Ofen-frei

Nein, wir sind nicht wieder ohne Ofen. Der neue Herd funktioniert ganz wunderbar und auch den Ofen konnte ich schon heute einmal kurz testen.

Aber totz des neuen Herds wird es bei dem ursprünglich Ofen-frei geplanten Weihnachtsmenü bleiben. Außer, dass ich nun doch noch zwei bis drei Brioche (der Teig gibt so viel her) für die Weihnachtstage backen kann.

Höllisch Abend und den 1. Feiertag werden wir mit meinen Eltern verbringen, also sie werden zu uns kommen. Das macht für uns alles ganz entspannt. Zumal dem mini-monsieur die Aufregung sehr zu schaffen macht. Und er so zu Hause alles so „organisieren“ kann und konnte, um sicher zu gehen, dass der Weihnachtsmann auch wirklich kommt. Ich denke, bei Oma und Opa wäre er unsicher, ob das alles so funktioniert…

Sobald meine Eltern am frühen Nachmittag da sind, werden wir Apfel-Zimt-Waffeln essen, falls ich nicht doch noch spontan auf Bratäpfel umgschwenke. Danach werden uns mit Glühwein und Kinderpunsch bewaffnet aufmachen, um dem Frankfurter Stadtgeläut zu beizuwohnen. Vor zwei Jahren waren wir das erste Mal da und da war auch zu all dem heiligen Gefühl eine Riesen-Sternschnuppe zu sehen.

Wenn wir wiederkommen, werden die Geschenke unterm Baum liegen. Der Plan ist nämlich, den Moment des Hausverlassens vorher zu nutzen, um schnell die Geschenke an Ort und Stelle zu bringen. Und so werden wir nach dem Stadtgeläut erstmal Bescherung machen, bevor wir uns dann zu späterer Stunden dem traditionellen Weihnachtsessen meiner Familie widmen:

„Zum Glück“ haben wir nur für Heilig Abend ein Standardessen (Mein kleiner Bruder beichtete mir, dass er diese Tradition nicht fortführt, sondern eigene Wege geht. Ich sollte mit unseren Eltern mal über Enterbung sprechen.) und so wird es bei uns Kartoffelsalat (mit Möhren, Apfel, Zwiebel, sauren Gurken und Ei) mit schlesischen Weißwürsten (gebraten) geben. Der Salat wird morgen vorbereitet und die Würste bringen meine Eltern mit*. So braucht das Essen extrem wenig Beachtung – abgesehen vom Braten der Würste – und wir haben Zeit.

Der erste Feiertag wird etwas kuliarischer. Geplant ist folgendes Menü

  1. Quarkmousse mit Radieschensalat (aus Vegetarisch! Das Goldene von GU)
  2. Sellerie-Maronen-Suppe (aus der LECKER 12/1013)
  3. Coq au vin mit Apfel-Rotkohl und selbstgemachten Semmelnknödeln
    bzw. für den mini-monsieur Brathähnchen (im Ofen) mit Spinat und Semmelknödeln
  4. Käse
  5. Mousse au chocolat

Und ich freu mich schon auf beide Tage.

In diesem Sinne: Habt alle wundervolle Weihnachten mit leckerem Essen, tollen Geschenken, Besinnung und Aufregung, Familie und Freunden, Neuem und Traditionen.

* Ich glaube zwar, dass es hier in Frankfurt irgendwo eine Metzgerei gibt, die die zu Weihnachten herstellt, aber meine Eltern haben ihre Stammquelle. Und nachdem es hieß: „Also, ohne die Weißwürste feiert Dein Vater aber nicht Weihnachten.“, sollen sie sie ruhig besorgen. Aber eigentlich könnten wir auch nur Rindswurst (die wird es nämlich zusätzlich geben) essen, wenn es nach meinem Vater geht. Denn in einem späteren Telefonat hieß es: „Also, Dein Vater meinte, dass mit den Weißwürsten sei ja schon so wie Eulen nach Athen tragen. Es gibt ja auch in Frankfurt gute Wurst.“ „Rindswurst???“

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