Lichtblicke 2013

Mann, war das ein turbulentes Jahr 2013. Es war emotional nicht ganz so dramatisch wie 2012, aber auch ein Jahr, das ich in dieser Intensität und Geballtheit nicht wiederholen möchte. Wobei ich fürchte, dass 2014 auch noch mal spannend wird.

Es ist schon komisch: Während ich das hier schreibe, sitze ich in Frankfurt am Esstisch, als wäre ich nie woanders gewesen. Dabei wohnen wir erst seit drei Monaten wieder hier. Hamburg erscheint so weit weg, als wäre dieser „Zwischenstop“ nie gewesen.

Januar: Ich weiß noch, wie ich Silvester dachte: „Wenn das Jahr so bleibt, wie diese besch*** Silvester verspricht, kann ich mich gleich eingraben.“ Nach zweieinhalb Monaten in Frankreich alleine ist der monsieur erst knapp zwei Wochen wieder da. Und es knirscht noch sehr im Gebälk. Zudem bin ich durch: Das Jahr ohne Urlaub, dafür mit Umzug, neuem Job, temporärem Single-Mom-Dasein hat extrem an mir gezehrt. Ich habe Seuche, Rücken und vor allen Dingen keinen Schlaf. Der mini-monsieur hat auch eine Seuche über den Jahreswechsel gerettet und ist sehr unleidlich. Der monsieur und ich werden jeweils ein Jahr älter. Im Job läuft es mehr als schlecht. Ich habe ein Bewerbungsgespräch. Wir gehen zum ersten Mal mit den mini-monsieur ins Kino.
Lichtblicke des Monats: Mein Geburtstag, an dem ein paar liebe Menschen zu Kaffee und Kuchen da waren. Ich habe ein blind date mit einem instagram-Kontakt. Das Geburtstagsabendessen des monsieurs im Ti Breizh.

Februar: Die ersten zwei Wochen verbringe ich zu Hause mit Antibiotika, da die Seuche und meine absolute Abgeschlagenheit sich nicht mehr ignorieren lassen. Kaum bin ich wieder im Büro, liegt der monsieur mit einer Grippe (sic!) danieder. Ich jongliere also Kind und Job mal wieder irgendwie und nehme den Hund mit ins Büro. Und als wäre es nicht genug des Dramas, bekomme ich in der Zeit auch meine Kündigung.
Lichtblicke des Monats: Der mini-monsieur hat endlich keine Windeln mehr! Ich fange wieder an zu bloggen. Der monsieur fängt endlich einen Deutschkurs an.

März: Ich habe mir eigentlich vorgenommen, wenigstens noch ein spannendes Projekt im Büro fertig zu machen, bevor ich gehe. Aber dann kommt zu meinen Rückenschmerzen auch noch ein extrem unprofessionelles Verhalten meiner Vorgesetzen. Womit klar ist, dass das ganze juristisch geregelt werden muss und ich ab Mitte März krankheitsbedingt nicht mehr arbeitsfähig bin. Endlich kann ich diesen verfluchten Apfel abgeben und gegen ein eigenes smartes Telefon eintauschen. Ich gehe zu einem Hamburger Instagram-Treffen, aus dem eine nette Mädels-Runde entsteht. Der monsieur und ich haben eine sehr finale Diskussion über uns. Und da gerade eh alles egal ist und die Karten neu gemischt werden, setze ich ihm die Pistole auf die Brust.
Lichblicke des Monats: Rodeln in Hamburg und die Familien-Eckbank steht endlich bei uns.

April: Ich suhle mich ein wenig in meiner Misere, ärgere mich aber dann doch mehr über die Arbeitsagentur und noch mehr über die Klageerwiderung meines Noch-Arbeitgebers, gehe brav zur Krankengymnastik und schreibe selbstständig Bewerbungen und bin mir bei einer sicher: Wenn die mich nicht wenigstens einladen, dann stimmt etwas mit meiner Expertise bzw. meinen Unterlagen nicht. Aber so ist es nicht: Erst habe ich ein telefonisches Bewerbungsgespräch, dann ein persönliches in Frankfurt und dann ein Angebot. Trotzdem geht es mir nicht gut – vor allen körperlich. Ich fange an, mich um eine Mutter-Kind-Kur zu kümmern. Wir verbringen Ostern in Mölln.
Lichtblicke des Monats: Frankfurt wiedersehen und Grie Soß essen.

Mai: Nun bin ich offiziell arbeitslos, aber zum Glück habe ich da ja was in der Pipeline. Mein nun Ex-Arbeitgeber sagt in letzter Minute den Gütetermin ab. Wir nutzen den beginnenden Frühling, machen Ausflüge und genießen zum letzten Mal als Hamburger den Hafengeburtstag. Ich gehe zum ersten Mal in Hamburg ins Museum und fahre nach Heidelberg zur Spektrum. Danach erstmal wieder krank: Antibiotika Nummer 2 in diesem Jahr. Wir fahren alle zusammen und mit dem Hund per Regionalverkehr zu meinen Eltern, von wo der monsieur noch weiterfährt, um sich ein neues, gebrauchtes Auto zu kaufen. Ich ärgere mich noch mehr über die Arbeitsagentur.
Lichblicke des Monats: Das ALG I fällt doch nicht so gering aus, wie befürchtet bzw. von diversen Online-Rechnern prophezeit. Der Arbeitsvertrag kommt an.

Juni: Da ich im Juli wieder arbeiten werde, fahren wir releativ spontan in den Urlaub: nach Frankreich zu den Schwiegertigern. Mehr ist gerade nicht drin. Dort feiern wir auch den 4. Geburtstag des mini-monsieurs – mit der ganzen Verwandtschaft des monsieurs. Für den Urlaub lasse ich meine Depeche-Mode-Karte sausen. Nicht, dass es mir um die Karte wirklich leid tut, aber das war definitiv das letzte Mal, dass wir Familien-Urlaub in der Nähe von monsieurs Familie gemacht haben. Die letzte Juni-Woche ist pickepacke voll mit Vorbereitungen für den Jobstart, Vorbereitungen für die erste große Geburtstagsfeier des mini-monsieurs, Kieler Woche und einem tollen Tag im Nirgendwo.
Lichtblicke des Monats: Sonne, Meer und der mini-monsieur hat seine Nuckis entsorgt. Ich bekomme einen Anruf von meiner Anwältin: Das Vergleichsangebot wird nun eingetütet.

Juli: Wir entscheiden, die Pendelei für alle Beteiligten dadurch entspannter zu gestalten, indem der monsieur mit dem mini-monsieur noch mal nach Frankreich fährt und den Sommer genießt. Trotzdem sieht der Monat so aus: Frankfurt – Kindergeburtstag in HH – Frankfurt – Neffen-Taufe an der Ostsee – Bewerbungsgespäch in HH – Frankfurt – Köln – Frankfurt – Hamburg – Frankfurt. Der Job lässt sich sehr zu entspannt an. Ich bin unterfordert und sehe auch kein Licht am Horizont. Aber in HH gibt es definitiv keine Alternativen und so sehe ich mich nach Wohnungen um.
Lichtblicke des Monats: Die Geburtstagsfeier des mini-monsieurs, Kurztrip nach Köln,  Wohnung, ein schöner Abend im Slowman

August: Die messieurs weilen fast den ganzen Monat in Frankreich. Trotzdem pendele ich, da ich meinen Freunden nicht unnötig zur Last fallen möchte (und mein Rücken sich auch über meine Matratze freut). Es wird nicht spannender im Job, trotzdem bleibt es bei der Entscheidung nach Frankfurt zurückzuziehen. Bei der Planung für den Umzug fängt die Tusnelda von der Hausverwaltung erstmals an, nervig zu werden. Irgendwann sind mir ihre Nicht-Aussagen egal und wird organisieren alles so, wie es für uns am besten ist. Ende des Monats bin ich – mal wieder – krank.
Lichtblicke des Monats: Spaziergang quer durch Hamburg, ein Tag in Berlin

September: Anfang des Monats bekomme ich einen Anruf von einer Headhunterin: Ich sei ja wieder im Rhein-Main-Gebiet, ob ich mir vorstellen könne… Ich flohmarkte das erste Mal, um die nicht mehr passenden Klamotten und Spielsachen vom mini-monsieur nicht in der Umzugsmasse zu haben. Ich pendele weiterhin und bin froh, dass es Ende des Monats vorbei sein wird. Der auch noch mal stressig wird im Job, da die wenige Arbeit, die ich habe, sich in der letzten Woche ballt und ich für zwei Tage nach Dresden muss. Der letzte Tag für den mini-monsieur in seinem Kindergarten ist ziemlich traurig. Ich bin froh, dass ich rechtzeitig wieder aus Dresden da bin und direkt für ihn da sein kann. Am 30. stehen die Möbelpacker vor der Tür und räumen uns in Nullkommnix die Bude leer und tatsächlich abends in Frankfurt auch schon zu 80 Prozent wieder ein.
Lichtblick des Monats: Ich habe Wohnungsschlüssel.

Oktober: Dank des guten Umzugsunternehmens (btw: Wer eine Empfehlung für ein Hamburger braucht, melde sich bitte.) ist der Monatsstart entspannt. Klar: Einmal Grundreinemachen in der ganzen Wohnung, Kisten ausräumen ist beschwerlich genug, aber wir haben ja fast einen Tag mehr, als geplant. Der mini-monsieur kann direkt im neuen Kindergarten anfangen und ist extrem unleidlich darüber, dass er eingewöhnt werden soll und nicht so lange bleiben darf.
Im Job geht einiges drunter und drüber: Vor lauter Unterforderung habe ich Konzentrationsprobleme. Die Anfrage des Headhunters nimmt dafür Formen an.
Lichtblicke des Monats: Wieder in Frankfurt zu sein, ist, als seien wir nie woanders gewesen. Alle freuen sich, dass wir wieder da sind – und wir auch 🙂

November: Ich habe ein paar Arzttermin wegen meiner Schilddrüse. Nun schwebt der Verdacht von Hashimoto über mir. Es stresst mich nicht sonderlich, wäre es doch vielmehr eine Erklärung für meinen Zustand. Eine finale Diagnose will mein Arzt aber erst in einem halben Jahr stellen. Vielleicht hätte ich im April auch einfach die Mutter-Kind-Kur final beantragen sollen. Aber dann kam ja das Jobangebot dazwischen…
Ich habe ein Bewerbungsgespräch, das nur so halb-mittel gut – wie der mini-monsieur sagen würde – gelaufen ist. Die Absage kommt Ende des Monats.
Der mini-monsieur lässt sich nach Jahren mit langen Haaren einen Kurzhaarschnitt verpassen.
Lichblick des Monats: Die liebste Freundin, die so schlecht erreichbar und noch seltener zu sehen ist, kommt spontan vorbei.

Dezember: Die erste Woche bin ich mal wieder mit den Kind allein. Der Backofen gibt seinen Geist auf. Wir haben Weihnachtsfeier mit allen Standorten zusammen in Berlin. (Der logistische Aufwand leuchtet mir nicht ganz ein und ich sehne mich einmal mehr nach „meiner“ alten inhabergeführten Agentur.) Ich kränkel weiter vor mich hin (die Akkus sind einfach leer). Ich habe zwei Bewerbungsgespräche an einem Tag. Meine Eltern kommen, um zusammen Weihnachten zu feiern. Auf Wunsch des mini-monsieurs gehen wir ins Theater.
Lichtblicke des Monats: Der Stollen, den ich mit dem „Internet“ getauscht habe. Der neue Herd, der kurz vor dem Fest noch kam. Perspektiven, die sich auftun. Die frohe Botschaft der besten Freundin. Der monsieur und ich…

Wenn das neue Jahr so anfängt, wie sich dieses Jahr zu Ende neigt, bin ich versöhnt mit all dem Stress, den 2012 und 2013 für mich parat gehalten haben. Aber ich will es nicht verschreien. Rückblickend bin ich für vieles dankbar, was mir das letzte Jahr gebraucht und gelehrt hat.

2013-F&A

Zugenommen oder abgenommen?
Gefühlt zu. Ich glaube aber weder noch.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Seit Langem mal wieder ein Bob.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Kurzsichtig wie immer.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr: neuer Fernseher, neue Schränke, Umzug.

Der hirnrissigste Plan?
Zu glauben, dass drei Wochen Urlaub bei den Schwiegertigern erholsam sind.

Die gefährlichste Unternehmung?
Wenn überhaupt war das gefährlichste, nachts durch HH oder Ffm mit den Öffis zu fahren.

Der beste Sex?
Ende gut, alles gut.

Die teuerste Anschaffung?
Der neue Fernseher bzw. das neue Auto (aber das hat der monsieur bezahlt).

Das leckerste Essen?
Das beste Essen schmeckt nicht, wenn die Situation nicht passt.

Das beeindruckenste Buch?
Die hellen Tage von Szusza Bank.

Der ergreifendste Film?
Die Fremde im TV. Einer der wenigen Filme, bei denen ich heule wie ein Schlosshund.

Die beste CD?
Santiano: Bis ans Ende der Welt. Mrs Greenbird

Das schönste Konzert?
Das einzige: Qeaux Qeaux Joans

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… dem mini-monsieur.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
mir, als ich im Sommer sechs Wochen alleine war.

Vorherrschendes Gefühl 2013?
Ich möchte einfach mal ankommen.

2013 zum ersten Mal getan?
Mit dem Zug gependelt.

2013 nach langer Zeit wieder getan?
In Berlin gewesen.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– die Ungewissheit im März und April
– Rückenschmerzen
– den mini-monsieur von seinen Hamburger Freunden trennen zu müssen

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass ich da bin.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich glaube, es war die Geburtstagsfeier des mini-monsieurs.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit und Unterstützung (und die Familien-Eckbank)

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Die frohe Botschaft der besten Freundin.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Das müssen andere beurteilen.

2013 war mit 1 Wort…?
ereignisreich

Ofen-frei

Nein, wir sind nicht wieder ohne Ofen. Der neue Herd funktioniert ganz wunderbar und auch den Ofen konnte ich schon heute einmal kurz testen.

Aber totz des neuen Herds wird es bei dem ursprünglich Ofen-frei geplanten Weihnachtsmenü bleiben. Außer, dass ich nun doch noch zwei bis drei Brioche (der Teig gibt so viel her) für die Weihnachtstage backen kann.

Höllisch Abend und den 1. Feiertag werden wir mit meinen Eltern verbringen, also sie werden zu uns kommen. Das macht für uns alles ganz entspannt. Zumal dem mini-monsieur die Aufregung sehr zu schaffen macht. Und er so zu Hause alles so „organisieren“ kann und konnte, um sicher zu gehen, dass der Weihnachtsmann auch wirklich kommt. Ich denke, bei Oma und Opa wäre er unsicher, ob das alles so funktioniert…

Sobald meine Eltern am frühen Nachmittag da sind, werden wir Apfel-Zimt-Waffeln essen, falls ich nicht doch noch spontan auf Bratäpfel umgschwenke. Danach werden uns mit Glühwein und Kinderpunsch bewaffnet aufmachen, um dem Frankfurter Stadtgeläut zu beizuwohnen. Vor zwei Jahren waren wir das erste Mal da und da war auch zu all dem heiligen Gefühl eine Riesen-Sternschnuppe zu sehen.

Wenn wir wiederkommen, werden die Geschenke unterm Baum liegen. Der Plan ist nämlich, den Moment des Hausverlassens vorher zu nutzen, um schnell die Geschenke an Ort und Stelle zu bringen. Und so werden wir nach dem Stadtgeläut erstmal Bescherung machen, bevor wir uns dann zu späterer Stunden dem traditionellen Weihnachtsessen meiner Familie widmen:

„Zum Glück“ haben wir nur für Heilig Abend ein Standardessen (Mein kleiner Bruder beichtete mir, dass er diese Tradition nicht fortführt, sondern eigene Wege geht. Ich sollte mit unseren Eltern mal über Enterbung sprechen.) und so wird es bei uns Kartoffelsalat (mit Möhren, Apfel, Zwiebel, sauren Gurken und Ei) mit schlesischen Weißwürsten (gebraten) geben. Der Salat wird morgen vorbereitet und die Würste bringen meine Eltern mit*. So braucht das Essen extrem wenig Beachtung – abgesehen vom Braten der Würste – und wir haben Zeit.

Der erste Feiertag wird etwas kuliarischer. Geplant ist folgendes Menü

  1. Quarkmousse mit Radieschensalat (aus Vegetarisch! Das Goldene von GU)
  2. Sellerie-Maronen-Suppe (aus der LECKER 12/1013)
  3. Coq au vin mit Apfel-Rotkohl und selbstgemachten Semmelnknödeln
    bzw. für den mini-monsieur Brathähnchen (im Ofen) mit Spinat und Semmelknödeln
  4. Käse
  5. Mousse au chocolat

Und ich freu mich schon auf beide Tage.

In diesem Sinne: Habt alle wundervolle Weihnachten mit leckerem Essen, tollen Geschenken, Besinnung und Aufregung, Familie und Freunden, Neuem und Traditionen.

* Ich glaube zwar, dass es hier in Frankfurt irgendwo eine Metzgerei gibt, die die zu Weihnachten herstellt, aber meine Eltern haben ihre Stammquelle. Und nachdem es hieß: „Also, ohne die Weißwürste feiert Dein Vater aber nicht Weihnachten.“, sollen sie sie ruhig besorgen. Aber eigentlich könnten wir auch nur Rindswurst (die wird es nämlich zusätzlich geben) essen, wenn es nach meinem Vater geht. Denn in einem späteren Telefonat hieß es: „Also, Dein Vater meinte, dass mit den Weißwürsten sei ja schon so wie Eulen nach Athen tragen. Es gibt ja auch in Frankfurt gute Wurst.“ „Rindswurst???“

Es wird heiß

zumindest in unserem NEUEN Ofen. Nachdem er sich schon 48 Stunde aklimatisieren konnte – 24 Stunden vor der Wohnungstür und 24 Stunden 2 Meter vor seinem eigentlichen Bestimmungsort -, wurde er heute abend eingebaut.
Jippiieee.
image

Der Vermieter hat sich nicht lumpen lassen.

Gerade mal eben nur ganz kurz

Heute mittag mal ganz kurz die Mittagspause verlängert, weil ich noch kurz Schnuckelkram und letzte Kleinigkeiten für die Pakete gekauft habe und danach noch viel kürzer mit der Bahn, die aber ewig keine Haltestelle entlang meines Fußweges hatte, zum Spielzeugladen gefahren bin, um mal gerade eben schnell noch das letzte Geschenk zu kaufen, das in das Paket gen Frankreich muss, das unbedingt noch heute auf der Post sein muss, wofür ich dann ganz kurz nach dem Spielzeug-Laden nach Hause geschuscht bin, dort die letzen Sachen ein- und verpackt habe, alle Pakete zugeklebt (noch mal fahr ich nicht zur Post), irgendwie transportfähig eingetütet habe, um dann mit dem Fahrrad gerade mal eben bei der Post vorbeizufahren, um dort die drei großen Pakete, ein kleines Päckchen und diverse Briefe in der Packstation, dem Briefkasten zu verstauen, wobei sich zeigte, dass das eine Paket zu groß ist und ich mich doch noch kurz in die Schlange stellen musste.

Ein Glück sind die Wege in Frankfurt so kurz, dass aus einer offiziellen Stunde Mittagspause gerade mal nur zwei wurden.

Großkampftag

Naja, gekämpft habe ich gestern nicht wirklich. Aber irgendwie skuril war es schon. Ich hatte einen haben Tag Urlab genommen, den ich über den Tag verteilt habe: Morgens ein Stündchen und abends noch mal drei.

Denn morgens um 8h00 habtte ich ein Bewerbungsgespräch. Da, wo ich damals nicht hin wollte. Interessant war, dass meine beiden Ansprechpartnerinnen nicht wussten, dass ich vor zwei Jahren bereits zweimal da war. Sind alle guten Dinge drei?
Nach 45 Minuten waren wir fertig. Und zwei Stunden, nachdem ich raus war, hatte ich eine e-Mal, dass man mit mir den nächsten Schritt im Bewerbungsverfahren gehen wollen.

Dann habe ich im Büro meine Präsentation ein gutes Stück vorangetrieben und verließ – unnötigerweise viel zu früh – um 15h40 das Büro, um zum zweiten Bewerbungsgespräch des Tages zu fahren. Da, wo ich Anfang November schon mal war. Andere, spannendere Position, weswegen ich um die erste Absage nicht böse bin.
Ein wirklich gutes Gespräch (und deutlich besseres als beim 1. Termin). Sehr sympatisches Gegenüber, sehr sehr spannende Aufgabe.

Beflügelt fuhr ich aus der Nachbarstadt nach Hause, um dann mit der Weihnachtspost und dem monsieur wegen ebendieser zu kämpfen. Um 1h00 waren alle Geschenke verpackt, in Päckchen oder Verstecke verteilt. Auch alle Karten – zumindest die, die verschickt werden müssen und SOGAR die für die französische Verwandtschaft – waren geschrieben. Fehlt nur noch ein Geschenk, dann kann das letzte Paket auch geschlossen werden und alles kann darf muss zur Post.