Exorzismus

Heute haben der monsieur, der mini-monsieur und ich zusammen mit Freunden einem Exorzismus* beigewohnt. Jaja, der Winter ist ein böser Geist, der ausgetrieben werden muss.

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In diesem Sinne:
FROHE OSTERN

* „böse Geister austreiben“ heißt auf Französisch „exorciser“ – eigentlich logisch, aber irgendwie hatte ich bislang den Begriff „Exorzismus“ mit komischen Bildern aus noch komischeren Filmen verbunden.

Die Sache mit dem Schuster und den Leisten

In meinem Noch-Büro ist es angeblich sehr international.

Dort arbeiten unter anderem Schweden, Finnen, Engländer, Inder, Dänen, Franzosen, Ungarn. Sobald diese Kollegen in einem meeting einer Besprechung dabei sind, wird Englisch gesprochen. Normal. Irgendwie muss man sich ja verständigen.

Das Büro betreut auch internationale Kunden – zum Beispiel aus Norwegen, aus USA, aus Frankreich. Die Kommunikation erfolgt – damit alle alles verstehen oder halt auch nicht – auf Englisch. Normal. Irgendwie muss man sich ja verständigen.

„Irgendwie verständigen…“ Manchmal ist es – selbst wenn man gut Englisch spricht – leider nicht mehr.

Da gibt es so banale Dinge wie Akzente: US-Englisch klingt nicht wie UK-Englisch und die Schotten sprechen nicht alles so aus wie Australier oder verwenden bestimmte Vokablen in anderen Kontexten.
Bei Telefonkonferenzen mit Franzosen auf Englisch sollte man immer zu mehreren sitzen und vorher festlegen, wer den ersten, wer den zweiten usw. Satz analysieren soll. So bekommt man wenigstens eine Ahnung davon, was einem mitgeteilt werden sollte.
Ich hatte zu Studi-Zeiten mal einen chinesischen Tutor. Vor den Abtestaten hat es mir und meiner Kommilitonin immer gegraut. Und zwar nicht, weil wir den Stoff nicht konnten, sondern weil es S E H R schwierig war, überhaupt die Fragen zu verstehen.

Komplizierter wird es mit Vokabeln und deren Wortsinn: Spricht man als Nicht-Muttersprachler mit einem Muttersprachler, so nimmt dieser meist Rücksicht, schmunzelt hier und da, aber kann alles in einen sinnvollen Kontext einordnen.
Sprechen jedoch Nicht-Muttersprachler miteinander Englisch, so übersetzen beide in die jeweilige Muttersprache. Den Effekt kann man ganz leicht mit g**gle Übersetzer und Konsorten nachvollziehen: Erst deutschen Text auf Englisch übersetzen, dann diesen Text eins zu eins z.B. ins Französische übertragen lassen… Man schwankt zwischen amüsiert und entsetzt.

Das Problem ist, dass daraus resultierende Missverständnisse IMMER zu Lasten von Zeit und (Kunden-) Beziehung gehen. Hinzu kommt, dass durch das Englisch eine sehr sachliche Ebene erzeugt wird. Die Sprache wird zum Werkzeug. Sie dient zur Verständigung, nicht zur Kommunikation. Wortspiele, wie man sie in der eigenen Muttersprache machen könnte/würde, um die Stimmung zu lockern oder Sachverhalte zu relativieren, sind nicht unmöglich. Doch die Gefahr ist groß, dass der Gesprächspartner, der ja obendrein aus einer anderen Kultur stammt, diese sehr wahrscheinlich möglichweise in den flaschen Hals bekommt. (Übersetzen Sie das mal direkt ins Englisch oder Französische: Sie würden sehr schief angeguckt.)

In meinem Job geht es aber essentiell um Sprache und Kommunikation. Darum, Dinge zu vermitteln, Sachverhalte verständlich zu machen. Der Kunde muss beraten und geführt werden. Dazu muss man sich verstehen. Doch das kann man meines Erachtens eigentlich nur dann wirklich gut, wenn man bei der Sprache bleibt, die man wirklich beherrscht.

„Siehst Du den Mond dort steh’n…“

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Einen Tag vor Vollmond habe ich eine positive Nachricht (Termin für ein Bewerbungsgespräch) und eine negative (Absage) bezüglich Job.

Einen Tag vor Vollmond habe ich manifestierte Rückenprobleme, aber auch ein Rezept für Krankengymnastik (yeah) und Einlagen (möööp). Und die Erlaubnis Yoga zu machen.

Einen Tag vor Vollmond habe ich die Unterlagen für die Bundesagentur für Arbeit von meinem Noch-Arbeitgeber zurück. Es wirft schon ein komisches Licht auf das Unternehmen, dass ich nicht mein geschicktes Original, sondern ein digital ausgefülltes Formular zurück gekomme.

Einen Tag vor Vollmond habe ich nicht zum Wintermantel sondern zum Übergangsjäckchen gegriffen. Der Frühling naht, wir haben Plusgrade.

Einen Tag vor Vollmond habe ich mir endlich einen Hackenporsche gekauft.

Einen Tag vor Vollmond habe ich eine nächtliche Fotosafari auf unserem Balkon gemacht (mit meiner digitalen Spiegelreflex, Stativ und Fernauslöser).

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Ein Tag am Meer

Naja, nicht ganz. Aber in Wedel ist man dem Meer näher als in Hamburg an den Landungsbrücken. Die kleine Stadt westlich von Hamburg liegt – wie könnte es anders sein – auch an der Elbe und ist bekannt für seine Schiffsbegrüßungsanlage, das Willkomm Höft. Die großen Pötte werden auf ihrem Weg nach und von Hamburg begrüßt bzw. verabschiedet – mit der jeweiligen Hymne.

Das wollten wir mal gesehen und gehört haben und wie praktisch, dass Wedel zum HVV gehört. Also machten wir uns auf ins feindliche Ausland angrenzende Bundesland.

Das Wetter hätte für einen Winter-Frühlings-Tag nicht besser sein können: blauer Himmel, Sonne, Wölkchen, Schnee noch hier und da und arschkalt. Der mini-monsieur steckte in seinem Ganzkörper-Winter-Kondom, sodass nur dem monsieur und mir die unteren Extremitäten abfroren. Aber lasse ich lieber Bilder sprechen:

Wedel

Wedel

Elbe

Möwe

Wedel

willkomm Höft

Großer Pott

Wir hatten Glück: Dieses mittelgroße Container-Schiff wurde verabschiedet als wir da waren. Dass der nachfolgende kleine Segler und das Motorboot nicht mit Musik verabschiedet wurden, fand der mini-monsieur jedoch sehr enttäuschend.

Wedel

Himmel

Wedel

Klar, könnte man jetzt jammern, dass es zu kalt und zu windig war aber Es war ein rundum toller Nachmittag. Und ich bin begeistert, wie gut der mini-monsieur läuft und läuft und läuft (es waren heute immerhin gut 5 km Fußweg, die wir zurückgelegt haben). Der Rückweg war zwar kurzzeitig etwas zu beschwerlich und er wollte getragen werden. Aber ein Zwischenstop mit Eis hat wahre Wunder bewirkt. Das Kind rannte danach wie auf Speed die letzten Meter bis zur S-Bahn. Möglicherweise war er aber auch beflügelt, dass er seine Mini-Mini-Mini-Italienisch-Kenntnisse an den Mann bringen konnte: Als uns das italienische Personal beim Abschied „Ciao!“ zurief, antwortete er nämlich weltmännisch „Ciao bello!“ Ein Frei-Eis beim nächsten Besuch ist ihm sicher.

Privatleben

„Familienleben wird völlig überbewertet“ – der Satz mit dem ironischen Unterton als Kommentar auf diesen Artikel hätte von mir sein können. Obwohl man besser gleich sagen könnte: Privatleben wird völlig überbewertet. Möglicherweise ist diese Meinung der inoffizielle Grund für meine Kündigung.

Für mich hat Zeit mit meinem Kind einen hohen Stellenwert. Da ich Vollzeit arbeiten muss, ist es mir wichtig, den mini-monsieur abends noch spielend zu sehen und zusammen Abendbrot zu essen. Dafür mache ich im Normalfall pünktlich Feierabend. Das Wochenende gehört eh dem Kind – Ausflüge, andere Kinder besuchen, spielen etc.

Aber ich war auch schon vor dem Kind nicht der Typ fürs Show-Sitzen. Ich arbeite, wenn es die Situation, das Projekt erfordert, hart und komme dafür auch früher (was wirklich schwer für mich ist) oder am Wochenende ins Büro oder bleibe länger, wenn es mir eine Arbeitserleichterung beschert (warum abends nicht ne halbe Stunde dranhängen, wenn’s dann erledigt ist).

ABER ich finde, solch ein Einsatz darf nicht grundvorausgesetzt werden – unabhängig davon, ob ich nen Tarif-Vertrag habe oder einen frei verhandelten. Denn letztlich werde ich nur für einen bestimmten Satz Stunden bezahlt. Es geht mir dabei nicht darum, dass meine Überstunden ausgeglichen werden und ich am Jahresende eine Zeitkonto mit +/-0 vorweisen kann. Ich denke auch, dass man als Vollzeitkraft in den 40 Stunden pro Woche nicht genau 40 Stunden nur der Arbeit widmet.

Aus meiner Teilzeit nehme ich übrigens die Erfahrung mit, dass man mit einem begrenzten Stundenpensum deutlich effektiver arbeitet. Und nicht nur man selbst, sondern das ganze Team. Denn es ist klar, wenn etwas abgestimmt, besprochen werden muss, kann das nur bis zum Zeitpunkt X am Tag passieren oder erst am nächsten.

In meinem alten Büro hatten wir keinen Zugriff auf unsere Büro-e-Mails, wenn wir nicht am Büro-Rechner saßen. Zugriff auf den Server war ebenso nicht möglich. Auch gab es keine Firmen-Handys. Das war nicht immer optimal, disziplinierte jedoch ungemein. Zudem war so klar, Freizeit ist Freizeit. Weder die Chefin, noch der Kunde noch die Kollegen erwarteten, dass man für ein Problem, das nachts um 2h aufploppte, morgens um 7h30 eine adäquate Lösung präsentierte. Oder gar, dass man sich aus dem Urlaub heraus ins Tagesgeschäft einmischte.

In meinem neue Noch-Büro ist das anders. Hier sind alle immer ganz furchtbar busy. e-Mails können von jedem Rechner auf der Welt abgerufen werden, genauso, wie wir von überall auf den Server zugreifen können. Es hat zwar nicht jeder ein Firmen-Handy. Aber jeder, der meint eins zu benötigen, bekommt eins. Ist ja auch chic so ein Apfel-Dinges. Da mir das Obst als Mus, hessisches Nationalgetränk, Kuchen, roh aber deutlich lieber ist, und mir die dauerhafte Erreichbarkeit, die ein solches Gerät impliziert, überhaupt nicht passt, habe ich nach nichts verlangt.

Doch eines Tages – ich war gerade mal vier Monate im Betrieb – stand unser IT’ler mit so’nem Gerät vor meinem Schreibtisch und verkündet, dass das nun meins sei. Meine Chefin meinte, ich bräuchte eins.
Toll, jippie, wunderbar.
Davon habe ich in meinen schlaflosen Nächten geträumt. Und ebensolche Nächte sollte es mir auch noch bescheren, obwohl ich mir sagte, dass zwischen 20h und 8h keine e-Mails angeschaut werden.

Da ich aber einen amerikanischen Kunden betreute und bei 6 Stunden Zeitunterschied das gemeinsame Zeitfenster manchmal zu klein ist, guckte doch nach meinen e-Mails, solang ich wach war. Und wenn ich schon die eine e-mail beantwortete, konnte ich mich ja auch gleich noch um die andere kümmern, dann hätte ich am nächsten Tag weniger zu tun.

Nicht nur ich sondern auch meine Aufmerksamkeit dem Kind gegenüber litten da drunter sehr. Und so beschloss ich irgendwann, dass ich definitv keine Büro-e-Mails mehr anschaue, sobald ich zu Hause bin.
Das ist nicht gut angekommen. Dass ich nicht dazu verpflichtet bin, rund um die Uhr erreichbar zu sein, weiß auch meine Chefin. Aber dass ich die Erwartungen mit meiner Haltung nicht erfüllte, gab sie mir durchaus zu verstehen.

Ich hätte vielleicht konsequenterweise das Smartphone gleich zurückgeben sollen.

Zierde

Ich erwähnte ja bereits, dass es mit unseren Nachbarn nicht sooo einfach ist. Zumindest mit den Ü50ern. Mit der anderen Familie im Haus verstehen wir uns gut und mit den jungen U50-Menschen herrscht eine friedliche Koexistenz (man nimmt Pakete des anderen an und sagt sich Guten Tag).

In den ersten Wochen nach unserem Einzug haben wir das Bad renoviert. Was nicht nur dazu führte, dass wir nicht zu Hause duschen konnten (gut, wenn der kleine Bruder direkt ums Eck wohnt), sondern auch dazu, dass aufgrund der Baustelle ein Grundchaos in unserer Wohnung herrschte. Viele Dinge hatten einfach noch nicht ihren Platz.

So auch eine Sandkiste in Form eines blauen Boots mit entsprechendem Deckel. Weder auf dem Balkon noch in Keller noch in der Wohnung war dafür Platz. Und so stellten wir die Kiste zwischen zwei Rosenbeete auf das MoosRasenstück vor dem Haus – ohne Sand. Gespielt wurde da selten. Es wurde höchstens mal Spielzeug rausgenommen auf dem Weg zum Spielplatz oder wenn es zum Nachbarnjungen auf der anderen Seite des maroden Maschendrahtzauns ging.

Stehenbleiben sollte die Kiste da nicht. Aber dann bekamen wir eine e-Mail von der Hausverwaltung, Nachbarn hätten sich wegen der Kiste beschwert und wir sollen sie bitte danke entfernen. Ach, Nachbarn haben sich beschwert?! Bei mir nicht. Direkt zur Hausverwaltung zu gehen, ohne einmal mit uns zu sprechen, finde ich extrem feige und so blieb das blaue Ding erstmal, wo es war.

Und weil die Kiste da nun weiterhin stand und das Moos daran hinderte weiterzuwachsen, fühlte sich der Drache die Nachbarin über uns (Eigentürmerin der Wohung, in der sie wohnt und damit prozentuale Miteigentürmerin am Moos) dazu berufen, sich rechtlichen Rat zu suchen. Da Grüßen oder sonstige persönliche Kontaktaufnahme ja noch nie wirklich stattfand, wurde es schriftlich formuliert:

Der Notar hat in der Teilungserklärung mit Siegel und Unterschrift festgelegt, daß der Garten als Ziergarten unterhalten wird. Das gilt, solange das Haus steht. Keiner, auch kein Eigentümer kann daran etwas ändern!! Es ist also von Ihnen in höchstem Maße rechtswidrig, daß Sie das Planschbecken in unserem Ziergarten abgestellt haben.

Ich stelle mir vor, wie sie da über uns an ihrem Schreibtisch saß und mit einer vor Wut zitternden Hand die Buschstaben zu Papier brachte. So was ist nicht gut fürs Herz – schon gar nicht in ihrem Alter.

Dass dieser Garten einen Ziergarten darstellt, lässt sich leider nicht auf den ersten Blick erkennen und es wurde uns auch nicht bei Wohnungsübergabe mitgeteilt. Eine kleine Anfrage bei Herrn Goo-Gel ergab, dass Ziergärten besonderen rechtlichen Schutz genießen und so wanderte die blaue Kiste in den Keller.

Von da wäre sie wahrscheinlich bei e*ay oder auf einem Flohmarkt gelandet. Doch dann hörte ich kurz nach dem Entfernen, wie der Ober-Drache dem Unter-Drachen sigessicher mitteilte, dass sie es geschafft hätten. Und ich erfuhr Monate später von einer Unterschriften-Liste, die das Drachen-Sandwich gegen uns die Sandkiste gestartet hatte. Ganz ehrlich: Ich hätte neben der Arbeit und dem Kind keine Zeit für so einen Scheiß. Das fällt echt in die Kategorie „unausgelastet“.

Nun (es wird ja bald Frühling) werde ich dem Haupt-Eigentümer (selbst Vater und sehr Kinder-freundlich) unserer Wohnanlage eine E-Mail schreiben und mal fragen, was wir denn mit dem tollen blauen Boot machen können, das wir ja bedauerlicherweise nicht nutzen können. Vielleicht hat er eine Idee. 😉

Und beim nächsten Mal erzähle ich, wie unser 30-Kilo-Hund angeblich mit dem Kind zusammen durch die Wohung hüpft und so eine immense Lärmbelästigung erzeugt. Oder davon, dass in Hamburg zwar der eigene Müll nicht getrennt wird, aber der der unliebsamen Nachbarn und denen vor die Tür gestellt wird. Oder wieso es seit unserem Einzug ein Schild im Keller gibt.

Liebes Tagebuch – letzter Tag

7h45 Das Kind meint, die Nacht sei zu Ende. Ich NICHT.

8h30 Das Kind versucht mich erneut davon zu überzeuge, dass der Tag nun beginne. Ich schicke ihn zum Papa.

8h35 Das Kind kuschelt sich wieder neben mich und wir dösen bis

10h15 Der Tag hat nun definitiv begonnen – zumindest fürs Kind und für mich demnach auch. Wir beschließen, dass heute ein guter Tag für ein Pfannkuchen-Frühstück sei und gehen in die Küche. Während das Kind sich um den Pfannkuchen-Teig kümmert und dabei kalte Tortellini von gestern sowie einen Apfel verputzt, bereite ich frisches Apfelmus vor zu. Parallel werden Kaffee und Tee vorbereitet. Und während das Apfelmus vor sich hinköchelt und ich Pfannkuchen backe, deckt der mini-monsieur mit großem Eifer allein den Tisch.

11h10 Während ich die letzten Pfannkuchen backe, fängt das TV-Programm an: Löwenzahn fürs Kind. Da direkt im Anschluss Die Sendung mit der Maus kommt, darf er Pfannkuchen essen und Fernsehen.

13h50 Ich verschwinde unter die Dusche und mache mich fertig für ein Blind Date.

Das Treffen verläuft gut und ich freue mich neue und interessante Leute kennengelernt zu haben. Es waren zwar nicht so viele da, aber das gibt einem wenigstens die Gelegenheit, in Ruhe zu quatschen.

17h50 Ich bin wieder zu Hause. Die messieurs machen sich gerade startklar, um mit dem Hund rauszugehen. Ich kümmere mich während Ihres Spaziergangs ums Abendbrot. Heute: Mini-Steaks vom Schwein, Pilze und Süßkartoffel-Kichererbsen-Püree.

20h40 Nach 2 Runden Quartett wird der mini-monsieur Bett-fertig gemacht. Eine Geschichte noch und dann ist der Lütte auch eingeschlafen.

22h00 Das Zappen ist erfolglos. Also schreibe ich den letzten Tagebuch-Eintrag für diese Woche, werde diesen gleich verlinke und dann noch ein wenig bei den anderen lesen.

Danke Frau Brüllen für die tolle Idee!

Liebes Tagebuch – 6. Tag

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Frau Brüllen schrieb ja nur vom letzten Tag vor dem Wochenende und nicht vom letzten Tag der Aktion. Also bin ich heute auch noch dabei.

8h30 Der erste Blick auf den Wecker. Das Kind neben mir (er schläft immer in seinem Bett ein, kommt aber irgendwann nachts zu mir) schnarcht noch und ich muss auch noch nicht aus den Federn.

9h30 Das Kind ist wach. Wir lassen uns Zeit mit dem Aufstehen.

9h50 Der mini-monsieur macht seine Rund (Toilette, Papa, Dinos). Ich stehe auf, bereite Kaffee (hier wird jeden morgen frisch gemahlen) und Tee vor. Nachdem wir ja gestern doch die Brötchen essen mussten und für gestern abend noch was vom selbstgemachten Fladenbrot da war, fehlt heute morgen Brot/Brötchen. Der monsieur und ich machen Schnickschnackschnuck, wer fahren soll. Ich verliere und mache mich auf den Weg.

Wir frühstücken zusammen, lassen uns dabei Zeit und machen sowas wie Hausmusik. Ich glaube, es ist

11h45 als das Ganze leider etwas unschön endet. Der gallische Hahn ist noch nicht nackt. Aufräumen, spielen, Hund raus. Heute sollen wir schwimmen gehen, entscheidet der kleine Mann. Warum nicht…

13h30 Während der mini-monsieur Marvi Hämmer guckt, schreibe ich meiner Anwältin – ich will meinen Urlaub nicht ausbezahlt bekommen. Ich packe die Schwimmbad-Tasche und kruschpel noch ein wenig in der Wohnung rum, während das Kind sein TV-Pensum erfüllt.

14h30 Absprache aka Einkaufsliste mit dem monsieur. Dabei fällt uns ein, dass Backofenspray nicht auf die Liste muss, weil es schon beim letzten Einkauf besorgt wurde. Und damit wir das nicht vergessen, wird es auch gleich angewandt (was ich später noch bereuen werde).
Das Kind wird aus dem Pölter geholt. Die Suche nach der Kinder-Schwimmbrille beginnt. Denn mit Tränen in den Augen wird erklärt, dass er ohne nicht tauchen könne. Zum Glück werden wir fündig (manche „Verstecke“ sind einfach ein Phänomen).

15h00 Wir sind quasi startklar. Doch irgendwie verzögert sich der Abflug. Und wir sind erst um

15h45 in der U-Bahn. Das Kind isst unterwegs noch einen Kreppel und ich wünsche mir, dass es schon Ostern ist. Wir zählen die Haltestellen und als die U-Bahn aus dem Tunnel fährt, meint das Kind, dass wir in den Himmel führen. Nein, bitte noch nicht.

16h20 Wir sind endlich im Wasser. Das Kind planscht, schwimmt und taucht als gäb es kein morgen. Ich freue mich, dass sich das Kind freut. Aber der Kinderbereich des Schwimmbads ist auch toll.

17h40 Mit Blick darauf, dass wir ja noch duschen, föhnen und uns in die Expeditionskleidung (im Winter schwimmen gehen, macht wegen der 500 Schichten Klamotten einfach weniger Spaß) schälen müssen, geht’s raus.

18h25 Wir sind mit Eis (fürs Kind) endlich auf dem zum Glück kurzen Weg vom Schwimmbad zur Haltestelle. Unterwegs mache ich noch ein Foto für meine instagram-Galerie. Dann sitzen wir in der U-Bahn.

19h15 Nachdem das Kind in der U-Bahn fast eingeschlafen ist, bin ich froh, dass er den Fußmarsch von der Haltestelle bis nach Hause noch geschafft hat. Zu Hause stolpern wir über diverse Einkaufstüten, weil der monsieur auch gerade erst angekommen war. Ich bin froh, dass ich ihn in der Wohnung vorfinde und nicht in der Tiefgarage oder gar auf der Polizeiwache. Er erzählt nämlich, dass er, als das Fahrrad nebst Hänger aus der Tiefgarage holen will, eine Begegnung der dritten Art mit dem Ober-Stinkstiefel Nachbarn hatte. Aber mit unseren Ü50-Nachbarn stehen wir ja eh auf Kriegsfuß.
Der Mann hat beim Einkauf den gallische Hahn erlegt (besser ist das) und so gibt es Salat, Tortellini und Brathähnchen. Genau das Richtige jetzt.

20h15 Der Mann geht mit dem Hund raus und verabschiedet sich danach zum Rugby-Spiel-Gucken – gegen Les Bleus am Oval hat fast nix eine Chance. Ich mache das Kind fertig und lasse es neben mir auf dem Sofa einschlafen.

21h20 Ich trage das Kind ins Bett. Aus der Küche ruft der Ofen, dass er noch immer voller Schaum sei. Ach ja, da war ja was. Als Übersprungshandlung rufe ich erstmal meine Mutter an. Das Gespräch dauert so lange, dass ich den Ofen irgendwann nicht mehr ignorieren kann und mich mit Mutti im Freisprech drüber hermache.

23h50 Gespäch beendet, ich tippe den Bereicht zu Ende, werde noch ein bisschen Fernseh schauen und mich dann ins Bett legen.

Liebes Tagebuch – 5. Tag

Heute ist der letzte Tag von Frau Brüllens Aktion. Irgendwie schade, hatte ich mich doch schon an den Schreibstil gewöhnt 🙂 Außerdem ist man so auf den ein oder anderen spannenden Blog gestoßen. Danke für die Idee, Frau Brüllen.

Da ich ja derzeit arbeitsunfähig bin, habe ich es endlich geschafft, den Wecker von 7h15 auf 7h30 zu stellen. Für einen Langschläfer wie mich ist jede Minute mehr am Morgen kostbar (mir graust schon vor der Zeitumstellung). Der mini-monsieur wurde neben mir wach und verkündete, dass ein Dino in der Nacht seinen Slip und seine Pyjamahose gefressen hätte und er deswegen mit nacktem Ar*** neben mir liege (das Kind sagt Popo und korrigiert mich immer, wenn ich Ar*** sage). Der Tag fängt ja gut an.

8h30 Das Kind ist fertig gemacht, Frühstück eingepackt und monsieur, mini-monsieur und Hund gehen los zum Kiga. Ich überlege semi-spontan, dass der monsieur und ich frühstücken gehen können. Wir haben einen Hühnchen gallischen Hahn miteinander zu rupfen was zu besprechen und ein Tapetenwechsel würde uns dabei gut tun. Schicke dem Mann also eine sms, damit er kein Brot besorgt. Gehe duschen und kämpfe danach (seit Monaten mal wieder) mit meinen Kontaktlinsen.

9h20 Der monsieur ist mit Brötchen wieder da. Hatte die sms nicht gesehen. Ist aber einverstanden, frühstücken zu gehen (die Brötchen kann man auch aufbacken).

10h20 Wir kommen nach kurzer Radfahrt im Café unserer meiner Wahl an. Die Gehwege sind besser vom Schnee geräumt als die kleinen Straßen. Beim Radfahren ist daher Rentner- und Schneeslalom angesagt. „Spontan“ war keine gute Idee. Es ist kein (!) einziger Tisch mehr frei. Also doch die Brötchen zu Hause essen. Wieder raus in die Kälte, der monsieur schließt die Fahrradschlösser auf.

10h40 Wir kommen zu Hause an und ich stelle fest, dass ich meine Schlüssel nicht mehr habe. In keiner einzigen Tasche ist er zu finden. Auch nicht beim monsieur. Große SCH***. Die Räder hatte ja der monsieur aufgeschlossen… Fehlender Schlüssel und akuter Unterzucker sind eine GANZ schlechte Kombination. Gepaart mit einer zusätzlichen Radfahrt durch die Kälte – ich wollte nicht meine Begleitung sein.

10h50 Wieder am Café angekommen genügt ein Blick in den Schnee an der Stelle, wo wir unsere Räder abgeschlossen hatten. Der verda**te Schnee schluckt jedes Geräusch… Froh, den Schlüssel wiederzuhaben, geht’s wieder retour (im Café ist immer noch kein Paltz frei).

11h05 Ich bereite das Frühstück (bei der Uhrzeit eher Brunch) vor. Der monsieur musste noch einen Abstecher zum Metzger machen – Prüfmaterial besorgen, ob ich vegetarisch werde (gestern und vorgestern gab’s fleischloses Abendbrot).

11h20 Wir frühstücken endlich (und diskutieren).

13h50 Beschluss gefasst, dass wir zu I*EA fahren, um was zurückzugeben. Aufgabenteilung: Mann holt mit dem Hund das Kind ab, ich hänge Wäsche auf (ja, manchmal spielen wir klassische Rollenverteilung).

14h30 Die messieurs sind wieder da, wir wollen los. Kleiner Zwischenstop fürs Kind, da seine kleine Liebe (Tochter der Nachbarn über uns) im Treppenhaus ist. Der mini-monsieur bietet an, die Nachbarn mit zum Möbelschweden zu nehmen oder was mitzubringen.

16h10 Ankunft beim Möbelschweden. Mit der S-Bahn dauert es schon länger zum Gelb-Blauen, aber der olle Franzose ist nicht mehr Winter-fahrtauglich. Das Kind will ins Smaland. Freitags nachmittags eine suboptimale Idee, wir müssen warten…

16h50 Rückgabe ist erfolgt. Das Kind ist im Smaland. Der monsieur und ich gehen direkt in den SB-Bereich: Auf dem Zettel stand nur eine neue Quiche-Form (fragen Sie nicht, wie die alte das Zeitliche gesegnet hat). Drei kleine Narzissen mit Übertöpfen wollen auch noch mit.
Im Café gönnen wir uns eine Pause und unterhalten uns über meine Kündigung. Gestern hatten Kollegen angerufen, weil sie „lost“ sind. Sie können nun denken, dass ich ein Kollegen-Schwein bin. Und nach außen sieht es auch so aus, weil meine Abwesenheit in erster Instanz die Kollegen trifft. Aber genau das ist es, worauf das Unternehmen baut: Dass die Gekündigten (ich bin nicht dier erste in der letzten Zeit) aus reiner Kollegialität bis zum letzten Tag weiterfunktionieren. Eigentlich bin ich in einer Position, die eine Freistellung rechtfertigen würde. Bin ich aber nicht, da meine Arbeitskraft noch gebraucht wird. Ganz ehrlich: Sollen sie doch schon jetzt sehen, wo sie ohne mich stehen. Die interessiert es ja auch nicht, wie wir – wenn ich nicht schnell einen neuen Job finde – ab Mai über die Runden kommen.

Obligater Gang durch die Fundgrube lässt die persitierende Diskussion bezüglich einer Gadroben-Neu-Lösung wieder aufflammen. Es bleibt bei der Quiche-Form und den Blümchen. Im Schweden-Shop fallen noch ein paar Süßigkeiten (für den monsieur), Chips (für alle) und Vollkorn-Elch-Nudeln in die blaue Tasche.

18h30 Wir holen das Kind wieder aus dem Smaland ab. Er verlangt noch nach einem Eis und will ausdrücklich keinen Hot Dog. Als er uns den den obligaten Hot Dog essen sieht, will er unbedingt und sofort auch einen. Zum Glück kennt Liebe unter Männern keine langen Schlangen 🙂

20h15 Wir kommen endlich wieder zu Hause an. Der kleine Mann ist müde und weiß nicht was er will. Nein, kein Abendbrot mehr. Nein, Mama, nichts auf den Esstisch stellen, wo sollen wir denn essen. Nein, ich will keine Laugenstange, ich will eine Brezelstange. Nein, nicht Schinken. Nein, Papa, den darfst du nicht essen, den esse ich so. Und so weiter und so fort. Zum Schluss sitzt er am Tisch und isst Laugenstange mit Butter, Käsestückchen und Schinken dazu.

21h15 Das Kind ist sehr müde nach eine Geschichte aus dem neuen Oma-Buch eingeschlafen. Der monsieur und ich sind uns nicht sicher, ob der Hot Dog als Abendessen ausreicht, sind aber auch nicht motiviert, großen Budenzauber zu machen.

22h50 Ich schreibe diesen Eintrag. Wir haben doch noch Hunger. Der Hund muss noch raus.

Liebes Tagebuch – 4. Tag

Da es Frau Brüllen ja auch ein wenig darum ging (zumindest hab ich das so verstanden), zu erfahren/teilen, welche unterschiedlichen Berufe es im Bloggerdorf gibt, führe ich mal genauer aus, was ich schon etwas kryptisch in meinem normalen-Tag-Artikel angerissen habe. Zumal ich heute wieder zu Hause bin und das spannendste bislang das Zwiebelsäckchen auf meinem Ohr ist.

Vorspann

Ich steh auf Naturwissenschaften und Medizin, und hätte ich zum Zeitpunkt der Entscheidung von Pharmazie gewusst, hätte ich sicherlich das studiert. So habe ich erstmal „Technisches Gesundheitswesen“ (so hieß das damals noch) studiert, weil ich die Kombination aus Naturwissenschaften und Ingenieurswesen sehr spannend fand. Wäre es vielleicht auch gewesen, wenn meine damalige Hochschule nicht eine der ersten gewesen wäre, die sämtliche Studiengänge auf Bachelor/Master umgestellt hat. Damit war mein Studiengang nicht mehr meiner und ich musste mir was neues suchen. Kurzfristig liebäugelte ich mit einer Ausbildung zur Mediengestalterin, da ich im AStA das Öffentlichkeitsreferat besetzt und eine wöchentliche Studi-Zeitung herausgegeben hatte.

Doch irgendwie pochte das naturwissenschaftliche Herz stärker und so wechselte ich zur Biochemie (klassischer Diplom-Studiengang). Der Studiengang war aus dem Chemie-Studiengang (und nicht Bio wie sonst sehr üblich) hervorgegangen und entsprechend viel chemisches Grundwissen wurde uns vermittelt. Das kam mir sehr entgegen, hätte ich doch niemals Biologie studieren wollen. Und bis zu meiner Diplomarbeit war klar: Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann Professorin wie mein Papa.

Doch die Laborarbeit für die Diplomarbeit zeigten mir: Nein, ich will nicht Teil der deutschen Forschungslandschaft sein. Zu meinem Glück machte mich eine Laborkollegin auf auf eine kleine, aber feine PR-Agentur aufmerksam, die Praktikanten suchte. Öffentlichkeitsarbeit mit Fokus auf naturwissenschaftliche Themen schien genau das zu sein, was ich suchte. Beworben, genommen und einen Tag nach Abgabe der Diplomarbeit dort angefangen.

Nach drei Monaten Praktikum habe ich mich bei einer anderen Agentur beworben (Schwerpunkt: Pharma, Medizin/HealthCare), wurde genommen und habe zunächst als Trainee angefangen, Karriere gemacht, verschiedene Kunden und Themen betreut. Mein persönlicher Schwerpunkt nach 8 Jahren sind die sogenannten Rx-Produkte*.

PR – was’n das?

PR = Public relations = Öffentlichkeitsarbeit. Ist das nicht Werbung?
Das höre ich oft und NEIN, das ist es nicht. Ganz kurz zusammengefasst:

Werbung verkauft ein Produkt (mit bunten Bildern und wenig Text).
PR verkauft eine Meinung (mit bunten Texten und wenig Bild).

Und was bedeutet das? Ich nenne mich ja selbst oft „professionelle Textschubse“. Denn das ist eines DER Ziele von PR: Möglichst viele Veröffentlichungen erzielen, um eine möglichste große Öffentlichkeit zu erreichen. Dabei ist Öffentlichkeit aber nicht Öffentlichkeit im „normalen“ Sinn. Hier geht es um Zielgruppen. Ein Beispiel: Es macht keinen Sinn, Informationen zu einem Rheuma-Mittel in einer Jugendzeitschrift zu platzieren. Manche Informationen in meinem Bereich dürfen nur Ärzte lesen. Was das genau wird durchs HWG geregelt.

Die PR-Arbeit beginnt im Normalfall mit dem Briefing. Der Kunde gibt Informationen und sagt, was die Aufgabenstellung ist. Danach ist die Agentur am Zug: Es wird recherchiert, was das Zeug hält. Im Idealfall folgt darauf ein sogenanntes Re-Briefing: Die Rechercheergebnisse und erste Einschätzung werden mit dem Kunden besprochen. Die Aufgabenstellung wird ggf. angepasst.
Dann beginnt ein entscheidender Part der eigentlichen Arbeit: Es wird ein Konzept geschrieben. Es werden Stärken und Schwächen, Chancen und Bedrohungen analysiert. Es wird eine Strategie überlegt und Ziele gesetzt. Dann wird überlegt, mit welchen Maßnahmen, die Ziele erreicht werden können.
Bei den Maßnahmen geht es eigentlich immer darum, wie die Öffentlichkeit am besten erreicht werden kann – entweder direkt oder indirekt über Mittler. Die Mittler sind im Normalfall die Presse (Druckerzeugnisse aller Art, aber auch online).
Das Konzept wird dem Kunden vorgestellt. Von diesem in irgendeiner Form abgesegnet (also freigegeben). Dann folgt die Umsetzung – oft gibt es Jahreskonzepte, sodass sich die Aufgaben aus dem Konzept aufs Jahr verteilen. Manchmal sind es einzelne Projekte mit einem eng gesteckten Zeitrahmen.

Warum PR

Was ich an meinem Job so mag, ist die Abwechslung. Man kommt mit vielen verschiedenen Themen und Menschen in Berührung. Und bei den Aufgaben muss man sehr flexibel sein – sowohl im Kopf als auch bei der Durchführung. Morgens muss man einen Text schreiben und dabei wissenschaftliche Studien genau kennen und Nachmittags ist man dabei, eine Veranstaltung zu organisieren. Es muss sich mit Dienstleistern abgestimmt und deren Arbeit überwacht werden. Man muss schnell reagieren können, wenn ein Thema gerade besonders wichtig wird, darf dabei aber auch nie die Finanzen aus den Augen verlieren.

Zudem erkläre ich für mein Leben gern. Komplexe Zusammenhänge so zu formulieren, dass sie auch ein Laie versteht, ist mir wichtig. Stichwort „aufgeklärter Patient“. Und wenn ich nach einer Veranstaltung das Feedback erhalte, dass der eine oder andere etwas „gelernt“ hat und dass ihm das hilft, dann weiß ich, dass ich nicht nur dafür da bin, die Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben (das macht nämlich die Werbung 😉 ).

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* Rx = verschreibungspflichtige Medikamente (auch ethische Produkte genannt), daneben gibt es noch OTC (over the counter) = freiverkäufliche, aber apothekenpflichtige Medikament und DTC (direct to consumer) = Produkte, die so es in Apotheke und Drogeriemarkt gibt (z.B. Vitamin-Brausetabletten)