte“ ich auch… Obwohl ich ja sagen muss, dass ich das jetztige Alter schon ziemlich klasse finde: gewisser Grundverstand, der immer wieder mit dem Schalk kämpft (und verliert) 🙂

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